Rezepte mit Kräutern

Kräuterschnaps selbst gemacht

Dass Kräuterlikör nach dem Essen weniger gut zur Verdauung beiträgt, als ein gepflegtes Glas Kräutertee – geschenkt! Denn vielen Menschen ist dieser Umstand egal. Es geht nicht nur um den rein körperlichen Nutzen, sondern manchmal auch um die Vorteile, die man sich selbst ein- und schönreden kann.

Nun kann man ja als Verfechter des „Nach-dem-Essen-Schnäpschens“ zu der Flasche greifen, die sogar Hirschköpfe zum Sprechen bringt, oder man macht das „Likörchen“ einfach selbst. Das geht einfacher als erwartet, denn die Zutaten sind überschaubar und meistens sogar im eigenen Garten oder auf heimischen Wiesen zu finden.

Das Grundrezept jeder Art von Likör besteht aus Alkohol (natürlich…) und Zucker. Den „Geist“ ins Getränk bringt man am besten mit den guten alten Doppelkorn. Wodka tut´s übrigens auch. Die Süße bringt Kandiszucker. Will man nun eigenen Kräuterlikör herstellen, braucht es ungefähr 100 Gramm verschiedener Kräuter. Denkbar wären Beifuß, Thymian, Löwenzahn und Giersch. Die Kräuter werden gewaschen und in ein Teesieb oder ähnliches gegeben. Ist das nicht zur Hand tut es auch ein Faden, mit dem die Pflanzen gebunden werden. Nun eine Flasche oder ein anderes großes Gefäß nehmen, die Kräuter samt einer ganzen Flasche Alkohol hineingeben und – damit es später auch schmeckt – etwas Kandis einfüllen. Da nimmt man je nach Geschmack einige Stückchen bis 80 Gramm. Und nun kann sich der Kräuterlikörfreund in Geduld üben, denn die Mischung muss mindestens drei Wochen ziehen. Danach wird sie durch ein Sieb gegossen und in kleinen Dosen verabreicht. Prost!

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  • Samantha Choi
    12. Dezember 2008 at 15:28

    Wird der Geschmack von den Kräutern nicht zu bitter?Wie schmeckten denn deine Schnäpse?

    Ich hatte mal nach einen Rezept irgendwo im Netz einen „Liebeswein“ hergestellt, mit 30g getrocknete Damiana und eine Flasche Rotwein.
    Ich habe es nur eine Woche ziehen lassen, und es schmeckte so ekelig und bitter, dass man es kaum trinken konnte. Sogar mit Zucker und Hollundersaft war es nur sehr schwer runterzukriegen.

  • Nicole
    14. Dezember 2008 at 10:04

    Hallo Samantha,

    das ist eine interessante Frage: Damiana musste ich nachschlagen, denn von dieser Pflanze hatte ich bislang nichts gehört. Sie kommt v.a. in Mexiko vor, hast du sie von dort oder aus dem Internet?

    Warum der Likör zu bitter geworden ist weiß ich leider auch nicht. Vielleicht lag es an der verwendeten Pflanze?