Kräutersorten

Urgetreide-Sorten: Kamut, Emmer und Einkorn

Urgetreide-Sorten: Kamut, Emmer und Einkorn

Als Urgetreide bezeichnet man Getreidesorten, die bereits vor Jahrtausenden angebaut wurden. Urgetreide-Sorten wie Kamut, Emmer und Einkorn enthalten mehr Nährstoffe als Weizen oder Gerste. Erfahren Sie hier, warum Urgetreide so gesund ist und öfter auf dem Teller landen sollte.

Kamut

Kamut, ein Synonym für Khorasan-Weizen, ist der Ur-Vorfahre unseres modernen Weizens. Vor über 6.000 Jahren wurde aus Kamut im Orient bereits Brot gebacken. Die Hauptanbaugebiete von Kamut liegen heute in Nordamerika, Kanada und Südeuropa. Ähnlich wie herkömmlicher Weizen schmeckt Kamut mild und dabei leicht nussig. Die Körner ähneln ebenfalls unserem Weizen, sind aber etwa doppelt so groß. Kamut enthält bis zu 40 Prozent mehr Proteine als Weizen und mehr Vitamine sowie Mineralstoffe, gilt als sehr robust und weniger anfällig gegenüber Schädlingen.

Emmer

Emmer ist ein sogenanntes Zweikorn-Getreide, aus jedem Absatz der Ährenspindel wachsen zwei Körner. In der Jungsteinzeit vor 10.000 Jahren war Emmer in der ältesten Ackerbaukultur in Mitteleuropa die wichtigste Getreideart und bildete ein bedeutendes Grundnahrungsmittel. Zum Ende der Bronzezeit um 1.000 vor Christus verschwand das Urgetreide dann allmählich von der Erntefläche. Heute wird es wieder angebaut. Verglichen mit Kamut ist Emmer ebenfalls kaum anfällig für Krankheiten und Pilze und gedeiht auch auf nährstoffarmen Boden. Emmer eignet sich hervorragend um gesundes Brot zu backen. Herausragend ist der würzige, aromatische Geschmack.

Einkorn

Aufzeichnungen zufolge gibt es das Urgetreide Einkorn seit über 7.500 Jahren. Damals wurde es noch in der Region um Euphrat und Tigris (Vorderasien) angebaut, heute wächst es auch in Westeuropa. Einkorn eignet sich nicht so gut zum Backen, da das Urgetreide Wasser schlecht bindet. Im Gegensatz zum Zweikorn-Getreide Emmer bildet sich beim Einkorn an jedem Absatz der Ährenspindel nur ein Korn. Genau wie Kamut und Emmer ist Einkorn sehr robust gegen Schädlingsbefall und kann auch auf mageren, trockenen Böden gut wachsen. Natürlich ist auch Einkorn als Urgetreide sehr gesund, enthält reichlich Eisen und viele essenzielle Aminosäuren.

Bildquelle: Thinkstock, 476312831, iStock, SanneBerg

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1 Comment

  • Reply
    Pseudogetreide: Drei Sorten im Überblick | Kräuterallerlei
    5. Oktober 2017 at 15:08

    […] Amaranth, Buchweizen und Quinoa werden auch als Superfood bezeichnet, denn sie enthalten genau wie Kamut, Emmer und Einkorn (Urgetreide) viele wertvolle Nährstoffe. Erfahren Sie hier mehr über Pseudogetreide-Sorten und […]

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