Rezepte mit Kräutern

Wiesensalbei: Vielfältiges Kraut für Körper und Geist

Wiesensalbei: Vielfältiges Kraut für Körper und Geist

Von April bis zum Spätsommer zieht er mit seinen violetten kerzenartigen Blüten und weißlichen Blättern die Blicke auf sich. Die Rede ist vom Wildsalbei der bei uns Wegesränder und Wiesen säumt. In der Pflanzenheilkunde wird er zwar, im Gegensatz zum kultivierten und wirksameren Gartensalbei, seltener genutzt, doch auch der Wiesensalbei ist vielseitig einsetzbar und findet in Medizin, Küche und Co. Anwendung.

Sagenumwobener Wiesensalbei mit heilender Wirkung

Viele Sagen ranken sich um den Wildsalbei. Während er bei den Römern als heilig galt, gingen die Griechen sogar davon aus, dass sie der Wiesensalbei unsterblich mache. Im Mittelalter wurde er dann über die Alpen gebracht und fortan als heiliges Zauberkraut angesehen, welches vor bösen Geistern schützte. Selbst Schutz vor Pest wurde dem Kraut nachgesagt. Was die heilenden Kräfte des Wiesensalbeis angeht, lagen die Menschen mit der Annahme, er könnte sie sowohl heilen, als auch schützen, gar nicht so verkehrt.

Findet auch in moderner Medizin Anwendung

In der modernen Medizin ist bekannt, dass der Wiesensalbei nicht nur entzündungshemmend, sondern auch krampflösend, antibakteriell und schweißhemmend wirkt. Deshalb verschafft er vor allem Frauen mit Menstruationsbeschwerden Linderung. Auch übermäßigem Schwitzen und Hitzewallungen in den Wechseljahren beugt er vor.
Sollten Sie an Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl oder Durchfall leiden, schafft der Salbei hier als Tee Abhilfe. Der Geist soll durch die Einnahme des Salbeis belebt werden.

Obwohl dem Gartensalbei eine stärkere Wirkung nachgesagt wird, als dem Wiesensalbei, können beide Arten roh verwendet werden. Kinder und Schwangere sollten den Salbei allerdings nicht zu sich nehmen.

Salbei in der Küche verwenden

Salbei muss keineswegs nur als Tee getrunken werden. In der Küche eignet er sich hervorragend zum Räuchern von Fisch und Fleisch. Zudem dient Salbei zur Aromatisierung von Kräuterweinen, Kräuterlikören und zur Schnapsherstellung. Die Blätter und Triebspitzen des Salbeis finden wunderbar in Salaten, Saucen sowie Suppen Anwendung und auch beim Backen kommen sie zum Einsatz.

Rezept für Johannisbeer-Salbei-Plätzchen

Zutaten:

  • 250 g Dinkelmehl
  • 120 g Butter
  • 120 g Zucker
  • 1 Prise Kräutersalz
  • 120 g frische Himbeeren oder Johannisbeeren
  • 3 EL Salbeiblätter (fein gehackt)
  • 2 Eigelb
  • etwas Backpulver

Zubereitung:

Vermengen Sie die Zutaten und stellen Sie aus ihnen einen Mürbeteig her. Anschließend den Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nach Ablauf der Zeit formen Sie aus dem Teig kleine Kugeln, setzten diese auf ein Backblech und drücken sie mit einer Gabel etwas flach. Bei 180 Grad backen die Plätzchen nun für 10 bis 15 Minuten.

Guten Appetit!

Bildquelle: Pixabay, wild-sage, 789424 1280

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