Mit Glechoma hederacea wurden Hexen sichtbar gemacht
Wobei wir wieder beim Aberglauben und der Mystik wären, die sich um Heilpflanzen rankten. Der Volksglaube ließ die Menschen in der Walpurgisnacht Haarkränze aus Gundermann winden, damit sie Hexen leichter erkannten. Tatsächlich war die Pflanzenheilkunde in alten Zeiten eine Frauensache, die Einfluss nahm.
Wusste man mit Kräutern umzugehen und gelang es mit Diesen dann auch Gebrechen zu lindern, gar zu heilen, dann machte man den kirchlichen Institutionen Konkurrenz.
Die wohl bekannteste Frau des Mittelalters, Hildegard von Bingen, machte sich ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse um die Natur zunutze, um im Namen der Kirche an Kranken Gutes zu tun.
Voll des Lobes war sie über die Gundelrebe, auch Gundermann genannt. “Die Gundelrebe ist warm und trocken und sie hat gewisse Kräfte von Gewürzen, weil ihre Grünkraft so angenehm und nützlich ist….” schrieb sie in “Causae et curae“. Bei der von mir empfohlenen, mittelalterlichen Kräuter-Paste für den Festtags-Braten kommt die Gundelrebe als wohlschmeckende Feinschmecker-Ingrediens vor. Lecker!
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