Autor: Nicole
Der Zitronenstrauch dient nicht nur der Kräuterküche sondern ist ein natürlicher Duftspender. Diesen Vorteil hat auch die Kosmetikindustrie erkannt, die die Pflanze in Seifen und Badezusätzen verwendet.
Der mehrjährige Aloysia triphylla kommt ursprünglich aus Südamerika. Von dort gelangte die Pflanze im 18. Jahrhundert in die Welt. Besonders für Anfänger eignet sich das pflegeleichte Nutzkraut, denn ein wenig Wasser und ein sonniger bis halbschattiger Platz reichen ihm völlig. Weil der Zitronenstrauch ein Grenzfall ist, was die Winterhärte betrifft, sollte er im Topf gezogen und im Haus überwintert werden. Die Ernte der Blätter kann erfolgen, sobald die Pflanze etwa 20 Zentimeter hoch ist. Zur Aufbewahrung eignet sich die Trocknung, aber auch das Einfrieren.
Verwendung
In der Küche ist der Zitronenstrauch vielseitig verwendbar. Als Zugabe zu kalten Getränken macht er sich ebenso gut, wie in Soßen, Dressings, Gelee und Tee. Wer das zitronige Aroma mag, kann seinen Tee zum Beispiel aus Zitronenmelisse oder Goldmelisse und den Blättern des Zitronenstrauchs kochen. In Frankreich kennt man den Tee aus der Zitronenverbene, wie die Pflanze auch genannt wird, als beruhigendes Getränk vor der Nachtruhe. Auch Öle lassen sich wunderbar herstellen. Man sollte nur darauf achten, ein leichtes Öl (z.B. Distel) zu verwenden. Wie Lavendel kann man das Kraut auch als natürliches Duftmittel verwenden. Dafür einfach kleine Säckchen mit den Blättern füllen und in Schrank und Truhen unter die Wäsche legen. Für die Raumbeduftung lässt sich ein Potpourri daraus herstellen.
Medizinische Wirkung
Zitronenverbene wirkt leicht beruhigend, hat aber auch einen Effekt auf das Verdauungssystem. Wie Fenchel kann ein Tee aus dem Strauch gegen Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit und Verstopfung eingesetzt werden. Prostatabeschwerden gehören ebenso in den Wirkungskreis und auch bei grippalen Effekten hat sich die Pflanze bewährt. [...mehr]
14. März 2008

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Autor: Nicole
Der Chinesische Schnittlauch ist auch unter den Namen Knolau oder Schnittknoblauch bekannt. Letzterer verrät seine aromatische Ähnlichkeit mit der herkömmlichen Knoblauchknolle.
Wie Zwiebel, Gemeiner Schnittlauch, Bärlauch und Knoblauch gehört auch der Chinesische Schnittlauch zu den Allium-Gewächsen. Sein lateinischer Name ist Allium tuberosum. Ursprünglich stammt das Gewürzkraut aus China, wo es in höheren Regionen wild wächst. Mittlerweile hat es sich im ganzen asiatischen Raum verbreitet und wird weltweit kultiviert.

Im normalen Supermarkt konnte ich das Gewürz bisher noch nicht entdecken, dafür führt ihn jedes gut sortierte asiatische Geschäft. Der Chinesische Schnittlauch ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 60 Zentimeter hoch werden kann und, ähnlich wie Schafgarbe und Baldrian, doldige Blütenstände ausbildet. Die weißen Blüten kann man im Sommer von Juli bis September bewundern. Sie sind, genau wie die Wurzeln auch, essbar. Meistens werden jedoch die flachen, grünen Blätter roh in vielen asiatischen Gerichten, Salaten und Dips verwendet. Auch als Brotzutat lässt sich der Schnittknoblauch sehr gut einsetzen. Vor allem, wenn man den Geschmack des herkömmlichen Knoblauchs mag, aber nicht danach riechen möchte. In der Heilkunde hat der Chinesische Schnittlauch vor allem Bedeutung als antibakterielle Pflanze. Man vermutet aber auch, dass die Blätter Stoffe enthalten, die eine Antitumorwirkung haben.
Wer den Chinesischen Schnittlauch kennen lernen möchte, kann folgendes Rezept probieren: [...mehr]
25. Februar 2008

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Autor: Nicole
Die Gartenkresse ist eines meiner Lieblingskräuter, weil sie sagenhaft schnell wächst und ein ganz besonderes Aroma hat.
Kresse gehört zu den Kreuzblütlern und stammt vermutlich aus West-oder Zentralasien.
Das vielfältige Gewürz kann auf Küchenpapier ausgesät werden und ist schon nach einer Woche bereit für den Verzehr. Man muss nur darauf achten, die Samen vorher einige Stunden einzuweichen.

Im Garten angebaut kann “Lepidium sativum” Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern erreichen und sogar Blüten und Schoten bilden. Die Verwendung der Keimlinge ist jedoch verbreiteter. Man kann sie auf Brot essen, wobei der scharfe, senfähnliche Geschmack am besten zur Geltung kommt. Aber auch in Soßen und Dips kann man Kresse sehr gut verarbeiten. Neben dem Geschmack hat das Kraut noch mehr zu bieten. Mit einem sehr hohen Gehalt an Vitamin C und B, sowie Eisen, Folsäure und Kalzium ist die Pflanze ideal, um den Nährstoffgehalt der Nahrung im Winter zu vervollständigen. Denn gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn das Kräuterangebot nachlässt, müssen wir verstärkt auf hochwertige Nahrungsmittel achten. Darüber hinaus regt Kresse, ähnlich wie Bitterstoffe, Stoffwechsel und Appetit an und wirkt bei Beschwerden der oberen Atemwege (besonders Husten und Asthma) lindernd und weist damit Ähnlichkeiten mit Fenchel und Ysop auf. In der Stillzeit kann das vielfältige Kraut sogar die Bildung von Milch anregen. Wer auf die Keimlinge nicht eine Woche warten will, kann zur Überbrückung mittlerweile fertig gezogene Kresse kaufen. [...mehr]
13. Februar 2008

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Autor: Nicole
Nach aktuellen Berichten von Fruchtportal.de könnte dem internationalen Markt bald ein Mangel an Kräutern bevorstehen. Schuld ist das Wetter.
Die Berichte beziehen sich auf Agrexco, einen der größten Importeure von frischen Agrarerzeugnissen. In Deutschland kennt man die Firma unter anderem durch die Marken Carmel und Jaffa. Aufgrund der frostigen Klimaverhältnisse im Produktionsland Israel ist ein sehr großer Bestand der vorgesehenen Ernte zerstört worden, so das Portal. Besonders betroffen ist Koriander, von dem voraussichtlich nur die Hälfte der geplanten Menge geliefert werden könne. Der beliebte Dill sei sogar ganz zerstört und bei Petersilie und Schnittlauch sieht es scheinbar nicht besser aus. Da die Temperaturen weiter im Frostbereich bleiben, verlangsamt sich natürlich auch die Ernte der zukünftigen Erträge. Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Die Sorten Rosmarin und Thymian überstehen die Fröste scheinbar. Beide Sorten gehören zu den winterharten, auch wenn Rosmarin ein Grenzfall ist. Minze wird ebenfalls weiter geliefert werden können. [...mehr]
7. Februar 2008

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Autor: Nicole
Bohnenkraut ist in zwei Varianten erhältlich: Da gibt es einmal das Gemeine Bohnenkraut (Satureja hortensis) und das Winterbohnenkraut (Satureja montana). Worin sich die beiden am meisten unterscheiden ist, der Name lässt es schon vermuten, die Winterhärte.
Das Winterbohnenkraut ist ein mehrjähriger, meist immergrüner (weil winterharter) Halbstrauch. Im Gegenteil dazu ist das Gemeine Bohnenkraut etwas zarter und nur eine einjährige Pflanze, die den Winter draußen nicht übersteht. Wenn man sich einen Küchengarten im Freien anlegt, sollte man deshalb auf die winterharte Sorte zurückgreifen.
Das Bohnenkraut an sich bevorzugt, unabhängig von der Sorte, einen Boden, der mäßig feucht und gut durchlässig ist. Am besten ist ein Standort in der prallen Sonne. Wie die meisten Kräuter erntet man auch dieses am besten am Morgen. Für größere Mengen zur Lagerung schneidet man ganze Stängel ab. Man kann das Bohnenkraut, so habe ich es zumindest gelesen, trocknen. Aber als Frischefanatiker bin ich eher dafür, es einzufrieren, weil mein Empfinden mir sagt, dass dies die ätherischen Öle besser schützt, als die Trocknung. Bohnenkraut wird, man kann es sich vielleicht denken, zu Hülsenfrüchten gegeben. Es soll einen positiven Einfluss auf die Verdauung haben. Das Winterbohnenkraut passt aufgrund seines starken Aromas, das oft als pfeffrig beschrieben wird, gut zu Meeresfrüchten. Auch für Essig eignet es sich. Meine eigenen Erfahrungen mit dieser Pflanze sind noch nicht besonders weitreichend. Ich habe mir letztes Jahr Bohnenkraut auf den Balkon gepflanzt, weil ich es sehr dekorativ fand. Die silberfarbenen Blätter meiner Pflanze sind etwas pelzig. Für mein Empfinden riecht es nicht besonders gut. Mich würde interessieren, ob das der typische Duft des Krautes ist, denn ich habe auch immer wieder gelesen, dass es an sich sehr gut riecht. Vielleicht weiß ja jemand, um welche Variante es sich bei meiner Balkonpflanze handeln könnte.

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27. Januar 2008

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Autor: Nicole
Die Zitronenmelisse sollte Bestandteil jedes guten Kräutergartens sein. Neben ihrer heilenden Wirkung eignet sie sich sehr gut für die Zubereitung schmackhafter Tees und natürlich zum Kochen.
Die winterharte, mehrjährige “Melissa officinalis” kommt ursprünglich aus Südeuropa, Nordafrika und dem asiatischen Raum. Heute ist sie auf der ganzen Welt beheimatet. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht eine Höhe von 60 Zentimeter. Sie blüht zur Sommermitte hin. Die Blätter haben eines ganz besonderes Aroma das, wie der Name schon verrät, an Zitronen erinnert. Auch eine süße Note, wie beim Honig, ist wahrnehmbar. In unseren Breitengraden, wo die Sommer nicht allzu heiß sind, kann man sie in die volle Sonne stellen. Die Lagerung ist unkompliziert: Ebenso wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Fenchel, Koriander und Kerbel kann man sie einfach in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren. An heißen Tagen gibt man die Würfel dann einfach in ein kaltes Getränk. In der Küche finden sich aber noch weitere Verwendungsmöglichkeiten: Als feine Note in Salaten, Kräuterhonig und -gelees, aber auch in Fischgerichten.
Anders, als andere Vertreter der Minzen, wie zum Beispiel die Katzenminze, bevölkert die Zitronenmelisse nicht sofort den ganzen Garten. Darum kann man sie relativ problemlos in ein Beet pflanzen. Die Blätter kann man jederzeit ernten. Dazu schneidet man einfach einzelne Triebe bis zur nächsten Verästelung ab. Für größere Mengen sollte man den Zeitpunkt vor der Blühte wählen.
Zitronenmelisse in der Heilkunde
Die ätherischen Öle der Zitronenmelisse eignen sich für eine Aromatherapie. Ein Tee aus einem Gramm frischer Blätter pro Tasse kann, zweimal am Tag getrunken, gegen Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Fieber und Magenschmerzen seine Kräfte entfalten. Ferner wirkt die Pflanze bei leichten psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen, Unruhe, Nervosität, leichter Reizbarkeit und Schlafstörungen. Gegen Migräne können Kompressen aus Zitronenmelisse eingesetzt werden. Prellungen wirkt man mit Umschlägen entgegen und auch Bäder mit dem Kraut haben sich bei den beschriebenen Beschwerden bewährt. Dafür macht man einen Aufguss von zwei Händen voll frischer Blätter, den man ungefähr zehn bis 15 Minuten ziehen lässt, bevor man ihn in das Badewasser gibt. [...mehr]
22. Januar 2008

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Autor: Nicole
Der Kerbel ist ein Küchenkraut, das in seinen Eigenschaften der Petersilie sehr ähnlich ist.
Seine fiedrigen Blätter erinnern hingegen stark an das Kraut der Mohrrüben.
Der einjährige, winterharte Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) gehört zur Familie der Doldenblütler und erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern. Im Kräutergarten ist er recht einfach zu pflegen, sollte aber eher im Halbschatten stehen. Um eine ertragreichere Ernte zu sichern, sollten die Blühten entfernt werden. Diese sind weiß, besonders klein und bilden sich schon im Frühsommer in Dolden heraus. Eine zeitversetzte Aussaat über die gesamte Saison wird darum empfohlen. Das Aroma des Kerbels siedelt sich irgendwo zwischen einem Anisgeschmack und der Petersilie an. Darum verwendet man ihn allgemein auch für alle Gerichte, an die man auch Petersilie tun würde. Die milde Nuance eignet sich für Brote, Salate, Suppen und Gemüse. Allem voran für Gerichte mit Kartoffeln. Auch Öl, mit Kerbel versetzt, kann sehr delikat sein. Am besten eignet sich ein fruchtiges Olivenöl. In der mediterranen Küche hat das Gewürz in der Mischung “Kräuter der Provençe” seinen festen Stellenwert.
Möchte man den Gartenkerbel lagern, empfiehlt es sich, ihn in kleinen Portionen einzufrieren. Zum Trocknen eignet er sich nicht unbedingt. Die enthaltenen ätherischen Öle sind sehr empfindlich und sollten nicht zu lange erhitzt oder gar mitgekocht werden. Als Heilkraut ist der Kerbel eher unbekannt, obwohl er auch in seinen medizinischen Wirkungen denen der Petersilie sehr nahe kommt. Da er die Verdauung fördert und harntreibend ist, zudem Zink enthält und tonisierend wirkt, ist er eine gesunde Beigabe zu jedem Gericht. [...mehr]
20. Januar 2008

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Autor: Nicole
Estragon ist nicht nur wichtiger Bestandteil von Kräutermischungen, sondern auch unverzichtbar in der berühmten Sauce Bearnaise oder in Kräuteressig und als besonderes Senfgewürz. Darüber hinaus kann er wunderbar in herzhaften Gelees und raffinierten Dressings verarbeitet werden und gibt Fisch und Geflügel eine mediterrane Geschmacksrichtung.
Der wissenschaftliche Name der Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört, ist “Artemisia dracunculus”. In Südeuropa wächst das mehrjährige Kraut, das mit dem Wermut verwandt ist, wild. Man unterscheidet zwei Sorten: der französische Estragon zeichnet sich durch seinen typischen Geschmack aus und wird somit als Würzkraut verwendet. Wenn man von Estragon spricht, meint man in der Regel diese Varietät. Daneben gibt es den russischen Estragon, der nicht über das anisartige, süßliche Aroma verfügt, dafür aber besonders winterhart (bis Minus Zehn Grad Celsius) ist und durch Samen vermehrt werden kann.
Die Ernte des Krauts erfolgt idealerweise kurz vor der ersten Blüte in der zweiten Sommerhälft, da zu diesem Zeitpunkt die ätherischen Öle sehr hoch konzentriert sind. Als Wintervorrat kann man den Estragon dann sehr gut lagern, indem man ihn in der Mikrowelle sanft trocknet und dann mit den Händen zerrebelt. Sein sehr starkes Aroma, das bei unvorsichtiger Verwendung Speisen sehr dominiert, erhält sich in diesem Zustand sehr gut. Noch besser kann sich der Geschmack erhalten, wenn man die Pflanze zerkleinert und in Öl, Butter oder pur einfriert.
Estragon in der Pflanzenheilkunde
In der medizinischen Welt intendiert ein besonderer Inhaltsstoff der Pflanze, das Estragol, einen Zwiespalt zwischen Schulmedizin und Pflanzenheilkundlern. Die konventionelle Medizin verwendet die Pflanze aufgrund dieses Stoffes nicht. In Tierversuchen fand man heraus, dass er krebserregend und erbgutschädigend wirkt. Pflanzenheilkundler verwenden das Kraut und seine Blüten hingegen aufgrund der enthaltenen Phytosterole bei “Frauenleiden”. So kann der Estragon verspätete Monatsblutungen auslösen (Vorsicht! Schwangere sollten ihn deshalb nicht verwenden!) und sich, ähnlich wie der Rotklee, positiv auf Wechseljahrsbeschwerden auswirken. Da die Pflanze auch stoffwechsel- und verdauungsfördernd wirkt, wird sie als Tee gegen Nierenleiden und Beschwerden in den Verdauungsorganen eingesetzt. [...mehr]
7. Januar 2008

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Autor: Nicole
Koriander ist exotisch und in der traditionellen deutschen Küche eher nur als Lebkuchengewürz anzutreffen.
Das Kraut gehört zur Familie der Doldenblütler und ist ein einjährig. Die Pflanze ist winterhart und wird 60 bis 90 cm hoch. Etwa drei bis vier Monate nach der Aussaat treibt Koriander weiße oder rosafarbene Blüten, die denen der Petersilie ähnlich sind. Deswegen und aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit zur glattblättrigen Sorte wird “Coriandrum sativum” auch “Chinesische” oder “Indische Petersilie” genannt. Im Küchengarten wird Koriander am besten von Anis begleitet, da beide Pflanzen sich sehr gut ergänzen und somit eine Begleitkultur zueinander darstellen.
Der “Echte Koriander” wird auf vielvältige Art und Weise verwendet. Seine ätherischen Öle, die aus den süß-würzig duftenden Samen gewonnen werden, finden Anwendung bei der Herstellung von Parfum. Außerdem haben die Inhaltsstoffe der Öle auch eine heilende Wirkung: bei Verdauungsbeschwerden und Krämpfen im Magen- und Darmtrakt wirken sie, ähnlich wie beispielsweise der Dill, lindernd.
Die Samen haben besonders im europäischen Raum Bedeutung als Gewürz. Sie werden vor allem in der Weihnachtsbäckerei verwendet. Aber auch als Zutat im Brotteig oder zur Herstellung von Likör eignen sie sich. Wenn man die Koriandersaat verwendet, sollte sie vorher in der Pfanne ohne Öl angeröstet werden, sonst können die Speisen eher einen bitteren Geschmack bekommen.
Die Blätter werden gern für die mexikanische und asiatische Küche verarbeitet. Sie haben einen ausgefallenen Geschmack, der für europäische Zungen oft etwas gewönungsbedürftig ist. Das Aroma ist scharf und etwas seifig. Deswegen sollte das Gewürz auch eher sparsam verwendet werden. Zu Tomatensoßen, Füllungen und Chutneys, Gerichten mit Hülsenfrüchten und in Currys (hier auch die Samen) passt Koriander sehr gut. Es lässt sich auch ein Kräuteressig oder -öl daraus herstellen, um beispielsweise Salate zu verfeinern. Die duftenden Samen machen sich außerdem sehr gut in selbstgemachten Potpourris. Koriander kann sehr gut im Eisfach gelagert werden. [...mehr]
18. Dezember 2007

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Autor: Nicole
Der Dill ist eine delikate Gewürzpflanze und wird in der Küche oft in Kombination mit Fisch oder Gemüse serviert. Doch der “Anethum graveolens” hat auch eine lange Geschichte als Heilpflanze zu verzeichnen.
Der Dill gehört zur Familie der Doldenblütler und kommt aus Zentralasien. Schon die Ägypter kannten den Dill und seine heilende Wirkung. Die römischen Gladiatoren rieben sich vor den Kämpfen mit Dill-Öl ein, da sie dem Kraut stärkende Kräfte zuschrieben. Auch in ihren Speisen und als Kranz für den Kopf fand das Gewürz deswegen Anwendung. Der volkstümliche Aberglaube hält viele Legenden rund um den Dill bereit. Als Mittel für eine erfolgreiche Geburt, zum Schutz vor Hexen und dem Bösen an sich, bei Hochzeiten und vor Gericht. Der Glaube an die Kräfte der Pflanze war vielfältig. An einem Aspekt wird bis heute in ländlichen Gegenden festgehalten: nachdem eine Kuh gekalbt hat, mischt man ihr neben Kümel auch Dill in das Trinkwasser.
Nach Nordeuropa soll die Dill-Pflanze schon im 1. Jahrhundert n. Chr. gelangt sein. Hildegard von Bingen beschrieb den Dill als Pflanze, die die menschlichen Triebe zügelt. Einer der Gründe, warum das Gewürz auch in jedem Klostergarten zu finden war. Darauf beruht wohl auch der Glaube, dass Dill die Potenz vermindere. Darüber hinaus empfahlen mittelalterliche Arzneikundler die Pflanze aber auch als Mittel gegen Schlafstörungen. Dafür legte man Zweige der Pflanze unter das Kopfkissen des Betroffenen. Diese Symptome werden noch heute mit Dill bekämpft, wenn auch auf andere Art und Weise. In der modernen Zeit bewirkt ein Tee aus den Samen der Heilpflanze eine Beruhigung der Nerven und fördert somit auch den gesunden Schlaf.
Dill ist in der Pflanzenheilkunde bis heute ein bewährtes Mittel. Seine ätherischen Öle wirken sich positiv auf Appetit und Verdauung aus, lindern Krämpfe und beruhigen die Nerven. Besonders in Mitteln für kleine Kinder findet er deswegen oft Anwendung. Denn er wirkt gegen Koliken, Bauchschmerzen, stärkt das Immunsystem und hilft allgemein bei jeder Art von Verdauungstörung.
Aus der Küche ist das Gewürz nicht wegzudenken: Gurken werden damit eingelegt, in vielen Saucen zu Fisch ist der Dill unentbehrlich. Sein Geschmack ist angenehm und hervorstechend. Kräuterbroten, Dressings, Essigen und Ölen gibt er eine ganz besondere Facette. Da die Struktur der Pflanze eher zart ist und ihr Geschmack sich durch falsche Lagerung verfälschen kann, sollte der Dill am besten Eingefroren werden. So hat man immer einen Vorrat der Heilpflanze zu Hause. [...mehr]
16. Dezember 2007

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