Autor: Nicole
Die Erntezeit von Kräutern ist auch jetzt, im November, noch nicht vorbei. Besonders Heil- und Wildkräuter können jetzt noch gesammelt werden.

Noch bis Mitte November sollten die Wurzeln des Alant geerntet werden, dann endet die Saison zunächst. Bei anderen Kräutern wie dem Baldrian beginnt sie jedoch gerade erst. Seine Wurzeln lassen sich trocknen und dann weiterverwenden.Gleiches gilt für [...mehr]
3. November 2008

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Autor: Nicole
Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen und oft erkennt man das passende Naturheilmittel an seinen – häufig recht vielfältigen – volkstümlichen Namen, die sich meist über Jahrhunderte regional und auch überregional ausbilden.
Das gilt natürlich auch für den Kalmus, der in der volkstümlichen Heilkunde als “Magenbrand” oder “Magenwurz” bekannt ist, daneben aber auch Bezeichnungen wie z.B. Schwertheu trägt, die auf seine schwertartigen Kronblätter hinweisen. Die ursprüngliche Heimat des “Acorus calamus” ist Südostasien, jedoch gibt es die Pflanze in Europa schon seit dem 16. Jahrhundert. Das ist eine lange Zeit und dementsprechend groß ist auch das Anwendungsspektrum in der pflanzlichen Heilkunde. In der Traditionellen Chinesischen Medizin kennt man den Kalmus schon seit tausenden von Jahren als Kraut, welches das Leben verlängert. In der heimischen Heilkunde steht die Anwendung in Verbindung mit Magen-Darm-Beschwerden an erster Stelle. Besonders bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden kann der Kalmus helfen. Er enthält neben Bitterstoffen, die ihn zu einem guten Mittel gegen Durchfall machen, auch ätherische Öle.

Pharmakologisch von Bedeutung ist die Wurzel, die auch in der Küche Verwendung findet. Diesem Aspekt werde ich aber einen eigenen Beitrag widmen. Als Heilmittel [...mehr]
1. November 2008

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Autor: Nicole
Das Mädesüss hat viele volkstümliche Namen: Geißbart oder Wiesenkönigin, um nur zwei zu nennen. Ich persönlich habe noch nie davon gehört, das scheint aber eine große Wissenslücke zu sein, denn offenbar ist “Spiraea ulmaria” das Aspirin der Wiese!

Mädesüss ist schon seit dem 16.Jahrhundert bekannt. Man schätzt in der Naturheilkunde vor allem seine Eigenschaften als Entzündungshemmer, Blutreiniger und Schmerzstiller. Mit diesen Kräften kann das Kraut aus der Familie der Rosengewächse z.B. gegen Migräne, Rheuma, Gicht, Grippe, Fieber und ganz allgemein gegen Schmerzen eingesetzt werden.
Der Name “Mädesüss” scheint mit “süßen Mädchen” oder Ähnlichem assoziierbar zu sein, das ist aber ein Irrtum: Der englische Name “meadow-sweet” (“Wiesen-Süß”) verrät den Bezug schon eher, denn hier erkennt man mit etwas Phantasie den Wortstamm [...mehr]
26. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Alant ist eine fast vergessene Pflanze mit zahlreichen und vor allem schon sehr alten Anwendungsmöglichkeiten in der Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus ist der Echte Alant (Inula helenium) aber auch eine sehr schöne Zierpflanze im Kräutergarten.
Der gelbe Korbblütler zeigt seine Pracht von Juli bis September und wird als Mehrjährige bis zu zwei Meter hoch. Schon Theophrast und Dioskurides sollen den Alant genutzt haben, daher hat er aber nicht seinen Zusatz “helenium”. Dieser soll aus der griechischen Mythologie stammen. Helena soll, bevor Paris sie entführte, ihre Hände mit den Blüten der schönen Pflanze gefüllt haben. Eine Variante des Mythos besagt, dass an der Stelle, an der die Tränen Helenas den Boden berührten, später Alant gewachsen sein soll.
Die Sagen bringen uns zwar auf den ersten Blick nicht weiter, können aber für eine Eselsbrücke dienen. Die Pflanze braucht nämlich einen nährstoffreichen, leicht feuchten Boden (sinnbildlich dafür die Tränen der Helena) und sollte am besten vollsonnig bis halbschattig stehen (Griechenland liegt im Mittelmeerraum, Sinnbild für warmes, sonniges Klima). Staunässe sollte am besten vermieden werden, das gilt aber für die meisten mediterranen Kräuter. Wird der Alant zu hoch kann man ihn abstützen. Die Staude wächst besonders gut, wenn sie viel Platz zum entfalten hat. Alant ist winterhart.
Eine Verbreitungskarte in Deutschland findet man hier. [...mehr]
21. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Die Vogelmiere ist eines der Vitamin-C-reichsten Wildkräuter und kann in der Pflanzenheilkunde vor allem bei Beschwerden mit der Haut verwendet werden.
Neben den Vitaminen enthält der Bodendecker wertvolles Zink, ätherische Öle und Cumarine, die ja auch in Schafgarbe und Lavendel enthalten sind. Aufgrund ihrer anregenden Wirkung auf den Stoffwechsel kann die Vogelmiere als Bestandteil einer Kräuter-Frühjahrs- bzw. Herbstkur genutzt werden. Zudem wirkt die innere Anwendung in Form von Tee auch bei Rheuma, Gicht und Bronchitis. Äußerlich aufgetragen kann ein Aufguss bei Ekzemen und anderen Problemen mit der Haut verwendet werden. Bei großflächigen Beschwerden hilft ein Bad mit dem Kraut.

Aufgrund der harntreibenden Wirkung kann die Pflanze, ähnlich wie Brennnessel, zur kurzfristigen Entwässerung genutzt werden. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber [...mehr]
19. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Vielen Pflanzen und Tieren sieht man ihre Giftigkeit nicht unbedingt an, weil sie üppig gewachsen sind, in den schönsten Farben blühen oder eine besonders schöne Zeichnung haben. Oder vielleicht kann man auch andersherum argumentieren: Gerade die besonders bunten und schönen Dinge sind oft giftig.
Wie auch immer man es dreht und wendet, eines steht fest: Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) gehört sicher in die Kategorie “Schön und giftig”.

Wie der Korbblütler sich im Garten verhält und wie das Kraut außerhalb der Pflanzenheilkunde verwendet werden kann, war hier bei Kräuterallerlei ja schon im August Thema eines Beitrages. Heute geht es um die etwas heikle Verwendung von Rainfarn als pflanzliches Heilmittel. Heikel deswegen, weil [...mehr]
6. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Vor einiger Zeit habe ich den Muskatellersalbei vorgestellt und über die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche informiert.
Heute geht es hier bei Kräuterallerlei um die heilenden Aspekte dieser Pflanze. Das Gewächs aus der Familie der Lippenblütler ist nämlich in der volkstümlichen Heilkunde vor allem für seine krampflösende Wirkung bekannt. Folglich kann Salvia sclarea besonders bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden. Aber auch Krämpfe im Verdauungstrakt, Blähungen, Durchfall und Gastritis sollte ein Tee aus der Salbeiart lindern. Als Tinktur oder Tee kann man den stark duftenden Muskatellersalbei auch bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute benutzen.

Darüber hinaus ist das Kraut, das sogar schon der mittelalterlichen Nonne bekannt war, bei Verspannungen einzusetzen. Hier nicht als Tee, sondern in Form eines Massage-Öls. Eine Massage mit einem derartigen Öl kann sogar so entspannend wirken, dass es später leichter fällt in den Schlaf zu finden. Somit ist der Muskatellersalbei ein echtes Wellness-Kraut.
[...mehr]
30. September 2008

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Autor: Nicole
Das Indische Basilikum ist auch unter der Bezeichnung “Tulsi” bekannt. Dieser Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet “Die Unvergleichliche”.

Grund dafür ist wohl die Bedeutung in vielen hinduistischen Riten. Das heilige Kraut ist mit unterschiedlichen Legenden verbunden und hat eine große Bedeutung in der indischen Heilkunst Ayurveda. Im Hinduismus ist “Tulsi” das Symbol für [...mehr]
19. September 2008

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Autor: Nicole
Im Altertum wurde Sauerampfer verwendet, um die Fettverdauung anzuregen, das Mittelalter kannte ihn als Fiebermittel und in den Zeiten der großen Erkundungsreisen zu Schiff war das Wildkraut ein sicheres Mittel gegen Skorbut.
Das liegt am hohen Vitamin-C-Gehalt in der Pflanze. Da Sauerampfer aber reichlich Oxalsäure enthält, sollte er nicht in großen Mengen und nicht allzu oft gegessen werden. Nierenkranke und Rheuma-Geplagte müssen auf den Verzehr ganz verzichten. Auch Menschen mit zu wenig Eisen im Blut sollten keinen Ampfer verzehren: Er enthält zwar kleine Mengen Eisen, die Oxalsäure verhindert jedoch auch die Aufnahme dieses Stoffes aus der sonstigen Nahrung.

Nichtsdestotrotz erfreut sich das Wildkraut in der modernen Küche wieder größter Beliebtheit und wird intensiv verwendet. Da der Sauerampfer ja schon immer ein Bestandteil der [...mehr]
14. September 2008

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Autor: Nicole
Der Heilziest (Stachys officinalis) wird trotz seiner unterschiedlichen Wirkungen in der Phytotherapie selten verwendet und ist darum auch eher unbekannt.
Umso wichtiger ist es, auch scheinbar vergessene Heilkräuter, von denen es ja einige gibt, mehr zu beachten und zu schätzen.
Anwendungsgebiete des Heilziest sind vor allem Entzündungen. Ob nun in Form von Hautreizungen, Entzündungen in Gelenken (Gicht, Rheuma) oder im Mundraum (Ziest ist auch als “Zahnkraut” bekannt) – ein Tee aus dem Kraut der Pflanze kann lindern. Auch als Auflage bzw. Kompresse kann Ziest seine Wirkung als Entzündungshemmer entfalten. Darüber hinaus wirkt die Heilpflanze kräftigend, blutstillend und kann sogar bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall angewendet werden. Im Zusammenhang mit anderen Pflanzen lässt sich getrockneter Ziest außerdem sehr gut zu einem Erkältungstee verarbeiten. Grund dafür ist die schleimlösende Wirkung der Pflanze, die beispielsweise bei zähem Husten und Schnupfen zum Einsatz kommen kann.

Heilziest enthält Bitter- und Gerbstoffe und hat somit auch eine Wirkung auf den Stoffwechsel. Er wird von Juli bis August gesammelt und schnellstmöglich getrocknet oder frisch verbraucht. [...mehr]
11. September 2008

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