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Vanille – Das Wunder von Madagaskar

Vanille - Das Wunder von Madagaskar

Ob Vanilleeis oder Vanillepudding: Das Gewürz aus Madagaskar ist insbesondere aus der süßen Küche kaum mehr wegzudenken. Doch die Vanille kann noch viel mehr als den Geschmack verfeinern: Hier erfahren Sie, was die kleinen Schoten noch zu bieten haben.

Vanille in der Küche verwenden

Vanille ist ein Orchideengewächs, das ursprünglich aus Mexiko stammt und erst durch die spanischen Eroberer nach Europa gelangte. Heute wird das Gewürz vor allem auf Madagaskar angebaut. Eine Vanilleschote enthält circa drei bis vier Prozent des Hauptaromastoffs Vanillin. Der Rest besteht aus Wasser, Zucker, Fett, Mineralstoffen und Cellulose. Aufgrund des hohen Zuckergehalts von 25 Prozent kommt Vanille meist bei der Bereitung von Süßspeisen zum Einsatz, aber auch pikante Gerichte mit Fleisch oder Gemüse können mit dem süßen Gewürz verfeinert werden. Dazu wird in der Regel nur das Fruchtfleisch der Vanilleschote verwendet, denn dieses enthält die meisten Aromastoffe. Die Schote wird der Länge nach aufgeschnitten und anschließend mit einem Messer ausgekratzt. Die Schote selbst gehört jedoch keineswegs in den Abfalleimer: Sie kann zum Beispiel in Sahne oder Milch gekocht werden, damit sie ihre Aromastoffe abgibt. Aus der Flüssigkeit können dann die verschiedensten Leckereien – zum Beispiel Vanillesoße – hergestellt werden.

Die Wirkung von Vanille auf den Körper

Der Hauptaromastoff der Vanille – das Vanillin – soll sich auf verschiedenste Weise positiv auf den Körper auswirken. Insbesondere bei Angstzuständen und depressiven Verstimmungen kann es Linderung verschaffen, denn es wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend. Zahlreiche Pflegeprodukte, Badezusätze und Duftkerzen duften daher nach Vanille. Darüber hinaus wird dem Vanillin eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt – ein Grund dafür, dass auch Parfums gerne etwas Vanillearoma hinzugefügt wird. Äußerlich aufgetragen kann Vanille Entzündungen hemmen und das Infektionsrisiko senken, sodass sie häufig bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Pilzerkrankungen zum Einsatz kommt. Wissenschaftliche Studien überprüfen zudem nun, ob Vanille auch das Krebsrisiko senkt, denn es wird vermutet, dass Vanillin einen schützenden Einfluss auf menschliche Zellen hat und Erbgutmutationen verhindern kann.

Vanille: mehr als nur ein Gewürz

Auf vielfältige Weise mit Vanille zu experimentieren, kann sich durchaus lohnen: Das begehrte Gewürz verleiht nicht nur vielen Speisen das gewissen Etwas, sondern wirkt sich auch positiv auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden aus.

Foto: Ildi Papp – Fotolia

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