Rezepte mit Kräutern

Weihnachtliche Würze für leckere Plätzchen

Weihnachtliche Würze für leckere Plätzchen

Von A wie Anis bis Z wie Zimt – in der Weihnachtszeit durchströmen ganz besonders viele feine Düfte die Luft. Die getrockneten Pflanzenteile sind vielseitig einsetzbar: Ihr besonderes Aroma verleiht Gerichten, aber vor allem leckeren Plätzchen eine weihnachtliche Note. Von diesen Weihnachtsgewürzen kriegt man die Nase so schnell nicht voll. Deshalb verarbeitet man sie jetzt ganz schnell in klassischen Weihnachtsgebäcken wie Spekulatius, Lebkuchen und Zimtsterne.

  • Anis hat ein leichtes Lakritzaroma. Je nach Anispflanze geben die getrockneten, meist gemahlenen Samen einen süßen oder einen herben Geschmack ab. Anis ist essenzielles Gewürz für Anisplätzchen, passt aber auch zu Pfeffernüssen und Springerle.
  • Ingwer schmeckt zitronig-scharf. Zum Backen verwendet man die Wurzel getrocknet oder gemahlen für Ingwerplätzchen und die Klassiker Lebkuchen und Printen. Kandierter Ingwer oder mit Schokolade überzogene Ingwerstäbchen sind eine beliebte Süßigkeit.
  • Ebenfalls zu Ingwer-Familie gehört Kardamom. Hierbei werden allerdings die unreifen Samen aus den Blüten am Seitentrieb der Pflanze verwendet. Im Inneren der Kapseln befinden sich die gewünschten Samen. Kardamom schmeckt süßlich-scharf und darf in Spekulatius nicht fehlen. Auch im Kaffee oder in einer heißen Schokolade schmeckt Kardamom super.
  • Koriander kennt man vor allem aus der asiatischen Küche als grüne „Thai-Petersilie“. Die getrockneten Samen sind jedoch hell, riechen nach Zitrone und Moschus und erinnern im Geschmack an eine Mischung aus Orangenschalen, Zimt und Muskat. Wenn man sie mahlt, sind sie damit die perfekte Zutat für Lebkuchen und Printen.
  • Mit diesem Gewürz geht man besser sparsam um: Nelken bestehen bis zu einem Viertel aus ätherischen Ölen und haben damit ein sehr intensives Aroma, das leicht scharf schmeckt. Die getrockneten Blütenknospen passen perfekt zu Grog und Feuerzangenbowle.
  • Nicht nur für Eintöpfe und Suppen ist Piment ein klasse Gewürz: Die kleinen braunen Kugeln sind eigentlich die unreif geernteten und getrockneten Beeren des Nelkenpfefferbaums und schmecken nach Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer – und passen somit hervorragend zu Honig- und Pfefferkuchen.
  • Mit dem eigentlichen Anis hat Sternanis nichts zu tun außer einen ähnlichen Geschmack: Die sternförmige Frucht stammt von einem Magnolienbaum und schmeckt nach Lakritz. Gemahlener Sternanis rundet Lebkuchen und Pfeffernüsse ab. Als ganzes ist Sternanis eine tolle Dekoration oder verleiht Weihnachtstee und Glühwein eine pikante Note und eine hübsche Optik.
  • Vanille gehört zur Familie der Orchideen. In den Fruchtkapseln stecken viele kleine schwarze Samen und Öl, die erst nach einem aufwendigen Dampf- und Trocknungsprozess ihr volles Aroma entfalten. In fast jedes Kuchen- und Plätzchenrezept gehört das aus den Schoten gekratzte Vanillemark. Auch viele Desserts außerhalb der Adventszeit profitieren von dem süßen Geschmack. Die ausgekratzten Schoten wirft man nicht weg: Man kann sie noch mitkochen oder Zucker beimengen – so entsteht ganz natürlich der Backzusatz Vanillezucker.

Was wäre die Winter- und Weihnachtszeit ohne Zimt? Das bräunliche Pulver stammt von der getrockneten Rinde des Zimtbaumes und ist damit namensgebende Zutat in Zimtsternen. Ganze Zimtstangen verfeinern Glühwein und Punsch.


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