Kräuter als Heilmittel

Wachmacher aus dem Regenwald: Wunderpflanze Guarana

Artikelgebend ist die wachmachende Wirkung von Guarana

Die südamerikanische Liane Guarana, die zu den Seifenbaumgewächsen gehört, macht müde Menschen munter. Ihre Frucht besitzt die fünffache Menge an Koffein im Vergleich zu einer Kaffeebohne und wird deshalb auch Koffein-Liane bezeichnet. Bekannt und beliebt ist Guarana in Deutschland vor allem in Form von Pulver, als Kapseln oder in Energydrinks. Sie steigert zudem die Leistungsfähigkeit und verringert das Hungergefühl, so dass sie auch gerne als Unterstützung zum Abnehmen verwendet wird.

Anwendung der Guarana

Guarana wirkt anregend, fiebersenkend, harntreibend sowie vitalisierend und wir hauptsächlich bei Kopfschmerzen und Müdigkeit angewendet. Doch auch bei Darmbeschwerden, Übergewicht, Depressionen und Leistungsschwäche helfen die Samen, die in den kleinen roten Früchten enthalten sind. Bei den Indianern werden sie bereits seit Jahrhunderten als Medizin und für die Körperpflege benutzt. Das Guarana-Pulver kann man entweder als Getränk, in Joghurt eingerührt oder als Nahrungsergänzungsmittel aus dem Handel einnehmen. Es gibt sie aber auch in Form von Kapseln, Tabletten oder als Bestandteil in Kaugummis, Energydrinks und Süßigkeiten.

Als Pulver ist es recht schwer zu dosieren. Allein drei Gramm in Wasser aufgelöst entsprechen etwa einem Koffeingehalt von 150mg. Ein bis vier Tassen Kaffee enthalten in etwa 50-200mg Koffein. Diese Menge täglich zugeführt wird aber als unbedenklich eingestuft.

Im Gegensatz zum Koffein der Kaffeebohnen entfaltet sich das Koffein der Guarana erst nach und nach, da es an Gerbstoffe gebunden ist. Damit sich das Koffein freisetzen kann, müssen erst die Gerbstoffe abgebaut werden. Das hat zur Wirkung, dass Guarana bis zu sechs Stunden im Körper vorhanden ist und auch solange seine Wirkung zeigen kann.

Nebenwirkungen der Koffein-Liane

Guarana wirkt schonender für den Körper als Kaffee, da es die Magenschleimhäute nicht angreift. Bei übermäßigem Konsum (mehr als 5 Gramm des Pulvers) kann es jedoch zu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herzrasen und Kopfschmerzen führen. Genau wie bei starken Kaffeetrinkern kann es zu Entzugserscheinungen kommen, wenn man nach längerem, regelmäßigen Gebrauch Guarana absetzt.

Schwangere, Mütter während der Stillzeit und Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder mit Bluthochdruck sollten komplett auf Guarana verzichten.


IMG: Thinkstock, iStock, diogoppr

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