Autor: Nicole
Der dritte und letzte Teil der Serie “Bau einer Kräuterspirale” befasst sich nun mit dem wichtigen Punkt der Bepflanzung.
Wie in den vorangegangene Beiträgen schon erwähnt wurde, hat die Spirale vier Bereiche, die unterschiedliche Feuchtigkeits- und Nährstoffbedingungen erfüllen. Die Kräuter muss man nun den einzelnen Ebenen zuordnen. Grundsätzlich eignen sich nur Pflanzen, die einerseits nicht aggressiv das Erdreich verwurzeln (einige Minzearten, Estragon, Wermut) und andererseits nicht zu hoch wachsen, damit sie nicht zu ungewollten Schattenspendern werden (Beinwell, Alant, Liebstöckel). Wer nicht ständig ein- und umpflanzen möchte, benutzt zudem winterharte mehrjährige Kräuter, das ist aber eher eine Frage der Bequemlichkeit und letztendlich auch des persönlichen Geschmacks.

Ganz unten, im Wasserbereich, fühlen sich Brunnenkresse, Kalmus, Bachbunge, Pfefferminze und Wasserminze wohl. Die beiden Minzsorten können in einem Tontopf, den man einfach als unterirdischen Behälter benutzt, vom starken Verwurzeln abgehalten werden.
Im Feuchtgebiet wachsen
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4. April 2008

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Autor: Nicole
Wer eine Kräuterspirale besitzen möchte, muss sie selbst bauen. Das ist im Grunde nicht schwierig. Der Erfinder der “Kräuterschnecke”, wie das Hochbeet auch genannt wird, soll damit nur einige Stunden verbracht haben.
Zunächst muss man den richtigen Standort für das neue Gartenkunstwerk finden. Dieser sollte eine Grundfläche von bis zu drei Quadratmetern haben und außerdem sonnig, windgeschützt und gut erreichbar sein. Um die Klimazonen entstehen zu lassen, muss man nun Süden suchen, denn hier entsteht später ein kleiner Teich. Die fertige Kräuterspirale wird einen Durchmesser von etwa 3 Metern und eine Höhe von etwa 1,5 Metern besitzen. Um diese Höhe zu erreichen, muss ein stabilisierender “Kern” her. Dieses Stützgerüst erhält man, indem man einen Haufen aus Steinen oder Schutt errichtet. Damit ist auch der endgültige Standort festgelegt.
Im nächsten Schritt wird der Teich angelegt. Entweder mit Folie oder Plastik, das Material spielt keine so große Rolle. Wichtig für die Entwicklung der Klimazonen ist nur, dass er etwa 60 bis 80 Zentimeter tief ist und durch Jutestreifen oder Wurzelgeflecht in der Erde eine Verbindung zur Spirale herstellt. Das Grundmaterial wird mit Natursteinen dekorativ abgedeckt. einige Steine können aus dem Wasser herausragen, da sie einerseits als Wärmespeicher, andererseits als Landeplatz für Vögel dienen.
Im nächsten Schritt kann man sich dem Bau der eigentlichen Spirale widmen. Dafür eignen sich Natursteine besonders gut. Wer keine hat, benutzt Ziegelsteine oder ähnliches. Die Methode entspricht dem Bau einer Trockenmauer. Stück für Stück werden die einzelnen Etagen im Abstand von 50 bis 70 Zentimetern aufgebaut. Ist eine Ebene fertig, wird sie mit Erde befüllt. Auf dieser Grundlage windet man die Steinmauer schneckenförmig nach oben. Jede der vier Schichten benötigt unterschiedliche Nährstoffe: Ganz unten im Feuchtbereich werden viele Nährstoffe benötigt. Hier setzt man Kompost ein. Nach oben hin verringert sich das Verhältnis nährstoffreicher Erde zugunsten eines erhöhten Sandanteils. Das ergibt ganz oben einen sehr mageren Boden, der sich für alle mediterranen Kräuter eignet.
Nun ist die Kräuterspirale fertig und sollte zunächst in diesem Grundzustand bleiben, damit sich die Erdschichten akklimatisieren und setzen können. Das kann einige Wochen dauern, in denen man sich Gedanke über die Bepflanzung macht.
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3. April 2008

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Autor: Nicole
Schon seit Jahren blicke ich immer wieder halb fasziniert, halb neidisch in fremde Gärten, die etwa haben, das auf keine Balkon einer Mietwohnung passt: Eine Kräuterspirale.
Sollte ich jemals einen Garten mein Eigen nennen, ist die erste “Amtshandlung” der Bau einer solchen Spirale. Die besondere Anordnung der Kräuter in einer Art Turm ist nicht nur der Hingucker, sondern auch noch unglaublich praktisch. Der Aufbau hat nämlich nicht nur optisch Sinn. Durch die unterschiedlichen Ebenen und die runde Form entstehen mehrere Klimazonen. Halbschatten, Schatten und Sonne, sowie verschiedene Grade der Bodenfeuchtigkeit bilden sich praktisch allein durch die Bauweise.
Eine Kräuterspirale legt man entweder im Frühjahr oder im Herbst an. Beide Jahreszeiten haben Vor- und Nachteile. Wählt man den Herbst, können vorerst nur winterharte Pflanzen gesetzt werden, dafür kann man dann im Frühjahr beobachten, wie die Spirale langsam ergrünt. Da aber jetzt der Frühling vor der Tür steht, können Ungeduldige auch sofort mit dem Bau beginnen. Die ersten Kräuter werden nach dem letzten Frost eingesetzt.

Zu jeder fachmännisch gebauten Kräuterspirale gehört ein kleiner Teich. An diesem Punkt kommen wir erneut zu den bereits erwähnten Klimazonen zurück, denn der Teich hat nicht nur die Aufgabe, schön vor sich hinzuplätschern, sondern bildet die erste Zone der Spirale. Man nennt diesen Bereich den “Wasserbereich”. Er ist nach Süden ausgerichtet, reflektiert Licht auf die Spirale und reguliert die Luft- und Bodenfeuchtigkeit. Die zweite Zone heißt “Feuchtbereich”. Er zeichnet sich aufgrund seiner Nachbarschaft zum Wasserbereich durch besonders feuchten Boden aus. Der Normalbereich bildet die nächste Schicht. Ganz zum Schluss folgt der Trockenbereich, der die Spitze der Kräuterspirale bildet und aus sandigem und kalkigen Boden besteht. Jedes Kraut erhält aufgrund seiner Vorlieben einen Platz in einer der vier Zonen.
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1. April 2008

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