Kräutersorten

Thai- und Vietnamesische Würzkräuter

Thai- und Vietnamesische Würzkräuter

Die vietnamesische und thailändische Küche ist bekannt für ihre zahlreichen Würzkräuter, die auch bei uns immer häufiger verwendet werden. Wir zeigen eine Auswahl von gebräuchlichen Kräutern, die Sie einsetzen können, um Ihren Gerichten die ganz besondere Würze zu verleihen.

Thai-Basilikum

In der thailändischen Küche kommt mehr als nur eine Basilikumsorte zum Einsatz. Unterschieden wird hierbei zwischen den Sorten Horapa, Kaprao und Maenglak:

Horapa-Pflanzen haben einen lakritzartigen Geruch und dient in Suppen und Soßen als Gewürz. Auch im Salat kann das Basilikum eingesetzt werden, hier wird es aber nicht – wie für die Soße oder Suppe – mitgekocht sondern ungekocht hinzugefügt. In Vietnam wird diese Basilikum-Art gern zum Dekorieren verwendet.

Basilikum der Art Kaprao lässt sich vor allem durch die Blätter unterscheiden, denn sie sind rötlich. Die Pflanzen haben einen nelkenähnlichen Geruch und werden für gebratenes Fleisch genutzt. Ebenfalls beliebt ist Kaprao-Basilikum in Wok-Gerichten.

Maenglak hat schmalere Blätter, die gezackte Kanten aufweisen und aromatisch nach Zitrone riechen und schmecken. Deshalb wird Maenglak auch „Zitronenbasilikum“ genannt. Suppen, Getränken oder Fisch verleiht diese Basilikumart ein fruchtiges, frisches Aroma.

Thai-Chili

Die circa drei bis vier Zentimeter langen Früchte der Thai-Chili haben eine nachhaltige Schärfe, mit dem Schärfegrad sieben bis acht, was in etwa 30 000 bis 50 000 Scoville entsprechen. Für ein kontinuierliches  Wachstum benötigt die Thai-Chili viel Wärme, Licht und Nährstoffe. Ansonsten sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze immer ausreichend mit Wasser versorgt, aber Staunässe vermieden ist. Dank Capsaicin, welches in allen Chilis enthalten ist, besitzt auch die Thai-Chili eine appetitzügelnde, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und stärkt zugleich das Immunsystem.

Pfefferblätter

Das thailändische Pfefferblatt und das vietnamesischen Pfefferblatt, La Lot, sind zum Würzen in der Küche und in der Heilkunde zu gebrauchen. Beide Blätter finden viel Verwendung in Südostasiens pfannengerührten Gerichten und Suppen. Dabei verbreiten sie ein scharfes Aroma. Außerdem werden die Blätter in der vietnamesischen, sowie thailändischen Küche gern mit Gemüse, Hackfleisch und Shrimps gefüllt. Das vietnamesische Pfefferblatt wirkt entzündungshemmend und das Thailändische wird als Heilmittel gegen Fieber, Erkältungen, Asthma und Zahnweh angewendet.

Wie Unkraut vermehren sich die Pfefferblattpflanzen – sie sind also relativ anspruchslos. Das vietnamesische Pfefferblatt ist zarter als das thailändische und hat hellere Blätter, die mit deutlichen Adern versehen sind.

Rau Om

Dieses vietnamesische Gewürzkraut passt wegen seines prickelnden zitronenartigen Geschmackes zu süßen, sowie salzigen Speisen. Zum Wachsen braucht das Kraut feuchte Luft und viel Wärme, weshalb es in Südostasien beheimatet ist und dort auf keinem Kräuterteller fehlen darf. Medizinisch kann diese Pflanze gegen Vergiftungen, Menstruationsbeschwerden und Fieber helfen und wird zur Wunddesinfektion eingesetzt.

Reisfärbepflanze

Wenn man stärkehaltige Speisen mit dieser Pflanze zusammen kocht, dann wird die Speise dadurch lila gefärbt. So wird der Reis zu Festen und besonderen Anlässen in Vietnam gefärbt. Aber auch abseits davon hat die Pflanze etwas zu bieten: Zwischen Dezember und März nehmen die Blüten der Reisfärbepflanze, die sich prima als Zimmerpflanze eignet, eine schöne lila Farbe an.

Thailändische Kaffirlimette

Für die thailändische Küche ist die Kaffirlimette nicht wegzudenken. Wie Lorbeer werden die Blätter der Pflanze als Gewürz mit in den Kochtopf geworfen und mitgekocht. Dabei verleiht das Blatt dem Gericht einen zitronigen Geschmack. Wirklich schmecken tun die Blätter aber nicht, weshalb man sie auch nicht mitessen sollte. Die Pflanze trägt circa sechs Zentimeter große Früchte, die im Aussehen herkömmlichen Limetten ähneln, aber dessen Geschmack intensiver ist. Der Saft dieser Früchte wird als Heilmittel gegen Herzbeschwerden, Hals-, Kopf- und Rheumaschmerzen verwendet, ferner wird den Früchten ein krebshemmender Effekt zugesagt.

Vietnamesischer Koriander

Der vietnamesischen Koriander würzt Eier, Suppen, Salate, sauer eingelegtes Gemüse, Fisch- und Fleischgerichte und verleiht den Gerichten einen leicht pfeffrigen Geschmack. Sehr schnell wächst das Kraut und ist allgemein sehr anspruchslos, aber frostempfindlich. Der vietnamesische Koriander verträgt feuchten Boden, sodass man ihn auch als Teich- oder Aquariumspflanze verwenden kann. Zudem wird das Würzkraut oft zum Lindern von Verdauungsbeschwerden und Hautkrankheiten benutzt.

Bild: Pixabay, 1672638, Frantisek_Krejci

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