» Küchenkräuter

Autor: Nicole

Estragon ist nicht nur wichtiger Bestandteil von Kräutermischungen, sondern auch unverzichtbar in der berühmten Sauce Bearnaise oder in Kräuteressig und als besonderes Senfgewürz. Darüber hinaus kann er wunderbar in herzhaften Gelees und raffinierten Dressings verarbeitet werden und gibt Fisch und Geflügel eine mediterrane Geschmacksrichtung.

Estragon © FlickrDer wissenschaftliche Name der Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört, ist “Artemisia dracunculus”. In Südeuropa wächst das mehrjährige Kraut, das mit dem Wermut verwandt ist, wild. Man unterscheidet zwei Sorten: der französische Estragon zeichnet sich durch seinen typischen Geschmack aus und wird somit als Würzkraut verwendet. Wenn man von Estragon spricht, meint man in der Regel diese Varietät. Daneben gibt es den russischen Estragon, der nicht über das anisartige, süßliche Aroma verfügt, dafür aber besonders winterhart (bis Minus Zehn Grad Celsius) ist und durch Samen vermehrt werden kann.

Die Ernte des Krauts erfolgt idealerweise kurz vor der ersten Blüte in der zweiten Sommerhälft, da zu diesem Zeitpunkt die ätherischen Öle sehr hoch konzentriert sind. Als Wintervorrat kann man den Estragon dann sehr gut lagern, indem man ihn in der Mikrowelle sanft trocknet und dann mit den Händen zerrebelt. Sein sehr starkes Aroma, das bei unvorsichtiger Verwendung Speisen sehr dominiert, erhält sich in diesem Zustand sehr gut. Noch besser kann sich der Geschmack erhalten, wenn man die Pflanze zerkleinert und in Öl, Butter oder pur einfriert.

Estragon in der Pflanzenheilkunde

Die Blüten des französischen Estragon. © FlickrIn der medizinischen Welt intendiert ein besonderer Inhaltsstoff der Pflanze, das Estragol, einen Zwiespalt zwischen Schulmedizin und Pflanzenheilkundlern. Die konventionelle Medizin verwendet die Pflanze aufgrund dieses Stoffes nicht. In Tierversuchen fand man heraus, dass er krebserregend und erbgutschädigend wirkt. Pflanzenheilkundler verwenden das Kraut und seine Blüten hingegen aufgrund der enthaltenen Phytosterole bei “Frauenleiden”. So kann der Estragon verspätete Monatsblutungen auslösen (Vorsicht! Schwangere sollten ihn deshalb nicht verwenden!) und sich, ähnlich wie der Rotklee, positiv auf Wechseljahrsbeschwerden auswirken. Da die Pflanze auch stoffwechsel- und verdauungsfördernd wirkt, wird sie als Tee gegen Nierenleiden und Beschwerden in den Verdauungsorganen eingesetzt.



[...mehr]


Autor: Nicole

Koriander ist exotisch und in der traditionellen deutschen Küche eher nur als Lebkuchengewürz anzutreffen.

Das Kraut gehört zur Familie der Doldenblütler und ist ein einjährig. Die Pflanze ist winterhart und wird 60 bis 90 cm hoch. Etwa drei bis vier Monate nach der Aussaat treibt Koriander weiße oder rosafarbene Blüten, die denen der Petersilie ähnlich sind. Deswegen und aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit zur glattblättrigen Sorte wird “Coriandrum sativum” auch “Chinesische” oder “Indische Petersilie” genannt. Im Küchengarten wird Koriander am besten von Anis begleitet, da beide Pflanzen sich sehr gut ergänzen und somit eine Begleitkultur zueinander darstellen.

Korianderblüten © Flickr Der “Echte Koriander” wird auf vielvältige Art und Weise verwendet. Seine ätherischen Öle, die aus den süß-würzig duftenden Samen gewonnen werden, finden Anwendung bei der Herstellung von Parfum. Außerdem haben die Inhaltsstoffe der Öle auch eine heilende Wirkung: bei Verdauungsbeschwerden und Krämpfen im Magen- und Darmtrakt wirken sie, ähnlich wie beispielsweise der Dill, lindernd.
Die Samen haben besonders im europäischen Raum Bedeutung als Gewürz. Sie werden vor allem in der Weihnachtsbäckerei verwendet. Aber auch als Zutat im Brotteig oder zur Herstellung von Likör eignen sie sich. Wenn man die Koriandersaat verwendet, sollte sie vorher in der Pfanne ohne Öl angeröstet werden, sonst können die Speisen eher einen bitteren Geschmack bekommen.

Samen des Koriander © Flickr Die Blätter werden gern für die mexikanische und asiatische Küche verarbeitet. Sie haben einen ausgefallenen Geschmack, der für europäische Zungen oft etwas gewönungsbedürftig ist. Das Aroma ist scharf und etwas seifig. Deswegen sollte das Gewürz auch eher sparsam verwendet werden. Zu Tomatensoßen, Füllungen und Chutneys, Gerichten mit Hülsenfrüchten und in Currys (hier auch die Samen) passt Koriander sehr gut. Es lässt sich auch ein Kräuteressig oder -öl daraus herstellen, um beispielsweise Salate zu verfeinern. Die duftenden Samen machen sich außerdem sehr gut in selbstgemachten Potpourris. Koriander kann sehr gut im Eisfach gelagert werden.



[...mehr]


Autor: Nicole

Der Dill ist eine delikate Gewürzpflanze und wird in der Küche oft in Kombination mit Fisch oder Gemüse serviert. Doch der “Anethum graveolens” hat auch eine lange Geschichte als Heilpflanze zu verzeichnen.

Dill © FlickrDer Dill gehört zur Familie der Doldenblütler und kommt aus Zentralasien. Schon die Ägypter kannten den Dill und seine heilende Wirkung. Die römischen Gladiatoren rieben sich vor den Kämpfen mit Dill-Öl ein, da sie dem Kraut stärkende Kräfte zuschrieben. Auch in ihren Speisen und als Kranz für den Kopf fand das Gewürz deswegen Anwendung. Der volkstümliche Aberglaube hält viele Legenden rund um den Dill bereit. Als Mittel für eine erfolgreiche Geburt, zum Schutz vor Hexen und dem Bösen an sich, bei Hochzeiten und vor Gericht. Der Glaube an die Kräfte der Pflanze war vielfältig. An einem Aspekt wird bis heute in ländlichen Gegenden festgehalten: nachdem eine Kuh gekalbt hat, mischt man ihr neben Kümel auch Dill in das Trinkwasser.

Nach Nordeuropa soll die Dill-Pflanze schon im 1. Jahrhundert n. Chr. gelangt sein. Hildegard von Bingen beschrieb den Dill als Pflanze, die die menschlichen Triebe zügelt. Einer der Gründe, warum das Gewürz auch in jedem Klostergarten zu finden war. Darauf beruht wohl auch der Glaube, dass Dill die Potenz vermindere. Darüber hinaus empfahlen mittelalterliche Arzneikundler die Pflanze aber auch als Mittel gegen Schlafstörungen. Dafür legte man Zweige der Pflanze unter das Kopfkissen des Betroffenen. Diese Symptome werden noch heute mit Dill bekämpft, wenn auch auf andere Art und Weise. In der modernen Zeit bewirkt ein Tee aus den Samen der Heilpflanze eine Beruhigung der Nerven und fördert somit auch den gesunden Schlaf.

Dill ist in der Pflanzenheilkunde bis heute ein bewährtes Mittel. Seine ätherischen Öle wirken sich positiv auf Appetit und Verdauung aus, lindern Krämpfe und beruhigen die Nerven. Besonders in Mitteln für kleine Kinder findet er deswegen oft Anwendung. Denn er wirkt gegen Koliken, Bauchschmerzen, stärkt das Immunsystem und hilft allgemein bei jeder Art von Verdauungstörung.

Ein Tee aus den Samen beruhigt die Nerven. © FlickrAus der Küche ist das Gewürz nicht wegzudenken: Gurken werden damit eingelegt, in vielen Saucen zu Fisch ist der Dill unentbehrlich. Sein Geschmack ist angenehm und hervorstechend. Kräuterbroten, Dressings, Essigen und Ölen gibt er eine ganz besondere Facette. Da die Struktur der Pflanze eher zart ist und ihr Geschmack sich durch falsche Lagerung verfälschen kann, sollte der Dill am besten Eingefroren werden. So hat man immer einen Vorrat der Heilpflanze zu Hause.



[...mehr]


Autor: Nicole

Die bekannteste Form des Kräuterhonigs ist wohl die Variante mit Minze. Wer aber etwas Neues ausprobieren möchte, kann ungewöhnliche Abwandlungen mit Lavendel, Anis, Koriander, Fenchelsamen, Rosmarin, Salbei, Rosenpelargonie, Thymian, Veilchen, oder Majoran ausprobieren.Honigwabe © Storchenschnabel/PixelioDie Herstellung ist relativ einfach. Man verwendet für 500 ml Honig ca. einen Esslöffel frische oder 1,5 Esslöffel getrocknete Kräuter. Diese werden in ein Mullsäckchen oder einen handelsüblichen Teefilter aus Papier gegeben. Gut verschlossen wird dieses Kräutersäckchen dann in den Honig gegeben, der unter ständigem Rühren leicht erwärmt wird. So gehen die ätherischen Öle in den Honig über. Der Effekt wird dann unterstützt, indem die Mischung für eine Woche in einem fest verschlossenen Glas im Schrank gelagert wird. Danach wird der Kräuterhonig ein weiteres Mal im Topf erwärmt. Das Säckchen mit den Kräutern wird mit einem Holzlöffel fest ausgedrückt. So geht auch das letzte Aroma in die Mischung über. Diese wird in heiße, sterile Gläser gegossen und versiegelt oder im Kühlschrank aufbewahrt.

Je nach Geschmack kann man bei der Zubereitung auch die Kräutermenge erhöhen. So kann man den Kräuterhonig auch als Heilmittel einsetzen. Mit Fenchelsamen hergestellt wirkt er z.B. gut gegen Beschwerden der Atemwege. Salbeihonig kann zu einem Tee aufbereitet werden. Die Anwendungen und Zubereitungsvarianten sind vielfältig. Daneben ist selbstgemachter Kräuterhonig eine sehr schöne Geschenkidee.



[...mehr]


Autor: Nicole

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler. Der Name des immergrünen Halbstrauches leitet sich aus dem Lateinischen ab. So steht “ros” für “Tau” und “marinus” für “des Meeres”. Rosmarin bedeutet also soviel wie “Meertau”. Man kann davon ausgehen, dass die Pflanze bereits in der Antike bekannt, aber bei weitem nicht so geschätzt war, wie sie es heute ist. Die Symbolik des “ros marinus” war in Griechenland und im alten Ägypten eng mit dem Tod verbunden. Auch im England des 18. Jahrhunderts herrschte diese Assoziation vor. Man trug Thymian- und Rosmarinkränze bei Beerdigungen, zum einen als Symbol für die Erinnerung an den Toten, andererseits um den Geruch des Todes zu überdecken und sich vor Krankheiten zu schützen. Darüber hinaus symbolisiert die stark duftende Pflanze auch die Liebe. Im Mittelalter überreichten Verehrer ihrer Angebeteten das Kraut. In Deutschland wurde der Rosmarinkranz über lange Zeit von Bräuten getragen.
Rosmarin © urulaia/Pixelio Rosmarin wächst vor allem in der Mittelmeer-Region wild. Als bevorzugter Standort gilt ein sonniges und trockenes Plätzchen. Darauf sollte man achten, wenn man die Pflanze in unseren Breitengraden pflegt. Was die Winterhärte betrifft ist Rosmarin ein Grenzfall. Spätestens vor dem ersten Frost sollte er darum ins Warme geholt werden. Es bietet sich also an, die Pflanze immer im Topf zu ziehen. Der Boden muss sehr durchlässig sein, regelmäßiges Umtopfen in größere Töpfe erhöht die Langlebigkeit. Als Heilpflanze hat Rosmarin vor allem aufgrund seiner starken ätherischen Öle Bedeutung erlangt. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen töten viele Schimmelpilze, Bakterien und Hefen ab. Als stark hautreizend bekannt, wird das ätherische Rosmarinöl zur Durchblutungsförderung angewendet. Die äußerliche Anwendung verspricht Linderung bei Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Gicht und Zerrungen. Als Tee wirkt Rosmarin außerdem gegen Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit.
In der Küche findet die Pflanze aufgrund ihres Geschmacks, der etwas an Kiefer erinnert, vornehmlich in deftigen Gerichten mit Wild oder Rind Verwendung. Als Gewürz passt der Rosamrin aber auch sehr gut zu Gemüse. Aus mediterranen Kräutermischungen ist er nicht wegzudenken.



[...mehr]


Autor: Nicole

Kräutergelee © FlickrAus Kräutern kann man vieles machen. Als Gewürzmischung machen sie oft deftige Gerichte schmackhaft. Man kann sie aber auch für viele süße Speisen verwenden. Eine ganz besonders ausgefallene Idee ist Kräutergelee als Brotausstrich. Die Zubereitung ist ganz einfach und gelingt garantiert.

Die Basis: Der Kräuteraufguss
Um ein Gelee herzustellen benötigt man einen Kräutersud als Basis. Um diesen zu gewinnen werden vier Esslöffel getrocknete Kräuter oder zehn Esslöffel frische Kräuter mit 6oo ml kochendem Wasser übergossen. Den Aufguss 15 Minuten ziehen lassen.

Gelee herstellen
Es gibt zwei Möglichkeiten zur Herstellung: zum einen kann man Pektin benutzen, die Alternative ist herkömmlicher Gelierzucker. Um das Kräutergelee mit Pektin einzukochen, benötigt man:

  • 4 TL Apfelessig
  • 600 ml Honig
  • den Kräuteraufguss
  • 90 g Pektin

Essig und Honig zum Aufguss geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Das Pektin dazu geben und eine weitere Minute aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Schaum abschöpfen. Das Kräutergelee heiß in Gläser geben, verschließen und einige Zeit kopfüber stellen. Somit sind die Gläser versiegelt.Bei der Verwendung von Gelierzucker einfach den Honig und das Pektin damit ersetzen und nach Packungsanleitung zubereiten.

Für dieses Rezept eignen sich Rosmarin, Minze, Petersilie, Salbei, Estragon oder Thymian.



[...mehr]


Autor: Nicole

Das herkömmliche Balsamico-Dressing für den Salat ist ja ganz lecker, aber auf Dauer auch sehr langweilig. Darum verrate ich euch jetzt drei leckere Grundrezepte, die durch ihre Variationsmöglichkeiten immer wieder für frischen Wind auf dem Teller sorgen.

Italienisches Kräuterdressing

  • 175 ml Olivenöl
  • 4 EL Essig (besonders gut eignet sich Kräuteressig)Salatdressing © Alfred Bo/PIXELIO
  • 2 EL gehackte frische Kräuter
  • eine Prise Zucker, Pfeffer und Salz

Die Zutaten kräftig verrühren, durchschütteln oder im Mixer zu einer homogenen Flüssigkeit vermischen. Den Essig kann man auch durch einen Teil Zitronensaft ersetzen, dann mit Kräutern wie Zitronenthymian, etwas Zitronenmelisse, Oregano, Rosmarin und Petersilie verfeinern. Der Vielfalt sind aber keine Grenzen gesetzt. Eine feine Note bekommt das ganze mit etwas Senf.

Joghurt-Kräuter-Dressing

Rauke

  • 250 ml Naturjoghurt
  • 120 ml Olivenöl
  • 120 ml Kräuteressig (z. B. Estragon)
  • gehackte frische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, etwas Ahornsirup oder Honig

Welche Kräuter man verarbeitet, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Eine Variante: Schnittlauch, Dill, Zitronenmelisse und Salbei.

Grüne Mayonnaise

  • 1 Eigelb
  • 250 ml Olivenöl
  • 1 EL WeinessigPetersilie © fotofixfax/Pixelio
  • 2 EL feingehackte Petersilie
  • 2 El feingehackten Kerbel

Das Eigelb mit einem Handmixer schlagen, bis der Farbton heller wird, dann unter stetigem Rühren 175 ml Olivenöl zufügen, danach den Essig und dann das restliche Öl unterrühren. Zuletzt kommen die Kräuter hinein. Wichtig ist, dass die Masse wirklich ununterbrochen geschlagen wird. Eine Abwandlung ist die besonders aromatische Estragon Mayonnaise.



[...mehr]


Autor: Nicole

Kräuter geben jedem Gericht eine besondere Note. Leider bleiben die ätherischen Öle der gesunden Allroundtalente oft nicht lange erhalten. Deswegen gilt die Grundregel: Nach dem Kauf möglichst bald verwenden.
Nun hat nicht jeder die Muße, vor dem Kochen immer frische Kräuter zu besorgen. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, um Frische und Haltbarkeit zu verlängern. Küchenklassiker wie Dill, Schnittlauch, Koriander und Petersilie werden oft im Bund verkauft und dürfen, wenn sie noch am selben Tag verbraucht werden, in einer kleinen Vase die Küche zieren. Dill © etak/PIXELIOEine Alternative für große Fensterbänke: die Pflanzen sind im Supermarkt meist auch im Topf erhältlich und dienen so, mit ein wenig Fürsorge, für einige Monate (je nach Sorte auch länger bzw. kürzer) als frische “Kräuterquellen”.

Einige andere Kräuter eignen sich zum Trocknen. Geradezu prädestiniert sind unter anderem Rosmarin, Estragon und Thymian. Dagegen verlieren im Blatt eher zarte Sorten (beispielsweise Basilikum) an Farbe und Aroma. Aber auch hier gibt es eine passende Frischhaltemethode: kleine Mengen können zerkleinert und portioniert (z.B. in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser oder Öl), größere Mengen in Gefrierbeuteln im Tiefkühlfach gelagert werden. Neben Basilikum eignen sich Schnittlauch, Petersilie, Fenchel, Koriander und Kerbel sehr gut. Noch praktischer ist es, wenn fertige Kräutermischungen (z.B. Kräuter der Provence) eingefroren werden.

Für die Aufbewahrung über mehrere Tage gibt es einen ganz besonderen Trick. Dazu die gewaschenen und noch feuchten Kräuter in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen. Dann den Beutel wie einen Luftballon aufblasen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank halten sich so selbst empfindliche Kräutersorten über einige Zeit. Der Vorteil zu der herkömmlichen Methode, die Pflanzen in ein feuchtes Tuch zu wickeln: die Gefahr der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit wird minimiert und die Kräuter können in ihrer „Ballonverpackung” nicht zerdrückt werden.



[...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Die auch unter den Namen Basilienkraut, Herrenkraut, Hirnkraut, Josefskräutlein, Königsbalsam, Königskraut oder Pfefferkraut bekannte Gewürzpflanze gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine recht buschig wachsende einjährige Pflanze, die eine Höhe von 20 bis 60 cm erreicht. Die wunderbar würzig duftenden Blätter sind eiförmig, haben kurze Stiele und erreichen eine Länge von 1,5 bis 5 cm und eine Breite von 1 bis 3 cm.

Es gibt viele Kulturformen des Basilikums, die sich in ihrer Größe, Blattfarbe, Aroma und Wachstumsart unterscheiden. Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht, deshalb gedeiht er besonders in den Mittelmeerländern gut.

Die meisten Basilikumarten enthalten 0,3 bis 0,5% Öl in ihren Blättern. Aus den Inhaltsstoffen der Blätter wird ätherisches Basilikumöl gewonnen. Je nach Art, Herkunft und Erntezeit können auch Linalool, Estragol oder Campher die Hauptbestandteile sein. In den Blättern sind Kohlenhydrate, Protein, Vitamin A und Vitamin C sowie Oleanosäure und Ursolsäure enthalten.

Basilikum wird vor allem in der italienischen Küche verwendet. In Verbindung mit Tomaten und Mozarella und Olivenöl (als “Caprese”) kennt ihn fast jeder. Für Salate, Kräutersaucen, Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichte ist er ebenso ein beliebtes Gewürz. Beim Erhitzen wird das Aroma des Basilikums verstärkt. Im getrockneten Zustand verliert er sehr stark an Würzkraft. Basilikum kann außerdem Bestandteil der Gewürzmischung “Kräuter der Provence” sein.

Basilikum enthält, wie Estragon, den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol. Dieses natürliche Gift kann nach derzeit wissenschaftlichen Erkenntnissen dem Menschen nichts anhaben, solange es regulär und in durchschnittlicher Menge mit der Nahrung verzehrt wird.

Basilikum ist jedoch auch für seine heilende Wirkung bekannt. Er stärkt die Verdauungsorgane, beruhigt die Nerven und lindert Migräne. Dauerhaft sollte er jedoch wegen dem schädlichen Stoff Estragol nicht angewendet werden.

Basilikum © Flickr.com



[...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine zweijährige Gewürzpflanze und gehört zur Familie der Doldenblütler. Es gibt sie in glatter und krauser Blattform und ist als Gewürzkraut für die Küche wohl bekannt. Nicht jeder weiß, dass sie auch eine Heilpflanze ist. Die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Eisen machen die Petersilie zu einem gesunden Küchengewürz. Petersilie enthält außerdem mit dem giftigen Apiol ein ätherisches Öl, das sich vor allem im Samen konzentriert.

Petersilie wirkt harntreibend, krampf- und schleimlösend sowie tonisierend. Sie findet z.B. bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Rheuma, Blasenentzündungen, Blähungen oder Bluthochdruck Anwendung. Das Kauen von Blättern der Petersilie soll gegen Mundgeruch vorbeugen. Außerdem hat Petersilie den Ruf eine potenzsteigernde Wirkung zu haben.

Petersilie wird im April gesät und liebt einen halbschattigen Standort mit nahrhaftem und feuchtem Boden. Da Petersilie sehr langsam wächst, sollten genügend Samen gestreut werden, schließlich findet das Gewürz in unserer Küche oft Verwendung.

Sie wird vor allem in Suppen und Eintöpfen gebraucht und verstärkt durch ihr intensives Aroma den Geschmack. Zusammen mit anderen frischen Kräutern wie Schnittlauch, Kresse und Kerbel kann ein leckerer Kräuterquark oder Kräuterbutter gezaubert werden. Auch zur Dekoration eignet sich Petersilie hervorragend.

Petersilie



[...mehr]


Seite 7 von 8« Start...45678