Rezepte mit Kräutern

Hagebutten – Herbstliche Vitamin-C-Bomben

Hagebutten – Herbstliche Vitamin-C-Bomben

Hagebutten entstehen aus den Blüten der Wild- oder Heckenrose. Jetzt im Herbst kann man die vitamin-C-haltigen Früchte ernten und zu Tee, Mus oder Marmelade verarbeiten. Kinder verwenden die Kerne der Hagebutte, die mit feinen Härchen versehen sind, als „Juckpulver“. Aus frisch geschnittenen Hagebuttenzweigen lassen sich dekorative Kränze binden, mit denen man sich etwas Herbst-Stimmung in die Wohnung holen kann. Hier finden Sie die besten Rezepte.

Hagebuttentee

Die Hagebutte hat einen ausgesprochen hohen Vitamin-C-Gehalt, der sich auf bis zu 5.000 mg pro 100 g frische Hagebutten beläuft. Das erklärt den positiven Einfluss bei Erkältungskrankheiten und bei Frühjahrsmüdigkeit. Verwendet wird die Schale der Hagebutten, die Kerne werden vorsichtig, am besten mit Einmal-Handschuhen entfernt, da die feinen Härchen der Samen auf der Haut Juckreiz auslösen können. Jetzt im Herbst ist die beste Zeit um Hagebutten zu sammeln und frisch zu verarbeiten. Getrocknete Hagebuttenschalen eignen sich hervorragend als leicht säuerlicher Tee, den man heiß oder kalt genießen kann. Auch als Grundlage für Früchtetee-Mischungen eignen sich Hagebuttenschalen hervorragend. Nach dem Entfernen der Kerne, schneidet man die Hagebuttenschalen in Stücke und lässt diese an einem warmen, trockenen Platz oder im Backofen bei niedriger Temperatur trocknen.

Hagebuttenmus und -brotaufstrich

Hagebuttenmus ist ein hervorragendes Nahrungsergänzungsmittel und eine echte Vitamin-C-Bombe. Zur Herstellung benötigt man nur Hagebutten, etwas Wasser und ein Wenig Zitronensaft. Man gibt die reifen Hagebutten mit ganz wenig Wasser in den Topf, gerade so viel, dass der Boden bedeckt ist. Dann lässt man die Hagebutten bei geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln. Geben Sie die gekochten Hagebutten in eine „Flotte Lotte“ oder streichen Sie die gekochten Hagebutten durch ein feines Sieb. Wenn ein säuerlicher Geschmack gewünscht wird, kann etwas Zitronensaft zugefügt werden. Soll das Mus länger als ein paar Tage aufbewahrt werden, sollte man es in sauberen Einweckgläsern im Wasserbad für etwa 45 Minuten einkochen. So wird das Hagebuttenmus für bis zu einem Jahr haltbar. Wem der Aufwand zu groß ist, der kann jetzt im Herbst auch frisches Hagebuttenmus auf dem Wochenmarkt bekommen.

Um einen leckeren Brotaufstrich zu bekommen, kann man das Hagebuttenmus mit Gelierzucker 5 Minuten aufkochen und erhält auf diese Weise einen leckeren und durch den Zucker haltbaren Brotaufstrich. Auf 500 Gramm Hagebuttenmark gibt man 250 Gramm Gelierzucker 2:1.

Img: Thinstock, 186207639, iStock, PimaK

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2 Kommentare

  • Reply
    Miriam Betancourt
    29. Oktober 2015 at 15:32

    Hagebuttenmus ist einfach prima. Ich nehme es auch gerne zum Abschmecken von Soßen.

  • Reply
    mehralszuhoeren
    26. Juni 2016 at 21:21

    Ich habe Hagebuttenmus in einer rohen Variante kennengelernt: es wird ohne kochen einfach püriert mit entsprechend Zucker. Durch den Zucker wird es haltbar, obwohl es roh ist. Dadurch erhält man die wertvollen Inhaltsstoffe, das Vitamin C geht ja beim erhitzen kaputt. Andererseits hat man dann wieder den Zucker… aber ich würde es dann mit einem Vollrohrzucker herstellen.

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