Ratgeber

Gegen Nässe und Frost: Gartenkräuter im Winter schützen

Steht der Winter vor der Tür, besteht für die Kräuter draußen Frostgefahr. Mit dem richtigen Know-how bringen Gartenfreunde sie trotzdem gut durch die kalte Jahreszeit.

Maßnahmen gegen Staunässe

Nässe schädigt Gartenkräuter häufiger als Frost, deshalb ist der Schutz vor zu viel Regenwasser mindestens so wichtig wie der vor Minusgraden.

Am besten ist es, die Töpfe mit den Kräutern direkt an eine Hauswand zu stellen, im Idealfall unter ein vorstehendes Dach. So bekommen Thymian, Rosmarin und Salbei in der kalten Jahreszeit bis zu 25 Prozent weniger Feuchtigkeit.

Wenn es ans Gießen geht, ist es ratsam, den Topf vorher kurz anzuheben: Ist er leicht, braucht die Pflanze Wasser. Morgens gießen ist besser als abends, um bei Nachtfrost gefrorenes Wasser zu vermeiden. So erhöht sich auch die Lebensdauer von Tontöpfen: Denn wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus – und kann so über Nacht die Töpfe zum Platzen bringen.

Überflüssiges Wasser zum Ablaufen bringen

Ist der Topf hingegen schwer, ist die Erde zu nass. Das Wasser muss entweichen können – dafür muss der Topf vom Boden weg, damit es aus dem Abflussloch am Boden herausfließen kann. Am besten ist es, den Topf auf zwei gleich hohe Mauersteine zu stellen, damit das Loch in der Mitte freisteht und das überflüssige Nass so leichter entweicht.

Folien gegen den Frost

Um größere Kräuterpflanzen wie zum Beispiel Lorbeer zuverlässig vor Minusgraden zu schützen, hilft es, sie in Folie einzukleiden. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Pflanze, sondern auch den Topf vor Kälte zu schützen – am besten mit Blisterfolie. Der Grund: Die kleinen Wurzeln der Pflanze können die innere Wand des Topfes berühren, und dadurch bei Frost Schaden nehmen.

Empfindliche Kräuter richtig stellen

Basilikum oder andere empfindliche Kräuter sollten im Winter hell und frostfrei stehen. Werden sie an einem exponierten Ort auf einem Fensterbrett aufgestellt, wie beispielsweise einem Wintergarten, ist darauf zu achten, dass die Pflanzen keiner Temperatur unter fünf Grad plus ausgesetzt werden. Sonst können die Kräuter im Topf Frostschäden erleiden.

Basilikum erntet man in der kalten Jahreszeit am besten, indem die oberen Blätter abgenommen werden, und nicht die an der Seite.

Außerdem ist es ratsam, Treibhäuser mit Kräuterpflanzen in wärmen Winterperioden öfter mal kurz zu lüften.

Bildnachweis: Pixabay, 3953945, Peggychoucair

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