Kräutersorten

Ysopkraut – Die aromatische Heilpflanze

Ysopkraut ist eine Heilpflanze mit langer Tradition. Bereits seit dem 16. Jahrhundert sind die positiven krankheitslindernden Eigenschaften des Lippenblüters bekannt.

Ysopkraut (Hyssopus officinalis), das auch unter den Bezeichnungen Eisenkraut, Bienenkraut, Josefskraut und Weinespe bekannt ist, ist ein mehrjähriger Strauch, der eine Höhe von bis zu 70 cm erreichen kann. Die Blätter der Heilpflanze sind schmal und dunkelgrün und verlaufen zum Ende hin in eine spitze Form. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August, wobei sich tiefblaue Blüten herausbilden.

Ysopkraut – Heilende Wirkung

Die heilende Wirkung der aromatischen Pflanze mit dem würzig herben Geschmack ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Im Besonderen wird sie bei Erkrankungen der Atemwege verwendet, da es schleimlösend wirkt und den Auswurf fördert. Darüber hinaus regt es den Appetit an, wirkt beruhigend, entzündungshemmend und unterdrückt die Schweißbildung.

Verwendung des Heilkrautes

In der traditionellen Volksmedizin wird Ysop in erster Linie bei chronischer Bronchitis, Asthma und Halsentzündungen verwendet. Des Weiteren hat es eine heilende Wirkung bei Menstruations- und Herzbeschwerden sowie bei Kreislaufschwäche. Ysop findet ebenso Verwendung bei äußeren Verletzungen und das Auflegen Ysopblätter schützt vor Infektionen.
Zur Herstellung eines Kräutertees übergießt man zwei Teelöffel Ysop mit heißem Wasser und lässt das Ganze für 10 Minuten ziehen.

Weiterhin findet die aromatische Heilpflanze in der Küche als Gewürz Verwendung. So kann es bei der Zubereitung von Fleischspeisen, Eintöpfen und Salaten verwendet werden.

Seinen Namen verdankt Hyssopus officinalis übrigens dem bekannten Mediziner Hippokrates. Dieser gab der Heilpflanze den Namen „esop“, was soviel wie „heilige Pflanze“ bedeutet. Bereits in der Bibel wurde Ysop als Kraut mit reinigender Wirkung erwähnt.
Mönche brachten die Pflanze im 9. Jahrhundert nach Europa, wo sie seitdem kultiviert wird.

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