» Wildkräuter

Autor: Dagmar

Wann werden welche Kräuter geerntet?

Wer das Glück hat, auf dem Land zu wohnen, der kann sich seine Botanisiertrommel unter den Arm klemmen und sich in die Büsche schlagen, wann immer es gefällt :-)

Wissen, wann welche Heilpflanze erntereif ist, sollte man trotzdem. Auch in der Stadt und um diese herum hat die Natur bisweilen ganze Felder von zum Beispiel Bärlauch zu bieten, und schade wäre es, den Ernte- Termin zu verpassen. Gerade der Bärlauch ist nur für eine gewisse Zeit schmackhaft und, wenn er blüht, für den Gaumen nicht mehr genießbar. Wenn auch fürs Auge, denn er sieht in voller Blüte dem Schneeglöckchen sehr ähnlich. Der knoblauch- ähnliche Geruch allerdings verrät ihn…    [...mehr]


Autor: Dagmar

Milder Gurkengeschmack veredelt den Salat

Die Pimpernelle (Sanguisorba minor) ist eines der wenigen Kräuter, die in unseren Breitengraden zuhause sind. Pimpernelle ist nur eine ihrer vielen Namen, sie ist unter anderem auch bekannt als kleiner Wiesenknopf, Bibernelle, Pimpernelle, Blutkraut oder Drachenblut.

Wo wir ja schon einmal bei Gemüsepflanzen sind, folgt auf das pflegeleichte Pilzkraut mit Waldpilzaroma (das wie Spinat angerichtet werden kann) nun die Pimpernelle, die über mild gurkig schmeckende Blätter verfügt.    [...mehr]


Autor: Nicole

Die Englische Wasserminze ist eine Pflanze, die den wohlig frischen Minzgeruch in Ufernähe verbreitet. Die Cervina Minze, wie sie auch genannt wird, wächst im Wasser an Ufern von seichten Gewässern wie Teichen und Flüssen, manchmal aber auch auf feuchten Wiesen. Gerade in künstlichen Gartenteichen wird die Englische Minze gerne angepflanzt, wo sie doch neben ihrem starken Minzgeruch auch essbar ist und seit jeher als natürliches Heilmittel gilt.

Ist die Wasserminze noch nicht erblüht, sieht sie dem Rosmarin auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich, da sie ebenfalls eine bläuliche bis violette Blüte aufweist.

An den aufrechten, dünnen Stängel sind lanzettförmige Blätter gegenständig angeordneten und wachsen in  lockeren Büschel in eine Höhe von 30 bis zu 50 cm. Ernte und Blütezeit der Englischen Minze ist von Juni bis August.    [...mehr]


Autor: Nicole

Als Wildgemüse ist mir die Knoblauchsrauke bisher eher unbekannt gewesen. Ihr Aroma könnte jedoch im Sommer den Bärlauch ersetzen, der ja nur kurz gesammelt werden kann.

Allaria petoilata. clspeace©FlickrDie Pflanze aus der Familie der Kreuzblüzengewächse kommt in Europa, Nordamerika, Westasien und telweise auch in Nordafrika vor, wo sie häufig mit Brennnesseln zusammen auf stickstoffreichen, lehmigen Böden wächst. Von April bis Juni blüht die Mehrjährige, Sammelzeit für Gewürz- oder Heilzwecke ist der Sommer.

Die Verwendung in der Küche als Wildgemüse und Würzkraut ist dem Bärlauch zwar angelehnt, man sollte aber noch behutsamer mit der Knoblauchsrauke umgehen und sie weder mitkochen noch allzu lange liegen bzw. stehen lassen, da die ätherischen Öle des Krauts sehr flüchtig sind. Man kann sie zu einem Salat verarbeiten, kalte Saucen, Dips und Quark mit ihr verfeinern oder sie einfach als Brotbelag essen.

Früher war die Pflanze ein    [...mehr]


Autor: Nicole

Gewürze wurden früher in Gold aufgewogen und waren für arme Bevölkerung oft kaum bezahlbar.

Doch Mutter Natur hat dem Menschen so einige Alternativen bereitgestellt, die wir heute in unserer konsumverblendeten Zeit kaum noch kennen. Im Bereich der Wildkräuter kann man in der Regel alte “Schätze der Küche” wiederentdecken. So wurde früher, wenn Pfeffer nicht zur Hand oder zu teuer war, einfach die Pfeilkresse, genauer gesagt deren Samen, verwendet, um dem Essen eine scharf-würzige Note zu verleihen. Wie die meisten Kressearten verfügt nämlich auch “Cardaria draba” über einen hohen Anteil an Senfölen, die nicht nur den Samen, sondern auch den Blättern des Kreuzblütlers einen typischen Kressegeschmack verleihen.

Acker. Olof S © Flickr

Man findet die Pflanze in der Blütezeit zwischen Mai und Juli recht gut, da sie über weiße Scheindolden verfügt. Sie wächst in Europa und Westasien bevorzugt auf    [...mehr]


Autor: Nicole

Im Altertum wurde Sauerampfer verwendet, um die Fettverdauung anzuregen, das Mittelalter kannte ihn als Fiebermittel und in den Zeiten der großen Erkundungsreisen zu Schiff war das Wildkraut ein sicheres Mittel gegen Skorbut.

Das liegt am hohen Vitamin-C-Gehalt in der Pflanze. Da Sauerampfer aber reichlich Oxalsäure enthält, sollte er nicht in großen Mengen und nicht allzu oft gegessen werden. Nierenkranke und Rheuma-Geplagte müssen auf den Verzehr ganz verzichten. Auch Menschen mit zu wenig Eisen im Blut sollten keinen Ampfer verzehren: Er enthält zwar kleine Mengen Eisen, die Oxalsäure verhindert jedoch auch die Aufnahme dieses Stoffes aus der sonstigen Nahrung.

Sauerampfer by chidorian © Flickr

Nichtsdestotrotz erfreut sich das Wildkraut in der modernen Küche wieder größter Beliebtheit und wird intensiv verwendet. Da der Sauerampfer ja schon immer ein Bestandteil der    [...mehr]


Autor: Nicole

An fließenden Gewässern findet man, neben anderen Kräutern, auch die Bachbunge. Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C lohnt es sich, sie ab und an in den Speiseplan einzubauen.

Bachbunge. Tom Hilton © Flickr

Veronica beccabunga, so der wohlklingende lateinische Name der Bachbunge, ist eine Pflanze, die zur Familie der Wegerichgewächse gehört und in die Gattung Ehrenpreis (Veronica) einzuordnen ist. Die Bachbunge ist mehrjährig und wächst vorrangig an Bachläufen. Dort findet man sie nicht am, sondern wirklich direkt im Wasser. Die Wurzeln mitsamt der unteren Pflanzenteile des bis zu 60 Zentimeter hohen Krauts liegen völlig unter der Wasseroberfläche. Hier ist ein perfekter Ort für die Larven unterschiedlicher Tiere. Im Winter, wenn sich der Wasserstand erhöht, taucht die Pflanze    [...mehr]


Autor: Nicole

Der Waldsauerklee (Oxalis acetosella) kann zwar, massenhaft verzehrt, giftig sein, wird aber trotzdem als Wildkraut geführt, das man essen kann.

Waldsauerklee. Chuuken Hachigou©Flickr

Früher hatte dieses Kraut, das zur Familie der Sauerkleegewächse gehört eine ganz besondere Bedeutung im Schwarzwald: Hier wurde das Sauerklee-Salz (Sal Acetosellae) noch bis zum 19. Jahrhundert hergestellt.

Wo wächst Waldsauerklee?

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Autor: Nicole

Der herkömmliche Gartenkerbel hat noch einen Verwandten unter den Wildkräutern, der auch essbar ist und kostenlos an jedem Wegrand wächst.

Der Wiesenkerbel ist herber als der Gartenkerbel. ejhogbin©FlickrWenn man den Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) sammelt, tut man vielleicht auch dem einen oder anderen Landwirt einen Gefallen, denn der, als Futterpflanze wertlose, Doldenblütler vermehrt sich oft übermäßig auf Nutzflächen. Schuld daran ist oft eine zu starke Düngung, die den Boden zu sehr mit Stickstoff belastet. Diese Zustände liebt der Wiesen-Kerbel. Die Pflanze ist mehrjährig und erreicht Wuchshähen von bis zu 150 Zentimetern. Im April zeigen sich die weißen Doldenblüten und verzieren bis Juni die Landschaft.

Anders als sein “kultivierter” Bruder, der Gartenkerbel, ist der Wildkerbel eher    [...mehr]


Autor: Nicole

Eines der anpassungsfähigsten und darum weltweit verbreiteten Gewächse ist die Vogelmiere (Stellaria madia). Unsere Großmütter wussten diesen Umstand noch zu nutzen und verwendeten das Kraut als Wildgemüse und zu Heilzwecken.

Blüte der Vogelmiere. mwri©Flickr

Die Einjährige bildet liegende Stängel von bis zu 40 cm aus und ist damit ein wilder Bodendecker. Der Name kommt daher, dass    [...mehr]


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