» ätherisches Öl

Autor: Nicole

Gerade Gerüche von Tieren und auch Essensdüfte kann man mit einem selbstgemachten Raumspray aus Myrte neutralisieren.

Der Vorteil: Die Inhaltstoffe der Pflanze aus der Familie der Myrtengewächse übertünchen den Geruch nicht, sondern entfernen ihn. Es reichen einige Tropfen auf einem Liter Wasser. Die fertige Mischung sollte man nicht allzu lange stehen lassen, denn die ätherischen Öle verfliegen irgendwann und es bleibt nur ein Bruchteil des ursprünglichen Aromas zurück. Myrtenöl bekommt man in der Apotheke. Achten Sie auf 100 % naturreine Erzeugnisse.

Myrtus communis. nautical2k © Flickr

Myrtus communis, die Gemeine Myrte, wächst vor allem in Mittelmeerländern. Dort findet man sie als Strauch, der ab Mai bis ungefähr August kleine weiße Blüten und später Früchte trägt. Die Beeren haben leichte Ähnlichkeit mit Heidelbeeren. Früher wurden sie für die Herstellung der berühmten Mortadella verwendet. Ansonsten eignen sie sich auch zum Würzen von Wild und als Ersatz für Pfeffer. Zusammen mit den Blättern kennt man die Früchte der Myrte in einigen Ländern auch in flüssiger Form: Der Mirto (Sardinien) oder Myrtéi (Korsika) ist dort nach dem Essen sehr beliebt und somit ein Digestif, vergleichbar mit dem hierzulande bekannten. Das Myrtol im ätherischen Öl der Myrte wird in der Medizin angewendet.

Früher war die Myrte eine sehr beliebte Zimmerpflanze, ist jedoch von anderen Pflanzen verdrängt worden. Der langen Geschichte der Pflanze und ihrer Bedeutung in der Medizin werde ich demnächst eigene Beiträge widmen.    [...mehr]


Autor: Nicole

Einige Menschen glauben, dass Diptam der “Brennende Busch” ist, den Moses einer Bibelerzählung zufolge auf dem Berg Sinai sah. Dieser Umstand hängt mit einer botanischen Besonderheit des Rautengewächses zusammen.

“Dictamnus albus” wird im Volksmund auch Aschwurz genannt. Die mehrjährige Pflanze steht aufgrund ihrer geringen Verbreitung seit Mitter der 1930-er Jahre unter Naturschutz und darf nicht gesammelt oder zerstört werden. Der lateinische Name kommt vom griechischen “Dicte”, der Name für einen Berg auf Kreta und “Thamnos”, was übersetzt nicht anderes als Strauch heißt und darauf hindeutet, dass Diptam auf dem besagten Berg häufig vorkam.

Im Mittelalter kannte man das Kraut als Mittel gegen Schlangenbisse und Vergiftungen. Auch Hysterien wurden damit behandelt. Die Volksmedizin führt die Pflanze bei Symptomen wie Fieber und Rheuma als Heilmittel auf. Diptam soll zudem eine schleimlösende und antibakterielle Wirkung haben. Diese Anwendungen sind jedoch allesamt theoretisch, da die Pflanze nicht mehr in der Heilkunde verwendet wird.

Die Pflanze im ganzen, mit seltenen weißen Blüten. Illingworth @ FlickrSensationelles können die Blüten des Strauches: Sie sind von Mai bis Juni in Traubenständen zu finden und geben bei starker Hitze sehr hohe Konzentrationen ätherischer Öle ab. Durch einen chemischen Prozess entsteht dabei Gas, dass sich, kommt starke Hitze hinzu, selbst entzünden kann. Es soll auch Menschen geben, die schon mit einem Streichholz nachgeholfen haben…

Es ist möglich, Diptam im Garten anzupflanzen, aber nicht unbedingt empfohlen, da die Pflanze äußerst giftig ist. Allein die Arbeit ohne Handschuh kann schon zu Hautirritationen führen. Wer es trotzdem probieren möchte, sollte auf magere, trockene und kalkhaltige Böden achten und einen sonnigen, windgeschützten Standort wählen.    [...mehr]


Autor: Nicole

Der Lavendel ist kürzlich zum Heilkraut des Jahres 2008 gekürt worden. Schon die mittelalterliche Nonne und Kräuterexpertin Hildegard von Bingen empfahl die duftende Pflanze gegen Läuse. Noch heute wird er als natürlicher Blattlausschutz in Rosenbeete gepflanzt. Aber Lavendel kann mehr. Besonders die im Handel erhältlichen ätherischen Öle gehören in jede gute Hausapotheke.

Ein typisches Lavendelfeld. © marcooe/Pixelio

Wenn man Lavendelöl erwirbt sollte man nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf Qualität und Herkunft achten. Die besten und reinsten Öle werden in Südfrankreich (vor allem Nizza, Grasse, Monaco und Carpentras) hergestellt. aber auch Bulgarien und England exportieren Lavendelöle von guter bis sehr guter Qualität. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kann man darauf achten, dass das Öl die Aufschrift “A.O.C.” trägt. Die Buchstaben dienen als Gütesiegel, das Anbau und Gewinnung nach höchsten Richtlinien verspricht.

Wenn auf den angebotenen Produkten die Aufschrift “Lavendin” steht, sollte man nicht zuviel von Duft und Wirkung erwarten. Hier handelt es sich nicht um den echten Lavendel, sondern um einen minderwertigen Hybrid aus verschiedenen Sorten, der weniger stark dufet und oft als billiger Lavendelersatz verarbeitet wird.

Lavendel in voller Blüte. © marge simpson/PixelioDas echte Lavendelöl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Die Stängel und Blüten dafür werden meistens in der Jahresmitte geerntet. Das gewonnene Produkt ist ein Alleskönner. Unverdünnt auf die Haut aufgetragen wirkt es gegen Ekzeme, Akne und oberflächliche Hautverletzungen wie leichte Schnittwunden, Abschürfungen, Sonnenbrand und andere Verbrennungen. Auch bei Insektenstichen kann es den Schmerz und den Juckreiz lindern. Frische Narben verheilen besser und schneller, wenn sie regelmäßig mit dem Lavendelöl gepflegt werden. Innerlich kann das Öl, sparsam dosiert, als Tee angewendet werden. Kurz vor dem Schlafengehen eingenommen wirkt es beruhigend und schlaffördernd. Bei sehr starken Schlafstörungen kann man auch auf eine Aromalampe zurückgreifen, die während des Einschlafens das Zimmer “beduftet”. Tagsüber kann das Lavendelöl aus der Duftlampe die Stimmung aufhellen und, weniger stark dosiert, am Arbeitsplatz sogar die Konzentration fördern.

Aromatisiertes Öl mit Lavendel kann man auch selbst herstellen. Es ist weniger stark konzentriert als das reine ätherische Öl, kann aber auch als Badezusatz und Massageöl verwendet werden. Darüber hinaus eignet sich dieses Öl auch als Zutat zum Kochen, denn Lavendel ist ja bekanntlich auch eine Zutat der Kräutermischung “Kräuter der Provençe” und somit ein Gewürz für die Mediterrane und französische Küche. Für die Herstellung benötigt man nur eine durchsichtige Glasflasche, in die man Lavendel locker geschichtet bis zur Hälfte einfüllt. Dann Olivenöl oder eine anderes Pflanzenöl darübergießen, bis alles gut bedeckt ist. Die Mischung kann man einige Wochen ziehen lassen.    [...mehr]


Autor: Nicole

Wer einen Kräutergarten sein Eigen nennt, kann bei der Ernte einige Dinge beachten, um die optimale Frische und den besten Geschmack zu erreichen.

Der Zeitpunkt
Morgens, wenn die Luft noch kühl ist, ist der beste Zeitpunkt zur Kräuterernte. Die ätherischen Öle, die für das Aroma der Pflanzen verantwortlich sind, stehen zu dieser Zeit in ihrer höchsten Konzentration. Grund dafür ist die noch niedrige Temperatur der Kräuter. Auch Blüten sollten früh morgens geerntet werden, da sie so viel länger halten und die Blätter nicht so schnell verlieren. Wenn Kräuter und Blüten erst am Abend verwendet werden sollen, kann man sie in einem kühlem Raum und mit etwas Wasser frisch halten. Bei Kräutern aus eigenem Anbau kann man grundsätzlich auch auf das Waschen verzichten. Chemische Rückstände muss man bei Bioanbau ja nicht entfernen. Wenn man trotzdem nicht darauf Ernte nach dem Mond? Einen Versuch ist es wert. © Flickrverzichten möchte oder die Kräuter extrem verschmutzt sind, sollte man sie erst direkt vor der Verwendung waschen. Ausnahme ist die Petersilie. Sie welkt oft sehr schnell, wenn sie nicht sofort verarbeitet wird. Das kann durch eine kurze kalte Dusche des Krauts verhindert werden. Danach einfach gut trockenschüttlen und in ein Glas Wasser stellen.

Ernte nach dem Mond?
Einige Hobbygärtner glauben an die verbesserte Ernte bestimmter Pflanzenteile zu speziellen Mondphasen. Die Kräuter sollen sich so länger frisch halten und besser schmecken. In Mondkalendern kann man den optimalen Zeitpunkt ablesen. So sollen Wurzeln bei zunehmendem Mond ausgegraben werden. Das gleiche gilt für Kräuter, die zum Einfrieren bestimmt sind. Samen sollen nach einer Vollmondphase ihr bestes Aroma besitzen. Blätter und Blüten, die getrocknet werden sollen, erntet man am besten bei abnehmenden Mond.    [...mehr]


Autor: Nicole

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler. Der Name des immergrünen Halbstrauches leitet sich aus dem Lateinischen ab. So steht “ros” für “Tau” und “marinus” für “des Meeres”. Rosmarin bedeutet also soviel wie “Meertau”. Man kann davon ausgehen, dass die Pflanze bereits in der Antike bekannt, aber bei weitem nicht so geschätzt war, wie sie es heute ist. Die Symbolik des “ros marinus” war in Griechenland und im alten Ägypten eng mit dem Tod verbunden. Auch im England des 18. Jahrhunderts herrschte diese Assoziation vor. Man trug Thymian- und Rosmarinkränze bei Beerdigungen, zum einen als Symbol für die Erinnerung an den Toten, andererseits um den Geruch des Todes zu überdecken und sich vor Krankheiten zu schützen. Darüber hinaus symbolisiert die stark duftende Pflanze auch die Liebe. Im Mittelalter überreichten Verehrer ihrer Angebeteten das Kraut. In Deutschland wurde der Rosmarinkranz über lange Zeit von Bräuten getragen.
Rosmarin © urulaia/Pixelio Rosmarin wächst vor allem in der Mittelmeer-Region wild. Als bevorzugter Standort gilt ein sonniges und trockenes Plätzchen. Darauf sollte man achten, wenn man die Pflanze in unseren Breitengraden pflegt. Was die Winterhärte betrifft ist Rosmarin ein Grenzfall. Spätestens vor dem ersten Frost sollte er darum ins Warme geholt werden. Es bietet sich also an, die Pflanze immer im Topf zu ziehen. Der Boden muss sehr durchlässig sein, regelmäßiges Umtopfen in größere Töpfe erhöht die Langlebigkeit. Als Heilpflanze hat Rosmarin vor allem aufgrund seiner starken ätherischen Öle Bedeutung erlangt. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen töten viele Schimmelpilze, Bakterien und Hefen ab. Als stark hautreizend bekannt, wird das ätherische Rosmarinöl zur Durchblutungsförderung angewendet. Die äußerliche Anwendung verspricht Linderung bei Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Gicht und Zerrungen. Als Tee wirkt Rosmarin außerdem gegen Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit.
In der Küche findet die Pflanze aufgrund ihres Geschmacks, der etwas an Kiefer erinnert, vornehmlich in deftigen Gerichten mit Wild oder Rind Verwendung. Als Gewürz passt der Rosamrin aber auch sehr gut zu Gemüse. Aus mediterranen Kräutermischungen ist er nicht wegzudenken.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Die auch unter den Namen Basilienkraut, Herrenkraut, Hirnkraut, Josefskräutlein, Königsbalsam, Königskraut oder Pfefferkraut bekannte Gewürzpflanze gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine recht buschig wachsende einjährige Pflanze, die eine Höhe von 20 bis 60 cm erreicht. Die wunderbar würzig duftenden Blätter sind eiförmig, haben kurze Stiele und erreichen eine Länge von 1,5 bis 5 cm und eine Breite von 1 bis 3 cm.

Es gibt viele Kulturformen des Basilikums, die sich in ihrer Größe, Blattfarbe, Aroma und Wachstumsart unterscheiden. Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht, deshalb gedeiht er besonders in den Mittelmeerländern gut.

Die meisten Basilikumarten enthalten 0,3 bis 0,5% Öl in ihren Blättern. Aus den Inhaltsstoffen der Blätter wird ätherisches Basilikumöl gewonnen. Je nach Art, Herkunft und Erntezeit können auch Linalool, Estragol oder Campher die Hauptbestandteile sein. In den Blättern sind Kohlenhydrate, Protein, Vitamin A und Vitamin C sowie Oleanosäure und Ursolsäure enthalten.

Basilikum wird vor allem in der italienischen Küche verwendet. In Verbindung mit Tomaten und Mozarella und Olivenöl (als “Caprese”) kennt ihn fast jeder. Für Salate, Kräutersaucen, Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichte ist er ebenso ein beliebtes Gewürz. Beim Erhitzen wird das Aroma des Basilikums verstärkt. Im getrockneten Zustand verliert er sehr stark an Würzkraft. Basilikum kann außerdem Bestandteil der Gewürzmischung “Kräuter der Provence” sein.

Basilikum enthält, wie Estragon, den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol. Dieses natürliche Gift kann nach derzeit wissenschaftlichen Erkenntnissen dem Menschen nichts anhaben, solange es regulär und in durchschnittlicher Menge mit der Nahrung verzehrt wird.

Basilikum ist jedoch auch für seine heilende Wirkung bekannt. Er stärkt die Verdauungsorgane, beruhigt die Nerven und lindert Migräne. Dauerhaft sollte er jedoch wegen dem schädlichen Stoff Estragol nicht angewendet werden.

Basilikum © Flickr.com

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Autor: Kräuterhexe

Im Handel sind verschiedene ätherische Öle erhältlich. Dabei wird zwischen naturbelassenen, natürlichen, naturidentischen und künstlichen Ölen unterschieden.

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen bzw. Pflanzenteilen gewonnen. Sie sind die hochwertigsten ätherischen Öle, die man im Handel nicht immer auf den ersten Blick erkennen kann, denn die Bezeichnung „ätherisches Öl“ ist leider nicht geschützt. So findet man diese Bezeichnung auch bei rein synthetischen Produkten wieder. Wer sich jedoch vorher über bestimmte Kennzeichen informiert, kann das hochwertige ätherische Öl anhand des Etikettes erkennen. Auf die folgenden Merkmale sollte geachtet werden:
- konventioneller Anbau (mit Düngemitteln und Pestiziden), kontrolliert biologischer Anbau (kbA) oder Wildsammlung
- klare Bezeichnung der Pflanze (deutscher und botanischer Name), um Verwechslungen mit anderen auszuschließen
- Herkunftsland, Anbaugebiet der Pflanze
- verwendeter Pflanzenteil (Blatt, Blüte, Frucht, Wurzel)
- Chemotyp der Pflanze bei den verschiedenen Arten, beispielsweise Thymian – Thymian Thymol oder Thymian Linalol
- Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles
- bei Extraktion: Bezeichnung des benutzen Lösungsmittels und ob das Produkt rückstandskontrolliert ist
- Art des Verdünnungsmittels (Alkohol, Jojobaöl, Weingeist) bei zähflüssigen ätherischen Ölen (Tonka, Vanille) sowie das Mischungsverhältnis in Prozent
- Chargennummer, um beim Hersteller die biochemischen und physikalischen Analysen abrufen zu können

Natürliche Öle bestehen nicht zu 100% aus der namensgebenden Pflanze, sondern aus mehreren naturreinen Komponenten. Beispielsweise kann Lavendelöl mit einem billigeren anderen naturreinen Öl vermischt werden.

Synthetische Zusätze dürfen allerdings nicht in naturreinen Ölen enthalten sein. Eine Mischung mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man sonst als natürlich/naturidentisch (N/NI). Da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können, sind solche Öle auch nicht für aromatherapeutische Zwecke geeignet.

Die Zusätze von naturidentischen Ölen werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt. Sie riechen wie natürliche Öle, da sie in ihrer chemischen Struktur den natürlichen Vorbildern angepasst sind.

Künstliche Öle entsprechen keinem natürlichen Vorbild. Sie werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften abgestimmt.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Ätherische Öle (auch: etherische Öle, [etherartig, wie Ether flüchtig]) sind ölige, leicht verdampfende Essenzen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen. Je nach Herkunftspflanze haben sie einen unterschiedlich starken und charakteristischen Geruch. Da sie vollständig verdampfen, hinterlassen ätherische Öle keine Fettflecken. Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch selbst keine Fette. In Wasser schwimmen sie als einzelne Tropfen auf der Wasseroberfläche, da sie kaum löslich sind.

Ätherische Öle werden vielseitig verwendet. Meist werden sie als Duftstoffe benutzt oder für kosmetische und medizinische Zwecke gebraucht. Außerdem haben sie als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen eine Bedeutung. In der Medizin werden sie als Wirkstoff in Arzneimitteln verwendet, die nicht immer verschreibungspflichtig sind. So gibt es beispielsweise Präparate mit ätherischen Ölen, die gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich (z.B. Lavendel) wirken, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (z.B. Salbei) helfen oder eine hervorragende schleimlösende Wirkung haben.

Der Umgang mit ätherischen Ölen erfordert Kenntnisse in der Biochemie. Sie sind nicht frei von Nebenwirkungen und können bei falscher Anwendung oder Überdosierung sogar gefährlich sein! Die meisten ätherischen Öle können nur stark verdünnt angewendet werden, da sie in zu konzentrierter Form beispielsweise haut- und schleimhautreizende Wirkungen haben. Allergiker sollten daran denken, dass bei einer Reaktion auf eine bestimmte Pflanze auch Reaktionen auf die entsprechenden Öle auftreten können. Auch Asthma und epileptische Anfälle können mögliche Nebenwirkungen sein. Augen und Schleimhäute dürfen ebenso nicht mit den ätherischen Ölen in Kontakt kommen. Besonders bei der inneren Anwendung ist die Gefahr von Nebenwirkungen sehr hoch.

Die meisten ätherischen Öle sind über Jahre haltbar, wenn einige Dinge beachtet werden. Da sie leicht verdunsten, müssen die Flaschen gut verschlossen sein und wegen ihrer Licht- und Hitzeempfindlichkeit sollten die wertvollen Öle kühl und trocken gelagert werden. Einzige Ausnahme bilden die Zitrusöle, die nur eine Haltbarkeit von ca. 1 Jahr haben.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Die heilende Wirkung von Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) ist den Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt. Er beruhigt Körper und Seele. Das duftende Kraut lindert viele Beschwerden und fördert durch seine antiseptische (keimtötende) Wirkung die Wundheilung.

Für den intensiven Duft sind die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wie Kampfer und Lamiaceen-Gerbstoffe (Rosmarinsäure, Cumarine, Flavonoide) verantwortlich. Diese stecken vor allem in den Blüten, wo die heilenden Kräfte der Pflanze verborgen sind.

Allseits bekannt ist das Lavendelöl, das aus der Hausapotheke kaum noch wegzudenken ist. Lavendel eignet sich sowohl zur äußeren als auch zur inneren Anwendung. Äußerlich fördert das Öl die Durchblutung und hilft gegen Muskelkater und Verspannungen. Innerlich hilft es bei Unruhe und Schlafstörungen sowie bei der Behandlung von Reizdarm oder nervösen Darmbeschwerden. Ein Lavendelsäckchen über dem Bett oder ein Tropfen konzentriertes Lavendelöl auf dem Kopfkissen geträufelt helfen bei Einschlafstörungen. Lavendel wird auch bei nervösen Herzleiden, Asthma und Nervosität eingesetzt, aber auch bei Gallenleiden, Magenerkrankungen, Depressionen, Migräne und Kopfschmerzen.

Als Tee löst Lavendel Verkrampfungen und Blähungen, beruhigt den Darm oder Reizmagen und macht angenehm müde. Er hat eine beruhige Wirkung auf Seele und Körper.

Lavendel lässt sich im lateinischem auf „lavare“ zurückführen und bedeutet „waschen“. Deshalb wird es gern als Zusatz für Wasch- und Badewasser benutzt. Sehr beruhigend ist ein Lavendelbad. Der Körper entspannt sich und der Kreislauf und die Durchblutung werden angeregt. Dies ist besonders gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet. Die im Lavendel enthaltenen Gerbstoffe beugen außerdem Hautproblemen vor und fördern deren Heilung.

Lavendel

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Autor: Kräuterhexe

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine zweijährige Gewürzpflanze und gehört zur Familie der Doldenblütler. Es gibt sie in glatter und krauser Blattform und ist als Gewürzkraut für die Küche wohl bekannt. Nicht jeder weiß, dass sie auch eine Heilpflanze ist. Die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Eisen machen die Petersilie zu einem gesunden Küchengewürz. Petersilie enthält außerdem mit dem giftigen Apiol ein ätherisches Öl, das sich vor allem im Samen konzentriert.

Petersilie wirkt harntreibend, krampf- und schleimlösend sowie tonisierend. Sie findet z.B. bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Rheuma, Blasenentzündungen, Blähungen oder Bluthochdruck Anwendung. Das Kauen von Blättern der Petersilie soll gegen Mundgeruch vorbeugen. Außerdem hat Petersilie den Ruf eine potenzsteigernde Wirkung zu haben.

Petersilie wird im April gesät und liebt einen halbschattigen Standort mit nahrhaftem und feuchtem Boden. Da Petersilie sehr langsam wächst, sollten genügend Samen gestreut werden, schließlich findet das Gewürz in unserer Küche oft Verwendung.

Sie wird vor allem in Suppen und Eintöpfen gebraucht und verstärkt durch ihr intensives Aroma den Geschmack. Zusammen mit anderen frischen Kräutern wie Schnittlauch, Kresse und Kerbel kann ein leckerer Kräuterquark oder Kräuterbutter gezaubert werden. Auch zur Dekoration eignet sich Petersilie hervorragend.

Petersilie

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