Kräuter als Heilmittel

Trollblume: Heilpflanze gegen Skorbut und Verdauungsbeschwerden

Die Trollblume, die auch als Butterkugel, Goldköpfchen oder Butterblume bezeichnet wird, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die ausdauernde Pflanze kann eine Größe von bis zu 60 cm erreichen.

Dank ihrer Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Scharfstoffe und Saponine fand die Pflanze früher bei Skorbut und Verdauungsbeschwerden. Jedoch wird sie heutzutage nicht mehr als Heilpflanze verwendet.

Trollblume – Geschütztes Hahnenfußgewächs

Die aus Europa stammende Trollblume wächst mit Vorliebe auf feuchten Wiesen und an Rändern von Teichen und Bächen. In erster Linie findet man sie aber aber im Gebirge, wo sie auf nährstoffreichen und dauerfeuchten Böden in Höhenlagen von bis zu 3.000 Meter gedeiht.

In Deutschland trifft man die Trollblume nur noch in wenigen Gebieten an, im Nordwesten des Landes ist sie bereits verschwunden. Die als gefährdet geltende Pflanze wurde in Deutschland unter Naturschutz gestellt. Der Grund für das Verschwinden der Pflanze liegt unter anderem in der Trockenlegung feuchter Wiesen. In Österreich wird sie zum Teil unter Schutz gestellt.

Trollblume – Mit Vitamin C gegen Skorbut

Die medizinische Wirkung der Trollblume beruht auf ihren hohen Anteil an Vitamin C, wodurch sie in früherer Zeit als Heilmittel gegen Skorbut verwendet wurde. In der Volksheilkunde wurde die Trollblume auch bei Verstopfung und Darmträgheit eingesetzt.

Die Wirkung der Trollblume bei Verstopfung beruht aber vermutlich auf die enthaltenen Giftstoffe, die der Körper nach einer Aufnahme so schnell wie möglich wieder ausstoßen möchte. Daher handelt es sich nicht um eine gesundheitsfördernde, sondern vielmehr um eine schädliche Wirkung.

Wirkung des Giftes

Die Wirkung der enthaltenen Gifte entspricht der des Hahnenfußes. Allerdings müssen schon große Mengen der Pflanze konsumiert werden, um eine Vergiftung hervorzurufen. Bei Einnahme der frischen Pflanze kann es aufgrund der enthaltenen Scharfstoffe zu Erbrechen, Magenschmerzen und Brennen im Mundraum kommen. Bei Überdosierungen kann es zu Atemnot, Schwindel und sogar Krampfanfällen kommen. Daher sollte von Anwendungen der Pflanze Abstand genommen werden.

Wollen Sie der geschützten Pflanze aber einen Platz in ihrem Garten geben, so können sie die Trollblume als Zierpflanze anbauen. Sie ist relativ anspruchslos, benötigt aber einen feuchten nährstoffreichen Boden. Zudem sollte die Pflanze an einem sonnigen Standort gedeihen können. Das Goldköpfchen ist als Staudenpflanze im Fachhandel erhältlich.

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