Medizinische Wirkung von Salbei
Salbei (Salvia) stammt vom lateinischen Wört „salvare“ und bedeutet „heilen“. Das deutet bereits auf die heilende Kraft der Pflanze hin. Einerseits ist es als Küchengewürz bekannt und andererseits aus der medizinischen Welt als Heilkraut nicht mehr wegzudenken. Salbei ist weltweit verbreitet und umfasst mehr als 920 Arten.
Die Arzneimittelkunde nutzt dabei die besondere Kombination an ätherischen Ölen, die desinfizierend (antibakteriell) und antiseptisch (keimtötend) wirkt. Aus diesem Grund wurden früher die Krankenzimmer auch mit getrockneten Salbeiblättern ausgeräuchert, dabei entsteht ein Marihuana ähnlicher Duft. Als Kräutertee hilft er gegen Halsschmerzen und -entzündungen, Magen- und Darmschmerzen können ebenfalls gelindert werden.
Salbei hat außerdem eine schweißhemmende Wirkung. Mit Salbeitee im Fußbad hilft er gegen Schweißfüsse, wirkt gegen die Geruchsbildung und unterstützt auch bei übermäßigem Schwitzen – das gerade Frauen in den Wechseljahren betrifft – schafft er Linderung.
Neben den ätherischen Ölen enthält Salbei auch Gerbstoffe, die eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung haben. Sie wirken besonders auf die Schleimhäute, hemmen dort Entzündungen und machen sie widerstandsfähig gegen erneuten Befall von Krankheitserregern. Deshalb wird Salbei oft zum Gurgeln eingesetzt. Weiterhin regen die im Salbei enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung an und machen uns so schwer verdauliche Speisen bekömmlicher.
Aufgrund des hohen Anteils an Kalzium ist Salbei ein gesunder Helfer für das Funktionieren der Muskulatur, auch des Herzmuskels, ist hilfreich gegen Osteoporose, wirkt stoffwechselfördernd und hilft bei Gelenkschmerzen die Ablagerungen zu lösen.
In Deutschland ist vor allem der Wiesensalbei verbreitet, der allerdings kaum ätherische Öle enthält und daher in der Medizin nicht verwendet wird.
1. Viel Schwarztee trinken – diesen ca. 10 Minuten ziehen lassen und danach abkühlen lassen, bis er warum ist. KEINE Milch – diese hebt die antiseptische Wirkung auf.
2. Ist keine Halswehtablette in Sicht am Abend und in der Früh Salzwasser gurgeln (nicht schlucken). Wieder gilt: Danach keine Milch.
3. Honigbrot – wirkt sehr gut bei Halssschmerzen, da er gleich mehrere antiseptische Wirkstoffe beinhaltet.
4. Hustenreiz und wenn es sich schon in die Bronchien gezogen hat: Salzwasser (eventuell mit ätherischen Ölen der Rose, oder dem Teebaum) zum Kochen bringen. Handtuch über den Kopf und 15 Min. lange inhalieren. TIPP: Nehmt keinen Inhalator aus der der Apotheke – Es soll gezielt auf den kompletten Kopf wirken (ist auch gut für die Haut
).
LG,
Harald
@Harald: Vielen Dank für die weiteren Tipps.
Ich habe bisher immer einen Inhalator aus der Apotheke benutzt, weil ich den praktischer fand. Aber demnächst werde ich es auf die “altbewährte” Methode versuchen.
LG
Schade, dass wir so wenig über diese positive Wirkungen überhaupt der Pflanzen wissen! Besser mehr drüber informiert zu werden, statt immer der Chemie zu trauen!
Das schöne ist, Salbei ist in einigen deutschen Gegenden wintergrün, letzten Winter sind erstmalig in zwanzig Jahren hier im Weingebiet, bei einigen Salbeipflanzen die Blätter erfroren, danach haben die Pflanzen um so schöner ausgetrieben. Salbeipflanzen gibt es in allen Baumärkten beim Kräuterangebot, manchmal auch bei Aldi oder anderen Lebensmttelmärkten. Wer keinen Garten hat, kann sich grosse Plastiktöpfe (Gewicht) die aussehen wie Terrakotta-Töpfe für den Balkon anschaffen, je grösser der Topf, um so weniger Gefahr das die Pflanze erfrieren und vertrocknen.
Mmmmmmmmm: Salbei in Olivenöl sanft gebraten zu Kartoffelbrei, oder zu Leber oder zu rotem Fleisch, oder einfach auf Brot, viel Erfolg…
Übrigens: Salbeitee macht Durst, (bindet vermutlich Wasser) zu viel ist auch nicht gut, geschätzt eine kleine Teekanne am Tag reicht. Was sagen die Apotheker zur Menge? Mengenvorschlag: Wenn man gar nicht krank ist: Salbei dreimal wöchentlich als Tee oder Speise…, nicht öfter.
