Autor: Dagmar
Spiritueller Brauch zu Palmsonntag
Es bleibt nicht bei Naturheilkunde und Gärtnern, wenn man Kräuter gut leiden kann. Geschichte, Medizin und Religion sind die Gebiete, die man ganz schnell tangiert, wenn man sich mit Heilpflanzen beschäftigt. Da Ostern vor der Tür steht, soll es diesmal um die Palmbuschen gehen. Nicht ganz astrein Kräuter, aber versehen mit sehr viel Grünkraft, so dass ich Brauchtum und Herstellung einfach hier erklären muss!

Brauchtum zu Palmsonntag
Der Palmsonntag ist der 6. und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Nur noch ein Woche, bis die Fasten-Zeit vorüber ist. Am Palmsonntag wird des festlichen Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk ihm zu und streute Palmzweige aus. Die gebundenen Palmzweige werden dann am Palmsonntag geweiht. Diese geweihten Sträuße sollen nach dem alten christlichen Glauben vor Unwetter und Blitz schützen. Auf jeden Fall erinnern die Zweige an die Palmsonntagsfeier und somit an den christlichen Glauben. [...mehr]
8. März 2010

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Autor: Dagmar
Die japanische Tee-Hortensie Hydrangea serrata oamacha
Die Geburt von Siddharta Gautama, dem Buddha ( ´der Erwachte´), lässt sich zeitlich nicht ganz genau bestimmen, es gibt verschiedene Thesen und Daten diesbezüglich. Ein ´Irgendwann zwischen 446 v. Chr. und 563 v. Chr.` ist die Zeitspanne, die ich bislang recherchiert habe.
In Japan wird jedoch die Geburt des Buddha jedes Jahr am 8. April gefeiert. Damit gedenkt man der Legende, dass zu seiner Ankunft die Erde bebte, während Blumen und süßer Nektar, `Amacha`, vom Himmel regneten. Seither wird dieser Tag mit allen Würden begrüßt. In einer Zeremonie wird dann in den Tempeln der Kopf der Buddha- Statue mit Amacha, dem süßen Hortensien-Tee, beträufelt.

Japanischer Hortensien- Tee gegen böse Geister
Die Tempeldiener bereiten zu diesem Alnlass große Mengen des süßen Amacha- Tees vor, um ihn während des Festes an Besucher zu verteilen, die das duftende Getränk teils zur Segnung Buddhas verwenden und teils mit nach Hause nehmen. Da der Tee magische Kräfte besitzen soll, schützt er das Zuhause dann vor Schlangen, Insekten und bösen Geistern. So der Glaube. [...mehr]
13. Februar 2010

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Autor: Dagmar
Mystik, Märchen und Geheimnisvolles rund um die Mistel
Vor Weihnachten sieht man sie wieder auf den Weihnachstmärkten und in Blumenläden: die fein säuberlich gebunden, kleinen Mistelsträuße erfreuen sich nun größter Beliebtheit.

Denn: küsst sich das Paar Weihnachten unter dem Mistelzweig, so bleibt es für immer zusammen und im nächsten Jahr steht so eine Hochzeit ins Haus. [...mehr]
5. Dezember 2009

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Autor: Dagmar
Uraltes Brauchtum und wunderschön
Seit Wochen drücken sich Unmengen überkitschiger (ich weiß, der Glanz und Glitter gehören zu Weihnachten dazu, aber Sie wissen, wie ich “kitschig” meine…) Weihnachtsdekoration in den Regalen herum.

Gar nicht kitschig, sondern wunderschön und Vor Allem lebendig und bedeutsam ist der folgende Weihnachtsschmuck, der ästhetische Vollendung und uraltes Brauchtum gleichzeitig ist, wenn es denn klappt: eine Vase voll mit Barbarazweigen! [...mehr]
30. November 2009

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Autor: Dagmar
Oder: gehört nun die Mistel in den Zaubertrank ?
Seit nunmehr 50 Jahren hauen die Gallier Asterix und Obelix die Römer, oder, diplomatisch ausgedrückt: weisen sie erfolgreich in die Schranken
Dazu als immertreuer Begleiter der kleine Idefix, der untalentierte (und deswegen permanent mundtote) Barde und ein Häuptling, dem es himmelangst ist.
Nicht zu vergessen Miraculix, der Druide, der Erfinder des Zaubertrankes, der die gallische Minderheit bei Streitigkeiten so stark wie Mammuts macht…
Da sich Miraculix ja so gern in den Bäumen herumtreibt, um mit seinem sichelförmigen Messer die Misteln zu schneiden: Warum sollte er das so ausgiebig tun, um ihn dann im Zaubertank auszulassen? Die FAZ will auch herausgefunden haben, dass die Mistel eine der Ingredienzen ist.
Die Mistel, eine Heilpflanze mit besonderer Kraft: Wie die Mistel aussieht, das wissen wohl die Meisten. Wer kennt nicht die kleinen Büschel mit den silbrig-weiss glänzenden Beeren, die zu Weihnachten verkauft werden und unter Denen man nur zu küssen braucht, damit der oder die Liebste einem auf Ewig hold ist… [...mehr]
1. November 2009

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Autor: Dagmar
Magische Kräuter mit zweifelhaftem Ruf
Ohne es wirklich zu merken, ist die dunkle Jahreszeit schon wieder da und es ist abends um sieben schon schwärzer als zur Nacht. Perfekt für gruselige Geschichten rund um magische Kräuter, wo wir doch morgen auch Halloween haben …

Neben der Alraune ist das giftige, schwarze Bilsenkraut ebenfalls für seine halluzinogene Wirkung bekannt, weswegen es wahrscheinlich auch den Sprung in die Hexenliga geschafft hat :-) Beides somit optimale Ingredienzen für Hexengebräue. Die Alraune findet ja immer wieder Erwähnung in den Harry Potter Geschichten, ob es wohl auch Hyoscyamus niger zu soviel internationaler Beachtung geschafft hat und in den Geschichten irgendwo versteckt ist? Jedenfalls und apropos internationale Beachtung war das Bilsenkraut schon Hamlets Untergang… [...mehr]
29. Oktober 2009

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Autor: Dagmar
Traditionell, aber nicht harmlos
Unlängst habe ich mich vom Landleben meiner Heimat einmal wieder inspirieren lassen: Hochsommer, bei besten Temperaturen, umgeben von Naturwiesen und buschigen Kräutern im Garten, die einfach nur Eines wollen: Wachsen.

Ohne dabei sentimental werden zu wollen, erinnert man sich doch noch an ganz bestimmte Dinge aus der Kindheit, schemenhaft manchmal und schon fast verschwunden. Wie der Knöterich, den wir früher Zahnbürstenkraut nannten. Oder einfache, einprägsame Kinderlieder oder Reime, ebenfalls kaum mehr präsent. Eines davon war “Petersilie Suppenkraut” und passt doch perfekt in meinen Kräuter Blog
[...mehr]
3. September 2009

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Autor: Dagmar
Wunderhübsche Dekoration und mystischer Brauch
Ich weiß nicht, ob Sie mir Gleiches bestätigen werden: aber die Pflege und die Anwendung gerade von Heilpflanzen sind nicht nur eine sinnliche Erfahrung, sondern gehen auch einher mit Mystik, Brauchtum und Glauben.

Viele der bei uns noch bekannten Heilpflanzen waren schon unseren keltischen und germanischen Vorfahren, also in der vorchristlichen Zeit, bekannt. Auch Diese lebten mit Floras Reichtum und Rhythmus im Einklang und waren sich ihrer Bedeutung bewusst. Ein rituelles Zeugnis aus Achtung und Respekt vor der Schöpfung abzulegen ist daher wahrscheinlich ein konfessionsloses Ur-Bedürfnis der Menschen.
Ein, wie ich finde, wirklich ansprechendes christliches Ritual (genauer gesagt katholisches Ritual) ist die sogenannte Kräuterweihe beziehungsweise das Binden von Kräuterbuschen. [...mehr]
26. Juli 2009

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Autor: Nicole
Es ist heute genau überliefert, seit wann die Myrte als Brautschmuck verwendet wurde, da es sich um eine aristokratische Hochzeit im Jahre 1583 handelte.
Die Damen damals haben sich aus dem Brautschmuck dann ein kleines Bäumchen für das Zimmer herangezogen. So wurde die Myrte im 16. und 17. Jahrhundert zur absoluten Modepflanze. Mit der Erfindung der Heizung verschwand sie jedoch genauso schnell wieder aus den Häusern, denn das trockene Raumklima bekommt ihr nicht.
Meiner Meinung nach sollte die Myrte aufgrund ihres Duftes wieder öfter den Weg zu uns finden. (In einem Wintergarten kann man sie sogar wieder im Haus halten.) Eine so alte und symbolische Pflanze gilt es zu pflegen, denn schon in der Bibel genoss die Myrte einen hohen Stellenwert neben anderen religiösen Pflanzen:
Die Elenden und Armen suchen Wasser und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. 18 Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen. 19 Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern,20 damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: Des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen. (Jes 41, 17)
Im jüdischen Glauben ist Myrte ein Zeichen für Unsterblichkeit. Sie ist Bestandteil der Gestecke zum Laubhüttenfest. [...mehr]
20. Februar 2009

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Autor: Nicole
Heute eher unpopulär, blickt die Myrte auf eine lange Geschichte zurück, aus der sich unterschiedlichste Bräuche und Mythen entwickelt haben.
Die alten Römer kannten Myrtus communis, die Gemeine Myrte, bereits und schmückten sich und ihre heiligen Stätten damit nach gewonnenen Schlachten. Vor ihnen wussten auch die Griechen schon um die mystische Kraft dieser Pflanze. In der antiken griechischen Mythologie wurde das Kraut Aphrodite zugesprochen, die ja bekanntlich als Göttin für Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit zuständig war. Auf diesen wichtigen Aufgabengebieten ließen sich auch die Römer nicht lumpen: In der römischen Antike soll die Göttin Venus mit der Myrte in Verbindung stehen, obwohl sich über die Richtigkeit dieser Annahme die Gemüter spalten, denn es könnte sich auch schlicht um eine Fehlinterpretation handelt: In Rom hieß Venus auch “Murcia”, was im Laufe der Zeit (Sprachwandel!) möglicherweise der “Myrtea”, also der Myrte zugeordnet wurde. So wurde Venus irgendwann zur “Myrtenfreundin” und soll der Legende nach mit einem Myrtenzweig aus dem Meer gestiegen sein.

Ob sie das auch ohne Sprachwandel und Fehlinterpretation getan hätte, ist nicht überliefert. Das Ergebnis solcher Zusprüche, ob falsch oder nicht, schlägt sich in der Kultur des Abendlandes bis heute nieder, denn [...mehr]
14. Februar 2009

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