Kräutergarten

Die richtige Erde für Ihre Kräuter

Unterschiedliche Kräuter brauchen unterschiedlichen Böden

So richtig wachsen meine Balkon-Kräuter, wenn ich sie nicht sonderlich umglucke und ihnen eine angemessene Beachtung schenke. Denn sie wollen vor Allem eins: Wachsen! Und dafür ihre Ruhe haben.

Dennoch gibt es einige wesentliche Pflegemaßnahmen zu beachten. Nur so können ihre Kräuter und Heilpflanzen in aller Ruhe gedeihen. Das Vorziehen, Aussäen und Kräuter richtig gießen waren bei mir schon Thema im Blog. Ganz wichtig das heutige Thema: die richtige Kräutererde, beziehungsweise Erde oder Boden, einhergehend mit den notwendigen Bodenverbesserungsmaßnahmen.

Gesteht man jedem Tierchen sein Plaisierchen zu und beachtet die wenigen Ansprüche, hat man lange Freude aneinander  🙂 Lesen Sie hier mehr über die richtige Erde für Ihre Kräuter.

Gilt für alle Kräuter: gut durchlässige Erde

Zwar haben etliche Kräuter Ansprüche an eine gute und gleichmäßige Wasserversorgung. Estragon zum Beispiel, oder Basilikum sind wahre Schluckspechte. Allerdings sollte man immer von schweren lehmhaltigen und tonhaltigen Böden absehen. Und Staunässe  vermeiden.

Für ihre Kübelpflanzen sollten Sie nicht die billigste Pflanzenerde wählen. Die Mittelpreislagige ist schon besser im Nährstoffgehalt und tut´s sehr gut. Außerdem ist ihre Krumigkeit besser und der Ausschuß ist nicht so hoch…

Lehm- oder Tonboden durchlässiger machen

Ist in Ihrem Garten tatsächlich eher lehmhaltige und tonhaltige Erde vorhanden, dann sollte sie verbessert und durchlässiger gemacht werden. Dies kann man mit der Beimischung von grobem Sand oder feinem Kies, zumindest im Pflanzloch, errreichen.

Die Mittelmeerkinder: Erde für die mediterranen Kräuter

Insbesondere für die Sonnenanbeter und Mediterranen unter den Kräutern muss die Erde unbedingt durchlässig sein. Sie brauchen gelegentlich Trockenheit (Lavendel zum Beispiel ist ein echter Hungerkünstler) und dürfen nicht zu nährstoffreich angepflanzt werden. Sand magert das Substrat ab.

Die richtige Erde für Lavendel

Um auf den Lavendel zurückzukommen: er ist für gelegentliche Kalkbeigaben dankbar. Es tut ihm gut, alle zwei Jahre eine Handvoll Magnesiumkalk zu bekommen.

Für meinen Balkon-Lavendel reicht eine großzügige Beimischung von Vogelsand. Hier sind ja meist kleine Kalkstückchen im Sand enthalten. Die oberste Schicht im Topf bildet Aquarien-Kies und ich habe auch einen Stein reingelegt. Diese Steinbeigabe speichert im Sommer die Sonnenwärme und gibt sie in der Nacht ab. Meinem Lavendel bekommt dies auf jeden Fall sehr gut…

Anspruchsvolle Kräuternaturen

Liebstöckel, Minzen oder der leckere Estragon sind Gourmets und nicht so asketisch wie der dufte Lavendel unterwegs. Sie haben´s gern reichhaltig und ihre Erde sollte am besten mit reichlich Kompost aufgebessert werden.

Faustregel: im Pflanzloch oder Topf sollte die Erde mit einem Drittel Kompost angereichert werden. Auch der Zusatz von Gesteinsmehl, wie Bentonit, ist sehr förderlich. Es erhöht die Bindigkeit.

Blähton für Topf-Kräuter

Ich habe mir angewöhnt, egal für welche Pflanze, eine mindestens zwei Zentimeter dicke Schicht aus Blähton in den Topf zu geben, um die Durchlässigkeit und die kontinuierliche Wasserabgabe zu gewährleisten.

Viel Glück und einen grünen Daumen!

Quelle:
Die besten Kräuter für Beete und Töpfe von Ute Bauer

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  • Beatrice Fischer-Stracke
    3. April 2010 at 10:03

    Liebe Frau Bauer,

    nachdem wir von der Eifel in die Großstadt München gezogen sind und ich hier nur 2 Balkone habe, ist dieser Beitrag über die richtige Erde für Kräuter sehr hilfreich.

    Denn obwohl man hier in Laufweite wirklich alles bekommt, was sehr schön ist, möchte ich doch ein paar Kräutlein selbst ziehen und wachsen sehen.

    Vielen Dank für diesen für mich wertvollen Beitrag.

    Mit kräuterfreundlichen Grüßen
    Beatrice Fischer-Stracke