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Muskatnuss – Gewürz oder Droge?

Muskatnuss – Gewürz oder Droge?

Vielen ist die Muskatnuss durch die Verwendung in der Küche bestens bekannt. Hier wird sie gern zum Würzen von Speisen verwendet. Doch die Muskatnuss – bei der es sich übrigens nicht um eine Nuss, sondern um eine Steinfrucht handelt – kann auch noch in anderer Weise eingesetzt werden. Sie ist einerseits Heilmittel, andererseits kann der übermäßige Verzehr zu halluzinogenen Erscheinungen führen. Erfahren Sie hier mehr.

Der Ursprung der Muskatnuss

Muskatnüsse wachsen an den sogenannten Muskat-Bäumen, die bis zu 100 Jahre alt und bis zu 15 Meter hoch werden können. Der Muskatbaum stammt ursprünglich von den Malukken, den sogenannten Gewürzinseln. Mittlerweile werden Muskatbäume aber auch in anderen tropischen Gebieten Asiens, Amerikas und Afrikas kultiviert. Der Muskatbaum trägt erst im achten Jahr seiner Pflanzung die ersten Früchte. Weitere sieben Jahre dauert es, bis der Muskatbaum eine ertragreiche Ernte abwirft. Nach einer Reifezeit von neun Monaten springen die aprikosen-ähnlichen Früchte des Muskatbaums auf. Zunächst einmal werden nun das Fruchtfleisch und der rote Samenmantel entfernt. Die Schale in der sich der Samenkern, die Muskatnuss, befindet, wird nun getrocknet. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird die Muskatnuss der Schale entnommen.

Muskat: Kraftvolles Heilmittel

Als Heilmitteln findet die Muskatnuss vor allem in der traditionellen Medizin Anklang. Muskatnuss enthält eine Vielzahl von Abwehrstoffen, die die Schleimhäute und das Immunsystem des Menschen schützen und somit besser wirken als so manche synthetische Medizin. So kann das Pulver der geriebenen Muskatnuss, mit ein wenig Wasser vermengt, zum Beispiel dabei helfen, Hautunreinheiten wie Ekzeme und Flechten zu lindern. Aber das ist nicht die einzige heilende Wirkung der Muskatnuss.
Die Muskatnuss wirkt außerdem:

  • stimmungsaufhellend
  • verdauungsfördernd
  • desinfizierend auf Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, der Bronchen und des Darms

Zudem kurbelt die Muskatnuss die Fettverbrennung an.

Die Muskatnuss als Rauschmittel

Die Muskatnuss enthält den psychotropen Wirkstoff Myristicin. Dieser Stoff ist auch für die halluzinogenen Eigenschaften der Muskatnuss verantwortlich ist. Myristicin kann in den Körpern einiger Menschen zu MMDA umgewandelt werden, welches Ähnlichkeiten zu Meskalin und Ecstacy aufweist. Auch die in der Muskatnuss enthaltenden Wirkstoffe Elemicin und Safrol können eine berauschende Wirkung auslösen. Entscheidend ist dabei die Dosierung des Muskats. Eine kleinere Menge, die in der Arznei oder zum Würzen eines Gerichts verwendet wird, ist selten bedenklich. Bei einer Dosierung von 4 Gramm können bei Erwachsenen dann allerdings Vergiftungserscheinungen auftreten. Es kommt zu Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen. Bei Kleinkindern kann eine solche Menge an Muskat tödlich wirken.

Bildquelle: Pixabay, 2110848, agriculture

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3 Comments

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    Lebkuchengewürz selber machen | Kraeuterallerlei.de
    15. Dezember 2017 at 14:04

    […] ins Lebkuchengewürz. In Frankreich hingegen geht nichts ohne Macis, wie man den Samenmantel der Muskatnuss nennt. Und auch Vanille ist bei den Franzosen […]

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    5. Januar 2018 at 11:56

    […] werden auf Ihrer Silvester-Party der Renner sein und sind im Nu weggefuttert. Petersilie und Muskatnuss sorgen für den würzigen Moment in dieser Speise. Angerichtet in Muffin-Förmchen machen die […]

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    Tipps für’s schnelle Silvester-Buffet | Kraeuterallerlei.de
    5. Januar 2018 at 12:01

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