Wermut – Heilkraut oder Rauschgift?

Autor: Kristin

Wermut oder Alsem (Artemisia absinthium) ist dem Menschen seit den Zeiten des Alten Testaments als Pflanze mit ambivalenten Wirkungen bekannt.
Der verzweigte Halbstrauch wächst in trockenen Gegenden auf der ganzen Welt und kann mehr als einen Meter hoch werden. Trotz seines bitteren Geschmacks wurde der Wermut aufgrund seiner anregenden Wirkungen von alters her geschätzt – sein Name „Erhalter der Sinne“ weist darauf hin. Hildegard von Bingen bezeichnete ihn gar als „Meister über alle Erschöpfungen“. Wermut arthemisia absinthum
Aber auch seine Nebenwirkungen waren bekannt und wurden zum Teil bewusst provoziert: Wer zu viel Wermut konsumiert, kann unversehens in Schwindelzustände geraten; im Mittelalter machte man von seinen halluzinogenen Eigenschaften ausgiebig Gebrauch – nicht zuletzt Hildegard selbst ist für ihre häufigen Visionen bekannt.
Während die moderne Medizin sich des Wermuts besonders wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften bedient, wurde er in der tradierten Medizin bis ins 20. Jahrhundert bei Appetitlosigkeit, Erbrechen und Magenleiden, aber auch zur Abtreibung angewendet; Wermut in großen Mengen kann zur Abstoßung des Fetus führen. In der (umstrittenen) Homöopathie wird Wermut, bzw. das destillierte Absinthium, auch bei Halluzinationen, Alpträumen und Amnesien verabreicht.
In der Neuzeit spielte der Wermut besonders als Bestandteil alkoholischer Getränke (Absinth, Vermouth) bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man, die schädigenden Wirkungen des Absinths auf den Wermut zurückzuführen, freilich mit bescheidenem Erfolg; inzwischen ist hinlänglich nachgewiesen, dass die Nebenwirkungen hohen Absinthkonsums letztlich durch den Alkoholgehalt von 50 bis 80 Prozent bedingt werden.
In der Küche wird Wermut so gut wie gar nicht gebraucht. Seine Bitterkeit liegt dem sprichwörtlichen „Wermutstropfen“, der noch die süßeste Speise verbittert, zugrunde.
In der Medizin findet er Anwendung wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften.


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H. de Toulouse-Lautrec schreibt
am 22. November 2007 um 17:23 Uhr

Mmh… Absinth. Wusste gar nicht, dass Wermuth auch als Heilkraut verwendet wird.

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Kristin schreibt
am 26. November 2007 um 16:44 Uhr

Wermuth belebt Geist & Körper! Besser als Red Bull

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Sarah schreibt
am 3. Juni 2009 um 18:29 Uhr

ich finds toll und ja es is besser als Red bull

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