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Autor: Nicole

Kräutergarten ist nicht gleich Kräutergarten. Zwischen lieblos zusammengewürfelten Töpfen und einem ordentlichen Arrangement liegen Welten. Ideenreichtum ist gefragt, wenn das Beet nicht wie ein Nutzacker aussehen soll.

Tau im Garten © flickr / Plüschelefant

Natürlich gehört zu der Anlage eines wirklich schönen Kräutergartens auch eine Menge Wissen. Darüber, wo sich die einzelnen Pflanzen am wohlsten fühlen zum Beispiel. Da darf es für den Bärlauch, der als einstiges Wildkraut nun auch Ein traditioneller Garten voller Kräuter. © Flickrimmer häufiger kultiviert wird, gern der Halbschatten sein. Salbei und Ysop hingegen lieben die Sonne. Doch damit nicht genug: Natürlich benötigt jede Pflanze unterschiedliche Bodenqualitäten. Nur so ist eine rundum erfolgreiche Ernte gesichert.

Bei diesen Ausführungen wird deutlich: Die Anzucht und der Anbau von Kräutern ist eine Wissenschaft für sich. Für Anregungen sind die meisten Hobbygärtner darum immer dankbar. Ganz besonders, wenn diese so kreativ sind, wie die der Redaktion von “Mein schöner Garten Online”. Hier finden sich zwei Ideen für wirklich schön arrangierte Beete.

Vorschlag Nummer Eins ist für großzügige Platzverhältnisse gedacht. Das “Dekorative Heilkräuterbeet” besteht unter anderem aus Bärlauch, Baldrian, Salbei, Ysop, Johanniskraut und Zitronenmelisse. Die Standorte der einzelnen Kräuter sind auf einer Skizze festgehalten. Das ist praktisch und nachvollziehbar. Der zweite Vorschlag dreht sich um Küchenkräuter. Das kleine Beet besteht unter anderem aus Thymian, Oregano, Bohnenkraut, Estragon, Fenchel, Rosmarin und Salbei.
Darüber hinaus kann man sich bei “Mein Schöner Garten” umfassend über verschiedene Themen rund ums Gärtnern informieren. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Neulinge auf dem Gebiet.



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Autor: Nicole

Kräuter im eigenen Küchengarten lassen sich nicht nur wunderbar selber ziehen, sondern auch relativ einfach vermehren. Eine Methode ist das Absenkern.

Absenkern bedeutet, man bildet einen Trieb, ohne diesen vorher von der Pflanze zu trennen, wie etwa bei der Vermehrung durch Stecklinge. Der erste Schritt ist das Absenken eines Stängels. Dazu legt man einen relativ langen Pflanzenteil auf die Erde und fixiert ihn. Nach einigem Warten bilden sich an genau der Stelle, an der der Trieb die Erde berührt neue Wurzeln. Da diese kleine Minipflanze nun allein leben kann, wird sie von der “Mutterpflanze” getrennt. Wie bei einer Geburt durchtrennt man die “Nabelschnur”, also den Stängel, der neue und alte Pflanze verbindet. Das vermehrte Kraut kann nach der erfolgreichen Abnabelung umgesetzt werden.

Vermehren durch Absenken © flickr / jpctalbot

Diese Art der Vermehrung kommt nicht für alle Kräuter in Frage. Generell kann man sagen, dass durch Absenkern nur kriechende Arten vermehrt werden. Dazu gehören zum Beispiel Minzen, Oregano und Thymian. Um eine optimale Ernte zu gewährleisten, sollte die Pflanze im Frühjahr abgesenkert werden.



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Autor: Nicole

Nachdem im letzen Beitrag die Anzucht von Kräutern im Haus beleuchtet wurde, geht es hier darum, welche Sorten sich für diese Methode eignen.

Die meisten Kräuter werden im Frühjahr ausgesät. Der Umzug in den Garten ist dabei abhängig von der Winterhärte der jeweiligen Sorten. So werden einige Kräuter nach dem letzten Frost ausgepflanzt. Dazu gehören Anis, Ysop, Baldrian, Borretsch, Basilikum, Heiligenkraut, Majoran und Ziest.

Garten © flickr / *Susie*

Es gibt aber auch Pflanzen, die den Bedingungen im Garten schon vor Ende der Frostperiode standhalten. Eine Woche vor dem letzten Kälteeinbruch werden Goldmelisse, Minze, Muskateller-Salbei, Oregano, Petersilie, Salbei, Thymian und Wermut ausgesiedelt. Die “Hartgesottenen” der Kräuterwelt vertragen den Umzug sogar schon zwei Wochen vor dem letzten Frost. Zu den Wenigen unempfindlichen gehören Mutterkraut, Ringelblume und Schnittlauch. Ein besonderer Tipp für den beliebten Schnittlauch: Er kann gut überwintern und dann im Frühjahr vorzeitig zum Keimen gebracht werden. Dazu schlägt man ihn zum Ende der Saison einfach in ein Behältnis ein, das mit Sand gefüllt ist. Natürlich sollte man ihn vorher zurückschneiden. Im Frühjahr kann man ihn dann zeitig aus seinem Winterschlaf wecken, indem man ihn auf der hellen Fensterbank bei nicht allzu warmen Temperaturen erneut zum Keimen bringt. Das sichert eine frühzeitige Ernte.

Quelle: M. Smith “Mein Kräutergarten”. Leipzig 2002.



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Autor: Nicole

Bei der Pflege eines eigenen Kräutergartens hat man verschiedene Möglichkeiten der Anzucht. Einige Pflanzen sollten, um eine gute Ernte zu gewährleisten, im Haus vorgezogen werden.

© Kim Aubrey/FlickrMit der Aussaat beginnt man im Frühjahr. Dafür gibt es im Handel Gerätschaften, die das Keimen erleichtern. Am besten eignen sich Saatschalen, die wie Minigewächshäuser funktionieren, weil sie mit Plastik abgedeckt werden können. Sobald die Keimlinge das zweite Blattpaar bekommen, kann man sie pikieren und einzeln in Töpfe umsetzen. Am besten eignen sich dafür kompostierbare Töpfchen (beispielsweise aus Torf), die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Sie haben den Vorteil, dass man sie später direkt in die Erde nach draußen setzen kann. Auch bei der Auswahl der Pflanzen gibt es etwas zu beachten: Wirklich gut entwickeln sich nur junge Kräuter, die nicht zu groß, dafür aber sehr kräftig sind. Große Pflanzen mit weitem Blattabstand sollten nicht verwendet werden. Bevor die Triebe in den Garten umziehen, sollte man sich über die Winterhärte der einzelnen Sorten informieren und ihnen ein paar Tage Zeit geben, sich an das Klima draußen zu gewöhnen. Das erreicht man zum Beispiel, indem man das Beet mit Glas oder Folie abdeckt. Geübte Gärtner haben für diese Ansprüche spezielle Vorrichtungen. Aber mit etwas Phantasie kann man sich den Schutz auch selbst herstellen. Einige Kräuter eignen sich übrigens nicht zur Anzucht. Besonders bei ausgefallenen und langsam wachsenen Sorten empfiehlt es sich, die Pflanzen zu kaufen. Dies gilt für Rosmarin, Minze, Estragon, Aloe, einige Sorten von Beinwell, Duftpelargonie, Salbei, Thymian, Wermut, Lavendel und Eberraute.



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Autor: Nicole

Ein Küchengarten ist eine stetige Quelle frischer Gewürze und kann auch zur Dekoration des restlichen Gartens beitragen. Wer über genügend Platz verfügt hat die Möglichkeit, mit der richtigen Planung sogar für die kalten Monate vorzusorgen.

Ein traditioneller Garten voller Kräuter. © FlickrAm besten eignet sich ein Küchengarten in der Nähe des Hauses. Kurze Wege erleichtern die Umsetzung spontaner Einfälle beim Kochen. Der Ort sollte im Idealfall alle drei Lichtverhältnisse (sonnig, halbschattig und schattig) abdecken und die Möglichkeit bieten, eventuell Kübel aufzustellen. Diese dienen nicht nur der Zierde, sondern ermöglichen es, nicht-winterharte Kräuter bei Bedarf in geschützte Räume zu stellen (Aloe Vera und Minzevariationen sollten immer im Topf stehen). Bei der Auswahl der Pflanzen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Je nach Verwendungsvorliebe sollte man aber auf ausreichende Bestände achten. Kräuter, die ausschließlich zum Kochen und Backen, sowie für Dressings verwendet werden, müssen nicht so üppig vorhanden sein wie solche, die darüber hinaus auch zur Lagerung, für Tees, Potpourris, Kosmetik, Honig, Gelees und für Vorräte (Pesto, Gewürzmischungen, Öle und Essige) benutzt werden.
Außerdem sollte über das ganze Jahr ein Bestand gesichert sein. Das heißt, man sät oder pflanzt die Kräuter zeitversetzt und kann so ohne Lücken ernten.

frische Kräuter © FlickrSo benötigt man von Schnittlauch, Basilikum, Petersilie und Thymian etwa sechs bis acht Pflanzen. Sollen die Kräuter zusätzlich zum normalen Kochen verwendet werden, erfordert dies größere Bestände von bis zu 18 Pflanzen. Auch Dill sollte reichlich angebaut werden. Ein Jahresbedarf für die Küche liegt etwa bei zehn, für andere Zwecke bei bis zu 40 Pflanzen. Estragon ist, ebenso wie Salbei und Koriander, sehr reich an ätherischen Ölen und Aroma, darum genügt es, maximal drei Pflanzen pro Jahr anzubauen. Diese Menge reicht sogar für Essige und andere Rezepte. Katzenminze, die ja hauptsächlich zur Herstellung von Tee, aber auch für Katzenspielzeug verwendet wird, erfordert um die zehn Pflanzen. Sie ist mit ihren Blüten aber auch äußerst dekorativ und kann, genau wie Ysop, in Sträußen verarbeitet werden. Lavendel eignet sich ebenso gut zur Dekoration und kann ruhig reichlich gepflanzt werden. So spart man sich das teure Lavendelöl. Oregano wird häufig in der italienischen Küche eingesetzt, darum empfehlen sich um die fünf Pflanzen, die übrigens in größerer Menge gut als Beetumrandung oder Bodendecker geeignet sind (man darf den Oregano dazu nicht zu hoch ziehen, lieber oft beschneiden und flach halten).



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Autor: Nicole

Basilikum im Topf sieht nicht nur lecker aus, sondern verziert die Fensterbank auf besonders schöne Weise. Meistens hat man jedoch von der Pracht nur wenige Tage etwas. Besonders im Winter ist es schwierig, die Pflanze am Leben zu erhalten. Mir persönlich gelingt es manchmal über einen sehr langen Zeitraum, dann wieder kaufe ich Nachschub und das Kraut geht einfach nach wenigen Tagen ein. Liegt es an mir, an der Pflanze oder am Wetter?

Leider kein seltener Anblick - verwelktes Basilikum. © FlickrAus diesem Grund habe ich mal ein wenig recherchiert. Es muss doch einen verlässlichen Weg geben, auch in der kalten Jahreszeit immer frisches Basilikum ernten zu können. Während meiner Suche bin ich auf die Tipps der Kräuterexpertin Elisabeth Horbach gestoßen. Sie sieht das Grundproblem für die geringe Haltbarkeit schon in der stiefmütterlichen Behandlung des Basilikum im Supermarkt. Meistens stehen die Pflanzen unter einem kalten Sprühnebel. Keine guten Bedingungen für ein Kraut, dass es gern schön warm hat und in Europa vor allem in der Mittelmeerregion kultiviert wird. In meinem Supermarkt stehen die Pflanzen einfach so da. Gut, ohne Nebel haben sie es wahrscheinlich etwas wärmer, aber nach einer längeren Standzeit ohne Pflege verkümmern sie einfach und werden dann entsorgt.

So soll es aussehen! © FlickrWenn man eine Basilikumpflanze kauft, sollte man sie laut Frau Horbach nicht sofort ganz aus ihrer Verpackung nehmen. Ein Fehler, der mir bis jetzt jedes Mal unterlaufen ist. Manchmal hatte ich Glück, die Pflanze war noch nicht so groß, dass sie ohne die stützende Plastik-Umhüllung umgeknickt ist. Besser sei es, so die Kräuterexpertin, das Basilikum zunächst in einen größeren Topf mit Blumenerde zu setzen. Dabei bleibt die Hälfte der Plastikverpackung zunächst als Schutz an der Pflanze. Vorsichtig mit lauwarmen Wasser gegossen kann das Kraut sich auf der warmen und hellen Fensterbank so erstmal einige Tage von den zurückliegenden “Strapazen” erholen. Nach dieser Zeit wird die restliche Folie entfernt. Die Stängel haben nun genug Kraft, um allein zu stehen.

Die Ernte – wird sie richtig durchgeführt – kann die Lebensdauer des würzigen Krauts auch verlängern. Elisabeth Horbach empfiehlt, zunächst die großen Blätter abzuschneiden und dann die oberen Triebe bis dicht an die nächste Blattachsel. Hier können nun neue Triebe entstehen. Die Tipps sind plausibel, hätte man auch selbst drauf kommen können. Besonders die “Erholungszeit” mit dem Plastik-Korsett ist genial und doch so einfach. Ich werde in Zukunft eine Menge Geld sparen… :)



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Autor: Nicole

Wenn man Kräuter fertig gezogen kauft oder diese selbst großziehen will, liest man in Anzuchtanleitungen und Pflegehinweisen oft Angaben zur Winterhärte des jeweiligen Krauts. Doch “winterhart” ist ein weitläufiger Begriff, der Abstufungen erlaubt.

Rosmarin im Schnee. Keine allzu guten Voraussetzungen für das nächste Frühjahr. © röda hexa/PixelioPflanzen sind nur komplett und ohne Einschränkungen “winterhart”, wenn dies auch so auf der Packung angegeben ist. Der Begriff bedeutet, dass das Kraut bedenkenlos im Freien überwintern kann. Es ist frostunempfindlich, geht nicht ein und treibt im nächsten Frühjahr in der Regel von Neuem aus. Dazu gehören Kräuter wie Schnittlauch, Dill, Wermut, Koriander, Fenchel, Waldmeister, Katzenminze, Oregano, Petersilie, Salbei, Bohnenkraut, Kerbel und Thymian. Daneben gibt es aber auch Grenzfälle: Manche Pflanzen sind im Pinzip winterhart, können aber bei sehr starkem Frost nicht überleben. Man muss sie also davor schützen. Das kann durch eine adäquate Abdeckung, beispielsweise durch Tannenzweige, Mulch oder Stroh, erfolgen. Man kann die Pflanze aber auch ins Haus holen oder an einen frostgeschützten Ort stellen. Lavendel, Majoran und Rosmarin gehören zu diesen Grenzfällen. Wenn Kräuter halb- oder nicht-winterhart sind, können sie keinesfalls in der kalten Jahreszeit draußen stehen. Diese Pflanzen überwintern am besten im Haus oder auch im Wintergarten. Zu diesen Sorten gehören Aloe vera, Zitronengras, Basilikum, Duftpelargonie

Natürlich können einige Pflanzen, die als “Grenzfälle” oder “nicht-winterhart” bezeichnet werden, in milden Regionen oder in besonders warmen Wintern auch draußen überleben. Dabei geht man jedoch das Risiko ein, dass man sie bei plötzlich auftretenden Frost nicht schnell genug “retten” kann.

Übrigens: Pflanzen, die im Winter draußen eingehen, erfrieren in den meisten Fällen nicht. Vielmehr verdursten sie, da der Boden sehr undurchlässig und spröde wird. Die Wurzeln werden nicht mehr gut genug versorgt, der Wind, der die Blätter austrocknet, tut dann sein Übriges.



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