Kräutergarten

Darum mögen Kräuter keine Blumenerde

Nicht nur bei passionierten Hobbyköchen kommen frische Kräuter gut an. Das Gute: Es ist gar nicht so schwierig, Kräuter selbst anzubauen. Das garantiert Ihnen eine schmackhafte und natürliche Alternative zu sämtlichen getrockneten und tiefgekühlten Kräutern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtige Erde für Ihre Kräuter auswählen.

Kräuter selber ziehen: Darauf kommt es an

Jede Pflanze hat ihre ganz eigene ökologische Nische und individuelle Ansprüche. Diese unterscheiden sich im Bedarf an Licht, Wasser und Nährstoffen. Der richtige Boden für die Pflanzen hat dabei eine besondere Bedeutung. Er bestimmt den Nährstoffgehalt und beeinflusst den Wasserhaushalt.
Kräuter bevorzugen in den meisten Fällen einen lockeren und durchlässigen Boden, der je nach ursprünglichem Standort entweder sandiger oder nährstoffhaltiger ist.
Den Licht- und Düngerbedarf sollten Sie individuell an Ihre Lieblingskräuter anpassen, da dieser stark variieren kann.

Warum Sie keine Blumenerde verwenden sollten

So wie ein Mangel an Licht, Wasser oder Nährstoffen bei Pflanzen das Wachstum beeinträchtigen kann, wirkt ein Überfluss genauso oder sogar schädlicher auf sie. Wenn Sie für Ihre Kräuter reine Blumenerde verwenden, schaden Sie Ihren Pflanzen gleich in zwei Bereichen.

  • Blumenerde ist in der Regel ein sehr dichter und humusreicher Boden. Dieser dichte Boden ist weniger durchlässig für Wasser, was nach einem Regen oder nach dem Gießen sehr leicht zu Staunässe führen kann. Das Wasser wird stärker zurückgehalten, was dazu führen kann, dass sich Schimmel an den Wurzeln ausbreitet und die Pflanzen absterben.
  • Der zu hohe Nährstoffgehalt in Blumenerde kann bei Ihren Kräutern außerdem zu Wachstumsstörungen führen. Je nach Art von Pflanze und überschüssigem Mineral wird die Pflanze beeinträchtigt und zeigt bestimmte Symptome. Beispielsweise verfärben sich die Blätter bei einem Kalziumüberschuss gelbgrün (Chlorose).

So wählen Sie den richtigen Boden für Ihre Kräuter

In Gärtnereien oder Baumärkten gibt es bereits auf Kräuter zugeschnittene Erde, welche sich in den allermeisten Fällen gut eignet.
Sie können diese Kräutererde aber auch selbst herstellen, indem Sie Blumenerde mit Sand oder Splitt mischen. So erhalten Sie eine insgesamt lockerere Erde mit passendem Nährstoffgehalt und geeigneter Durchlässigkeit, die zu den Kräutern passt.

Das Verhältnis ist abhängig von der Pflanzenart.

  • Mediterrane Kräuter (Rosmarin, Lavendel) benötigen einen sandigeren Boden (ca. 40 Prozent Sand, 60 Prozent Blumenerde).
  • Pflanzen mit höherem Nährstoffbedarf (Minzen, Petersilie) freuen sich über die Beimischung von etwas Kompost (50 Prozent Blumenerde, 35 Prozent Sand, 15 Prozent Kompost).

Dies sind natürlich nur grobe Richtwerte, die an Ihre Kräuter angepasst werden sollten.

Fotonachweis: Thinkstock, 453085143, iStock, coramueller

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