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Schwarzer Senf: Das heilende Gewürz im Garten

Senf im Garten? Das geht ganz einfach mit Senfpflanzen! Am bekanntesten sind Schwarzer und Weißer Senf. Heute soll es um den etwas schärferen Schwarzen Senf gehen.

Der Schwarze Senf (Brassica nigra) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die mindestens 30 Zentimeter erreicht, doch durchaus auch zwei Meter hoch werden kann. Das Kraut bildet Fruchtkörper in Form von Schoten. In ihnen sind schwarze Samen enthalten, die beim Zerkauen den typisch scharfen Senfgeschmack entwickeln. Die Landwirtschaft nutzt Senfpflanzen als Mittel zur Zwischenkultivierung der Felder im Herbst, da sie verhindern, dass der Boden hinsichtlich seiner Nährstoffqualität verändert wird. Außerdem dienen sie im späteren Verlauf als Düngemittel, indem sie untergegraben werden.

Herkunft
Eigentlich stammt Senf aus dem Mittelmeerraum, wird aber seit langer Zeit auch in Europa kultiviert, so dass er hier heimisch geworden ist. Besonders an Flussufern und auf Kiesböden vermehrt er sich gern wild. Grund dafür sind die kalkreichen Böden, die die Pflanze zum Wachstum benötigt. Schwarzer Senf blüht von Juni bis August in gelben Dolden.

Anbau
Im Kräutergarten ist Senf sehr einfach anzubauen. Er wird lediglich im Frühjahr in die Erde gesät. Sein rapides Wachstum erfordert jedoch möglicherweise einen Windschutz, da die Pflanze sehr leicht umknicken kann. Ziel ist es, die Samen bzw. die Schoten zu ernten, die sich im Frühherbst voll entwickelt haben. Sie sind in der Küche und in der Pflanzenheilkunde verwendbar. Beide Einsatzmöglichkeiten werde ich in nächster Zeit vorstellen.

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  • Ronny
    29. August 2008 at 14:56

    Hallo,

    man könnte noch erwähnen, dass schwarzer Senf zugunsten des Sarepta-Senfs seine Beliebtheit eingebüßt hat. Das liegt an der größe der Senfpflanzen mit schwarzen Körnern. Die großen lassen ihre Körner auf den Boden fallen und das macht eine maschinelle Ernte nahezu unmöglich. Leider. Übrigens, die Schärfe entsteht erst durch das zerstoßen und die Zugabe von Feuchtigkeit…

    Grüße