Kräutersorten

Küchenkräuter selber trocknen – so werden sie haltbar gemacht

Kräutersträuße hängen an einer Schnur

Im Garten eine Augenweide, für die Nase ein betörendes Erlebnis und aus der guten Küche nicht mehr wegzudenken. Frische Kräuter aus dem Garten oder alternativ vom Balkon sind der Trend für das heimische Menü. Doch jeder Sommer neigt sich irgendwann dem Ende zu und damit auch die Kräutersaison. Wie Sie dennoch auch im Winter den Geschmack des Sommers bewahren, erfahren Sie hier.

Nicht für die Vase geeignet

Nein, diese Sträußchen, die jetzt gebunden werden, sollen kein Wasser mehr bekommen. Ab Mitte August können viele Gartenkräuter geerntet und getrocknet werden. Lavendel, Rosmarin, Salbei und Bohnenkraut können dann in kleinen Sträußen zusammengebunden werden. Ideal trocknen die Kräuter zimmerwarm und ohne Sonne und Zugluft. Perfekte Bedingungen bieten  nicht isolierte Dachböden oder Scheunen. Wer die nicht zur Verfügung hat, kann auch ein offenes Regal zum Trocknen der Kräuter nutzen. Wer auf das dekorative Element verzichtet, hat mehr vom Aroma. Zupfen Sie die Blätter oder Nadeln von den Stängeln der Pflanzen und legen Sie diese locker auf einem Blatt Zeitungspapier aus. So können die Pflanzen das Wasser aus den Blättern nicht mehr in den Stängel ziehen, die ätherischen Öle bleiben erhalten. Raschelt und knistert es leicht, wenn die Blätter bewegt oder zusammengedrückt werden, ist das das Ende der „Trockenzeit“. Die Kräuter können nun in Schraubdeckelgläsern oder Blechdosen abgefüllt werden. Leinenbeutel und Papiersäckchen sind ungeeignet, hierdurch entweichen die ätherischen Öle zu schnell.

Welche Kräuter eignen sich?

Nicht alle Kräuter sind trocken ein Genuss. Einige werden schnell fade und schmecken eher nach Heu. Dazu gehören Dill, Estragon, Sauerampfer und Basilikum. Ebenso eignen sich scharfe Kräuter wie die Brunnenkresse nicht zur Lagerung. Einige dieser Kräuter kann man alternativ einfrieren. Sehr gut geht das mit Petersilie, Dill und Schnittlauch. Dazu die Kräuter fein hacken und auf einem Backblech kurz vorgefrieren lassen, anschließend in einem kleinen Glas oder Alupäckchen verpacken und ins Gefrierfach damit.
Andere Variationen der Konservierung sind das Einlegen in Essig oder in Öl. Dazu ein verschließbares Glas zu einem Drittel mit gehackten Kräutern füllen und mit Essig oder Öl auffüllen. Zwei Wochen lang an einem dunklen, aber zimmerwarmen Ort stellen und täglich schütteln. Zum Schluss abseihen und in dekorative Fläschchen füllen – ein sehr schönes Mitbringsel.

Das Sommeraroma auch zu Weihnachten erhalten

Die richtige Trocknung und Lagerung der Kräuter ermöglichen Sommerfrische bis in den Winter hinein. Der Aufwand lohnt sich, denn Kräuter aus dem eigenen Garten sind nicht nur „echt Öko“, sondern machen den Gärtner auch stolz. Zudem eignen sich Minze, Thymian, Salbei und Lavendel als Heilmittel in der Erkältungszeit.

Fotourheberrecht: Team 5 – Fotolia



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