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Wildkräuter pressen: Das braucht man und so geht’s

Wildkräuter pressen: Das braucht man und so geht’s

Wildkräuter sind in der Natur zu Hause, werden nicht von Menschenhand gezüchtet und genau das ist es, was sie so besonders wertvoll macht. Ihrer Naturbelassenheit haben sie es zu verdanken, dass Brennnesseln, Löwenzahn, Giersch und Co. jedes Mixgetränk aufwerten. Sorgsam gepresst werden sie untergemischt, geben zusätzlich Farbe und jede Menge Power. Wahlweise können Wildkräuter auch zu einem Pesto verarbeitet werden. Selbst einem Salatdressing stehen sie gut zu Gesicht.

Eine Auswahl an Wildkräutern

Wohl kaum jemand würde auf die Idee kommen, in eine Brennnessel zu beißen. Doch insbesondere im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, sind Brennnesseln noch zart. Dann ist die geeignete Zeit gekommen, sie in der Natur zu sammeln und umgehend zu verwerten.

Auch der Löwenzahn kommt für eine Verarbeitung in der Küche durchaus infrage. Seine zarten Blätter schmecken nicht nur im Salat.

Giersch im Garten? Nicht über das „Unkraut“ ärgern. Besser einsammeln und etwas Leckeres daraus zaubern!

Vogelmiere und Spitzwegerich – diese Pflanzen kennt beinahe jeder. Und wenn doch nicht, dann ist eine Wildkräuterwanderung unter erfahrener Anleitung genau die richtige Wahl.

Weshalb Wildkräuter (auch) gepresst werden sollten

Wildkräuter besitzen in der Regel viel Chlorophyll und sind in ihrer Struktur eher faserig. Aus diesem Grund ist es ratsam, sie einem schonenden Pressvorgang zu unterziehen. Das ist gut für den Erhalt der Inhaltsstoffe und zugleich angenehm für das spätere Mundgefühl.

Mischt man ihren Saft unter gepresstes Obst oder Gemüse, wird der manchmal leicht bittere Geschmack der Wildkräuter perfekt kaschiert. Die Brennnessel liefert auf diese Weise überproportional viel Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium und sechsmal so viel Vitamin C wie eine Zitrone.

Welcher Entsafter am geeignetsten ist und wie gearbeitet werden sollte

Bei der Auswahl eines Entsafters sollte nicht auf die klassische Zentrifuge zurückgegriffen werden. Zu hoch sind deren Umdrehungszahlen und zu groß die Wärmeentwicklung. Beides würde die wertvollen Inhaltsstoffe der Wildkräuter zerstören. Eine Hand-Saftpresse mit Pressschnecke ist eine, die hierfür besser geeignet ist.

In der Handhabung ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Masse eingefüllt wird, um die innen laufende Schnecke der Presse nicht zu verstopfen. Trester, also der Abfall, sollte zudem regelmäßig entsorgt werden. Das gilt vor allen Dingen für elektrisch betriebene Pressen.

Der Saft sollte innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Gelagert werden muss er kühl und in einem verschlossenen Gefäß, um Oxidation zu vermeiden.



Bildquelle: Thinkstock, 491665007, iStock, sauletas

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