» Kräutertee

Autor: Nicole

Kräuter haben viele heilende Eigenschaften. Sehr häufig werden Tees zur medizinischen Anwendung verabreicht. Man denke nur an Salbeitee gegen Entzündungen, oder Fencheltee gegen Magen-Darm-Probleme. Der hier vorgestellte Aufguss gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus und ist zudem sehr simpel in der Zubereitung.

Tee

Zu einseitige Ernährung, vor allem mit einem Übermaß an Zucker, tierischen Eiweißen, Weißmehl und Kaffee. All das übersäuert den Körper auf Dauer. Wenn dazu noch Stress, Bewegungsmangel, Alkohol und Nikotin kommen, verschiebt sich der Säure-Basen-Haushalt des Körpers sehr stark. Die Folgen können unter anderem Haarausfall, Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Müdigkeit und fehlender Antrieb sein.

Teestrauch

Um die Gesundheit langfristig zu schützen sollte man auf das Gleichgewicht von Säuren und Basen in der Ernährung achten und zum Beispiel frisches Obst und Gemüse vorziehen, weil es sehr basenhaltig ist. Unterstützend können aber auch Kräuter helfen. Genauer gesagt ein Tee aus drei Komponenten, den man in der Apotheke mischen lassen oder, wenn der eigene Kräutergarten es hergibt, auch selbst ernten und zusammenstellen kann. Dafür benötigt man Löwenzahn, Brennnessel und Lindenblüten zu gleichen Teilen. Die Mischung ist sehr ergiebig, denn nur ein Teelöffel auf einen Liter Wasser genügt. Da man am Tag ja mindestens zwei Liter trinken sollte, ersetzt man diesen relativ geschmacksneutralen Tee einfach durch die gewohnte Menge Wasser. Das lässt sich morgens wunderbar vorbereiten, sodass der Tee über den Tag verteilt getrunken werden kann.

Säure-Basen-Tee



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Autor: Nicole

Fenchel (Foeniculum vulgare) ist mein absolutes Lieblingskraut, wenn es um Tee geht. Oft stehe ich mit meiner Meinung aber alleine da, denn viele Menschen erinnert Fencheltee an ihre Kindheit. Leider sind das oft keine guten Erinnerungen. Ich frage mich woran das liegen kann. Vermutlich entstehen die Phobien durch eine Überdosis an Tee, die die lieben Kleinen verabreicht bekommen.

Die gelben Blüten sind sehr dekorativ. © vol-au-vent/FlickrIn der Tat, der Tee ist vor allem bei Müttern mit Babys sehr beliebt. Das Gewächs aus der Familie der Doldenblütler hat nämlich umfangreiche Heilwirkungen. Darunter, als herausragender Effekt, die Wirkung auf den Verdauungstrakt. So hilft Fencheltee, besonders auch in Kombination mit Anis und Kümmel, gegen Koliken bei Säuglingen. Aber auch die Erwachsenen schwören auf das Kraut, das ursprünglich aus Südeuropa kommt und als winterharte, mehrjährige Pflanze mittlerweile den ganzen Kontinent bevölkert. Neben derFenchel im Kräuterarrangement. © *Susie*/Flickr Anwendung bei Blähungen hilft Fenchel auch gegen Wechseljahrsbeschwerden und ist somit ein sehr guter Begleiter des Rotklees. Eng damit verbunden ist auch die Wirkung bei Menstruationsbeschwerden, bei denen auch die Taubnessel hilfreich sein kann. Der Unterschied zu dem Wildkraut ist jedoch, dass Foeniculum vulgare die Menstruation fördert, während die Nessel die Beschwerden lindert. Kinder dürften das Doldengewächs auch noch in einer anderen Variante kennen: als Fenchelhonig. Diese Mixtur hilft, dank der versetzten ätherischen Öle, sehr gut gegen Husten und Infektionen der oberen Atemwege.

Die Knolle. Es soll Menschen geben, die sie gern essen. ;) © C.Zwerg/FlickrVerwendung finden insgesamt alle Teile der Pflanze. Für den Einsatz als Tee werden aber nur Wurzeln und Samen eingesetzt, die im beginnenden Herbst geerntet werden. Die Knolle kann man als Gemüse essen, man muss es aber meiner Meinung nach nicht. Ich finde, Fenchelgemüse schmeckt wie Tee zum Kauen. Das ist selbst mir eine Nuance zu anislastig. Im Kräutergarten macht sich das Kraut trotzdem ganz gut. Die gelben Blüten sehen ganz hübsch aus und setzen, neben Ysop und Lavendel, schöne Farbtupfer. Die Samen, auf die einige Menschen stark allergisch reagieren, dienen sogar der Schönheit: Als Peeling sollen sie die Haut zum Strahlen bringen. Wer den selbstgezogenen Fenchel lagern möchte, kann ihn trocknen. Vor allem für die Herstellung von Tee ist diese Methode die beste. Zum Würzen kann man ihn aber auch einfrieren. Fenchel ist manchma Bestandteil der Mischung “Kräuter der Provençe”.



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Autor: Nicole

Die “Monarda didyma” kommt ursprünglich aus Nordamerika. Schon die amerikanischen Ureinwohner, genauer gesagt die “Oswego-Indianer”, kannten die Pflanze und bereiteten einen schmackhaften Tee zu. Dieser Umstand sollte in die Geschichte eingehen.

Goldmelisse © FlickrDie “Boston Tea Party” am 16.12. 1773 verhalf der Goldmelisse ein Stück weit zu Berühmtheit. Die amerikanischen Kolonien boykottierten den englischen Tee aufgrund hoher Steuern und Importzölle. Später wiegelte sich dieser Konflikt weiter auf. Die Folge war der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Um nicht auf Tee verzichten zu müssen, nahmen die Kolonialbürger einen Brauch der Ureinwohner an: sie bereiteten sich Tee aus den Blüten der Goldmelisse. Noch heute ist der Tee beliebt.

Deswegen und wegen der ausgesprochen dekorativen Wirkung der Pflanze, komplettiert sie einen gut bestückten Küchengarten. Das Kraut steht gern in der Sonne, auf einem fruchtbarem Boden. Blätter und Blüten eignen sich zum Trocknen. Die Blühte erfolgt in der Sommermitte über mehrere Wochen, wobei die Farben von Weiß bis in vielfältige Pink- und Rottöne reichen. Außer für Tee kann man die Blüten zur Herstellung eines Erfrischungsgetränks (wie aus Holunderblüten) und als Dekoration für Suppen und Salate verwenden. Ein Kräutergelee mit Goldmelisse sieht nicht nur hervorragend aus, sondern schmeckt auch gut. Besonders wenn man andere Kräuter, wie die Zitronenmelisse oder den Ysop, hinzufügt. Die enthaltenen ätherischen Öle der winterharten Mehrjährigen entsprechen in ihrer Zusammensetzung denen, die man in Thymian findet. Darum kann man die “Monarda didyma” auch für die selben Beschwerden einsetzen. Ihre Wirkung ist in jedem Fall weniger stark.



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Autor: Nicole

Die Zitronenmelisse sollte Bestandteil jedes guten Kräutergartens sein. Neben ihrer heilenden Wirkung eignet sie sich sehr gut für die Zubereitung schmackhafter Tees und natürlich zum Kochen.

Die Zitronenmelisse  © FlickrDie winterharte, mehrjährige “Melissa officinalis” kommt ursprünglich aus Südeuropa, Nordafrika und dem asiatischen Raum. Heute ist sie auf der ganzen Welt beheimatet. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht eine Höhe von 60 Zentimeter. Sie blüht zur Sommermitte hin. Die Blätter haben eines ganz besonderes Aroma das, wie der Name schon verrät, an Zitronen erinnert. Auch eine süße Note, wie beim Honig, ist wahrnehmbar. In unseren Breitengraden, wo die Sommer nicht allzu heiß sind, kann man sie in die volle Sonne stellen. Die Lagerung ist unkompliziert: Ebenso wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Fenchel, Koriander und Kerbel kann man sie einfach in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren. An heißen Tagen gibt man die Würfel dann einfach in ein kaltes Getränk. In der Küche finden sich aber noch weitere Verwendungsmöglichkeiten: Als feine Note in Salaten, Kräuterhonig und -gelees, aber auch in Fischgerichten.

Anders, als andere Vertreter der Minzen, wie zum Beispiel die Katzenminze, bevölkert die Zitronenmelisse nicht sofort den ganzen Garten. Darum kann man sie relativ problemlos in ein Beet pflanzen. Die Blätter kann man jederzeit ernten. Dazu schneidet man einfach einzelne Triebe bis zur nächsten Verästelung ab. Für größere Mengen sollte man den Zeitpunkt vor der Blühte wählen.

Zitronenmelisse in der Heilkunde
Die ätherischen Öle der Zitronenmelisse eignen sich für eine Aromatherapie. Ein Tee aus einem Gramm frischer Blätter pro Tasse kann, zweimal am Tag getrunken, gegen Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Fieber und Magenschmerzen seine Kräfte entfalten. Ferner wirkt die Pflanze bei leichten psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen, Unruhe, Nervosität, leichter Reizbarkeit und Schlafstörungen. Gegen Migräne können Kompressen aus Zitronenmelisse eingesetzt werden. Prellungen wirkt man mit Umschlägen entgegen und auch Bäder mit dem Kraut haben sich bei den beschriebenen Beschwerden bewährt. Dafür macht man einen Aufguss von zwei Händen voll frischer Blätter, den man ungefähr zehn bis 15 Minuten ziehen lässt, bevor man ihn in das Badewasser gibt.



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Autor: Nicole

Zu den eher wenig bekannten Kräutersorten gehört der “Hysoppus officinalis”, der Ysop oder im Volksmund “Essigkraut”. Er findet schon in der Bibel Erwähnung und auch die mittelalterliche Nonne Hildegard von Bingen kannte seine heilende Wirkung.

Ysop ist ein mehrjähriger, winterharter Halbstrauch und gehört in die Familie der Lippenblüter. Seine äußerst dekorativen Blüten erscheinen von der Sommermitte bis in den Frühherbst hinein in stängellos angeordneten Scheinähren. Er wird bis zu 90 Zentimeter hoch und besitzt ein stark minzeartiges Aroma, das auch etwas in die Richtung von Salbei und Rosmarin geht und bei zu gut gemeinter Verwendung in Saucen, Suppen Quark, zu Gemüse, Obst und in Salaten leicht bitter schmecken kann. Darum sollte man eher spärlich mit dem Kraut würzen. In Kräutersträußen und Potpourris entfaltet Ysop seine dekorative Seite besonders gut.

Ysop © FlickrDie Pflanze bevorzugt kalkigen und sandigen Boden, der gut durchlässig ist. Am besten stellt man Ysop in die Sonne, Halbschatten wird aber ebenso toleriert. Sein Wasserbedarf ist mäßig. Nach dem Gießen sollte man vor einer erneuten Wässerung die oberste Bodenschicht zwei bis drei Zentimeter austrocknen lassen. Da die Pflanze Honig einen besonders delikaten Geschmack verleiht, pflanzen viele Imker ihn in die Nähe ihres Bienenstocks. Die Ernte sollte morgens erfolgen, nachdem der Tau getrocknet ist. Die Blüten erntet man, wenn sie noch nicht ganz geöffnet sind. Wird das Kraut sofort verwendet, kann es bis zum Verbrauch in einer Vase stehen. Die Absicht, es länger zu lagern, erfordert die Trocknung ganzer Sträuße.

Seine heilende Wirkung entfaltet das Kraut in Tees. Hierzu wird die gesamte blühende Pflanze geerntet. Die Inhaltsstoffe helfen bei Asthma bronchiale und anderen Krankheiten, die oberen Atemwege betreffend. Außerdem hat Ysop eine stark harntreibende Wirkung und hilft gegen Rheuma, Wassersucht und Nierensteinen, ist zudem schweiß- und entzündungshemmend und fördert, wie auch Estragon, die Monatsblutung. Bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen hilft der Tee ebenso. Für die Zubereitung eines Aufguss benutzt man einen Teelöffel des getrockneten Krauts für eine Tasse.



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Autor: Kräuterhexe

Die heilende Wirkung von Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) ist den Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt. Er beruhigt Körper und Seele. Das duftende Kraut lindert viele Beschwerden und fördert durch seine antiseptische (keimtötende) Wirkung die Wundheilung.

Für den intensiven Duft sind die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wie Kampfer und Lamiaceen-Gerbstoffe (Rosmarinsäure, Cumarine, Flavonoide) verantwortlich. Diese stecken vor allem in den Blüten, wo die heilenden Kräfte der Pflanze verborgen sind.

Allseits bekannt ist das Lavendelöl, das aus der Hausapotheke kaum noch wegzudenken ist. Lavendel eignet sich sowohl zur äußeren als auch zur inneren Anwendung. Äußerlich fördert das Öl die Durchblutung und hilft gegen Muskelkater und Verspannungen. Innerlich hilft es bei Unruhe und Schlafstörungen sowie bei der Behandlung von Reizdarm oder nervösen Darmbeschwerden. Ein Lavendelsäckchen über dem Bett oder ein Tropfen konzentriertes Lavendelöl auf dem Kopfkissen geträufelt helfen bei Einschlafstörungen. Lavendel wird auch bei nervösen Herzleiden, Asthma und Nervosität eingesetzt, aber auch bei Gallenleiden, Magenerkrankungen, Depressionen, Migräne und Kopfschmerzen.

Als Tee löst Lavendel Verkrampfungen und Blähungen, beruhigt den Darm oder Reizmagen und macht angenehm müde. Er hat eine beruhige Wirkung auf Seele und Körper.

Lavendel lässt sich im lateinischem auf „lavare“ zurückführen und bedeutet „waschen“. Deshalb wird es gern als Zusatz für Wasch- und Badewasser benutzt. Sehr beruhigend ist ein Lavendelbad. Der Körper entspannt sich und der Kreislauf und die Durchblutung werden angeregt. Dies ist besonders gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet. Die im Lavendel enthaltenen Gerbstoffe beugen außerdem Hautproblemen vor und fördern deren Heilung.

Lavendel



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Autor: Kräuterhexe

Salbei (Salvia) stammt vom lateinischen Wört „salvare“ und bedeutet „heilen“. Das deutet bereits auf die heilende Kraft der Pflanze hin. Einerseits ist es als Küchengewürz bekannt und andererseits aus der medizinischen Welt als Heilkraut nicht mehr wegzudenken. Salbei ist weltweit verbreitet und umfasst mehr als 920 Arten.

Die Arzneimittelkunde nutzt dabei die besondere Kombination an ätherischen Ölen, die desinfizierend (antibakteriell) und antiseptisch (keimtötend) wirkt. Aus diesem Grund wurden früher die Krankenzimmer auch mit getrockneten Salbeiblättern ausgeräuchert, dabei entsteht ein Marihuana ähnlicher Duft. Als Kräutertee hilft er gegen Halsschmerzen und -entzündungen, Magen- und Darmschmerzen können ebenfalls gelindert werden.

Salbei hat außerdem eine schweißhemmende Wirkung. Mit Salbeitee im Fußbad hilft er gegen Schweißfüsse, wirkt gegen die Geruchsbildung und unterstützt auch bei übermäßigem Schwitzen – das gerade Frauen in den Wechseljahren betrifft – schafft er Linderung.

Neben den ätherischen Ölen enthält Salbei auch Gerbstoffe, die eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung haben. Sie wirken besonders auf die Schleimhäute, hemmen dort Entzündungen und machen sie widerstandsfähig gegen erneuten Befall von Krankheitserregern. Deshalb wird Salbei oft zum Gurgeln eingesetzt. Weiterhin regen die im Salbei enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung an und machen uns so schwer verdauliche Speisen bekömmlicher.

Aufgrund des hohen Anteils an Kalzium ist Salbei ein gesunder Helfer für das Funktionieren der Muskulatur, auch des Herzmuskels, ist hilfreich gegen Osteoporose, wirkt stoffwechselfördernd und hilft bei Gelenkschmerzen die Ablagerungen zu lösen.

In Deutschland ist vor allem der Wiesensalbei verbreitet, der allerdings kaum ätherische Öle enthält und daher in der Medizin nicht verwendet wird.

Salbei



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