» Maria Treben

Autor: Dagmar

Naturheilmittel gegen Rheuma und Co.

Die regnerischen und dunklen Tage werden mehr und es riecht schon förmlich nach Erkältungen und grippalen Infekten. Jetzt ist die ideale Zeit, vielleicht im Familienkreis, mit Freunden oder auch alleine, die natürliche Hausapotheke wieder aufzufüllen.

Reicht Ihr Vorrat an Schwedenbitter noch? Wenn nicht, rasch ansetzen, damit Sie auf den kommenden Spätherbst und Winter vorbereitet sind. Wer mit Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Rheuma zu tun hat, der kann eine wirksame Schwedenkräuter Creme kredenzen. Man kann sie leicht selbermachen!



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Autor: Dagmar

Bei Herzschwäche für Stärkung sorgen

“Wer im Herzen oder in der Milz oder in der Seite leidet, der trinke oft vom Petersilienwein, und es wird ihm besser gehen.” So urteilte die wohl bekannteste Äbtissin aller Zeiten über die Heilkraft des Herzweins.

Einen weiteren Querverweis für die hohe Anerkennung ihrer Heilkunst fand ich übrigens bei Maria Treben. In ihrem Buch ´Gesundheit aus der Apotheke Gottes´ ist sie voll des Lobes für den Herzwein der Hildegard von Bingen und empfiehlt ihn ebenfalls gegen Herzschwäche, Herzleiden und auch bei Angina Pectoris.

Rezept Herzwein nach Hildegard von Bingen

Zutaten

  • 10 Petersilienstängel
  • 1 EL Wein-Essig
  • 1 Liter Weißwein
  • 300 g Bienenhonig


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Autor: Dagmar

Wann werden welche Kräuter geerntet?

Wer das Glück hat, auf dem Land zu wohnen, der kann sich seine Botanisiertrommel unter den Arm klemmen und sich in die Büsche schlagen, wann immer es gefällt :-)

Wissen, wann welche Heilpflanze erntereif ist, sollte man trotzdem. Auch in der Stadt und um diese herum hat die Natur bisweilen ganze Felder von zum Beispiel Bärlauch zu bieten, und schade wäre es, den Ernte- Termin zu verpassen. Gerade der Bärlauch ist nur für eine gewisse Zeit schmackhaft und, wenn er blüht, für den Gaumen nicht mehr genießbar. Wenn auch fürs Auge, denn er sieht in voller Blüte dem Schneeglöckchen sehr ähnlich. Der knoblauch- ähnliche Geruch allerdings verrät ihn…



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Autor: Dagmar

Die Keltenpflanze gegen ein schwaches Herz

Die Mistel: sagenumwoben, seit Urzeiten mystische Heilpflanze unserer Vorfahren, Bestandteil der Zaubertranks von Miraculix, zu unguten Zwecken im Vogelfang eingesetzt.

Die Mistel ist uns eine uralte Heilpflanze und Kulturgut, verbunden mit etlichen Sagen aus der nordischen Mythologie, von den keltischen Druiden nicht erst seit Asterix benutzt :-) und das Küssen unterm Mistelzweig ist nun wieder ein hochaktueller, weil Weihnachtsbrauch…

De facto wird sie in der Naturheilkunde immer noch eingesetzt, von Maria Treben wird sie insbesondere in ihrem Werk < Gesundheit aus der Apotheke Gottes > gegen Herz- Kreislauf- Beschwerden empfohlen.

Zubereitung Misteltee

Verwendet wird das Kraut der Mistel. Drei Tassen Misteltee für den Tag im sogenannten kalten Ansatz hergestellt (oder auch Kaltauszug beziehungsweise Mazerat, hinter selbigem Link eine sehr gute Ausführung zur Herstellung von einem Kaltauszug) und tagsüber schluckweise getrunken, sollen Herz und Kreislauf wieder normalisieren und damit einen erhöhten Arbeitseinsatz gewährleisten.



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Autor: Dagmar

Oder: gehört nun die Mistel in den Zaubertrank ?

Seit nunmehr 50 Jahren hauen die Gallier Asterix und Obelix die Römer, oder, diplomatisch ausgedrückt: weisen sie erfolgreich in die Schranken :-)

Dazu als immertreuer Begleiter der kleine Idefix, der untalentierte (und deswegen permanent mundtote) Barde und ein Häuptling, dem es himmelangst ist.

Nicht zu vergessen Miraculix, der Druide, der Erfinder des Zaubertrankes, der die gallische Minderheit bei Streitigkeiten so stark wie Mammuts macht…

Da sich Miraculix ja so gern in den Bäumen herumtreibt, um mit seinem sichelförmigen Messer die Misteln zu schneiden: Warum sollte er das so ausgiebig tun, um ihn dann im Zaubertank auszulassen? Die FAZ will auch herausgefunden haben, dass die Mistel eine der Ingredienzen ist.

Die Mistel, eine Heilpflanze mit besonderer Kraft: Wie die Mistel aussieht, das wissen wohl die Meisten. Wer kennt nicht die kleinen Büschel mit den silbrig-weiss glänzenden Beeren, die zu Weihnachten verkauft werden und unter Denen man nur zu küssen braucht, damit der oder die Liebste einem auf Ewig hold ist…



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Autor: Dagmar

Den Körper wieder fitmachen

Die Zeit der Infekte aller Art ist mit der nasskalten Jahreszeit zurückgekehrt. Sollte der Infekt, gleich welcher Sorte, eine Antibiose nach sich gezogen haben, dann tun Sie gut daran, ihren Körper nun wieder aufzubauen.

Nach einer Antibiose bleiben im Körper abgebautes Zellmaterial, abgetötete Bakterien und die Medikamentenstoffe zurück. Daneben wurden bis zu einem Drittel der guten Darmbakterien in der Darmflora abgebaut, ihr Immun-Bodyguard ist damit geschwächt und die Möglichkeit, sich neue Infektionen einzufangen dementsprechend hoch.



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Autor: Dagmar

Die Staude des Jahres 2007

Ich gebe zu, ich bin momentan gestresst, wie wahrscheinlich jeder Zweite in diesem Land. Unruhe, Schlaflosigkeit und Zerstreutheit können ja nur einige Begleiter sein.

Zeit, einmal wieder ein Kräuterbuch in die Hand zu nehmen und zu schauen, Was die Heilkundigen wie Maria Treben zum Beispiel außer Baldrian und Johanniskraut so vorschlagen.

Erstaunlich ist, dass das Leiden “Stress” in der “Gesundheit aus der Apotheke Gottes” überhaupt noch nicht vorkommt. Diese Bezeichnung gab es wohl noch nicht, jedenfalls nicht in meiner Erst-Ausgabe besagten Werkes, vermutlich aus den frühen 70ern. Stress umschrieb man wohl eher mit Nervosität, geistige Überanstrengung, Nervenleiden oder auch Nervenschwäche.

Eine großartige Heilwirkung auf alle oben beschriebenen Leiden sagt Maria Treben dem Ehrenpreis Tee nach, hier die Dosierung und Anwendung des Kräutertee:

Eine Tasse Wasser, ein halber Teelöffel Kräuter
Eine Tasse Tee vor dem Schlafengehen trinken

Geschichtliches

Wurde erst bei den bodenständigen Germanen und danach von deren Eroberern geschätzt als “Grundheil aller Schäden”

Über die Heilpflanze

Auch Allerweltsheil und Männertreue genannt. Liebet trockenen Boden und wächst in Wäldern, bei Hecken und Büschen. Er hat einen behaarten Stängel mit kleinen silbrig schimmernden Blättern und trägt hellblaue bis violette Blütenähren. Es sind die Blüten, die auch gesammelt werden und dies von Mai bis August. Bitte beachten Sie den Sammelkalender Heilkräuter.

Quelle:

Maria Treben “Gesundheit aus der Apotheke Gottes“, erschienen im Verlag Freunde der Heilkräuter



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Autor: Dagmar

Sanfte, aber wirksame Heilung mit Kräutern

Einige pflanzliche Heilmittel gegen Arthrose, Arthritis, Gicht und Rheuma habe ich ja schon bei Hildegard von Bingen entdeckt und Diese beschrieben. Eine Leserin (Ute) hatte sich wegen der Arthrose- Erkrankung ihres Vaters an mein Blog gewendet und so habe ich das Thema aufgegriffen.

Auch bei Maria Treben (“Gesundheit aus der Apotheke Gottes“) finden sich in Form einer Kur gegen Arthrose zahlreiche Behandlungshinweise mit Heilpflanzen und dem berühmten Schwedenbitter, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Acker Schachtelhalm bzw. Zinnkraut Tee
Maria Treben bezeichnet in Ihrem Heilpflanzen Buch das heutzutage als Schachtelhalm firmierende Heilkraut als “Zinnkraut”.

Täglich 1/2 Stunde morgens vor dem Frühstück und Abends vor dem Abendbrot eine Tasse Schachtelhalm- Tee trinken, der eine halbe Minute gezogen ist.

Brennnesseltee und Schwedenkräuter
Über den Tag verteilt vier Tassen Brennnessel Tee trinken, der frisch und heiß aufgebrüht wurde und ebenfalls kurz gezogen ist.



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Autor: Dagmar

Mystisch: Im Mittelalter in den Händen der Alchemisten

Alchemilla vulgaris, so der lateinische Name der wunderhübschen Pflanze, deutet auf die Alchemisten des Mittelalters hin. Sie glaubten, dass sie aus den für den Frauenmantel typischen Tautropfen (Guttationstropfen) Gold herstellen könnten. Einige weitere volkstümliche Namen, wie Taufänger, Regentropfen oder Taubecherl beziehen sich auf diese Guttationstropfen. Weitere volkstümliche Namen wie eben Frauenmantel, Liebfrauenmantel, Marienmantel, Weiberkittel oder Trauermantel beziehen sich auf die Damenmode im Mittelalter.

Das Frauenmantelkraut enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Die Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend). Wohl deswegen wurde der Frauenmantel wohl auch schon von Paracelsus und Hildegard von Bingen bei inneren und äußeren Wunden benutzt. Der Name Ohmkraut (Ohm: altdeutsch für Wunde) deutet noch darauf hin.



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Autor: Dagmar

Das berühmteste Rezept von Maria Treben

Ich beschäftige mich ja hier viel mit den Schwedenkräutern, Heilkräutern und Anwendungen nach Maria Treben. Da ich sozusagen mit ihnen seit frühester Kindheit vertraut bin (mein Großvater mütterlicherseits hat immer den Schwedenbitter gebraut), sind sie mir zugleich eine schöne Erinnerung an zuhause und an die einfachen, aber wirkungsvollen Rezepte gegen kleine und mittlere Krankheiten.

Ich habe dabei eine durchaus bodenständige und differenzierte Einstellung zur Naturheilkunde, ich wende sie immer an, wenn möglich und scheue auch nicht den Arztbesuch, wenn nötig. Immer dann, wenn ich mich hinreichend mit der Krankheit, dem Körper und der Heilpflanze beschäftigt habe und die Situation ganzheitlich betrachte habe, hat mir die Kräuterkunde im speziellen rund um Maria Treben und Hildegard von Bingen sehr geholfen.

Nachdem ich nun schon soooo viel über Maria Treben geschrieben habe, nun endlich auch einmal zum berühmten Schwedenbitter und seiner Herstellung. Es ist eigentlich ganz einfach.Nochmal zur Geschichte: das Rezept geht auf den schwedischen Arzt Dr. Samst zurück.



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