Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Die Kapuzinerkresse in Küche und Garten

Kapuzinerkresse ist nicht nur eine Augenweide in jedem Kräutergarten, sie sorgt mit ihren bunten Blüten auch dafür, dass Salate, Suppen und andere Gerichte mit ausgefallener Dekoration glänzen können.

Dabei muss man die Blüten der Tropaeolum majus nicht an den Tellerrand schieben, denn sie sind essbar. Auch die Blätter selbst können verzehrt werden und sollen in ihrem Geschmack, ähnlich wie die Gartenkresse, eine pfeffrige Note aufweisen. Verwendung findet die -im Vergleich zu den Blättern- mildere Blüte des äußerst dekorativen Würzkrauts in Salaten und Desserts. Auch selbst gemachte Kräuteressige und Kräuterhonig können mit den Blüten hübsch angemacht werden. Die Blätter würzen deftigeres, beispielsweise Quark, Dressings und Dips, Suppen, Kartoffeln, Eier und Saucen. Die Knospen kann man sogar einlegen und die dann wie Kapern verzehren.

Kapuzinerkresse im Garten
Die Vitamin-C-haltige, nicht winterharte Pflanze leistet einigen anderen Kulturen im Garten beste Gesellschaft. In der Nähe von Kartoffeln und Rettich steht sie ebenso gut, wie unter Obstbäumen. Grund dafür ist ihre Anziehungskraft auf Schädlinge wie Blutläuse, Schwarze Bohnenläuse oder den Kohlweißling. Darüber hinaus ist Kapuzinerkresse nicht besonders wählerisch, was die Belichtung angeht und kann auch im Schatten wunderbar gedeihen. An den Blättern des Krauts ist der so genannten Lotuseffekt zu beobachten. Ihren deutschen Namen hat die Zier- und Würzkresse übrigens von der Ähnlichkeit ihres Blütensporn mit den Kapuzen der Mönche.

Heilwirkung
In der Pflanzenheilkunde erstreckt sich das Hauptanwendungsgebiet der Kapuzinerkresse auf Erkältungskrankheiten. Ihr hoher Gehalt an Vitamin-C stärkt die Abwehrkräfte, die schleimlösende und antibiotische Wirkung, vor allem erklärbar durch die enthaltenen Senfölglykoside, tut ihr übriges. Dabei reicht es, die Pflanze zu essen. Eine Aufbereitung als Tee oder ähnliche Verfahren sind nicht notwendig. Einzige Bedingung: die Kapuzinerkresse muss unbedingt frisch sein, denn sie ist ein Kraut, dass sich nicht zur Lagerung eignet.

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  • Claudia
    6. Mai 2008 at 21:03

    Hach, da wird mir ganz wehmütig ums Herz bei der Erinnerung an die wild wuchernde Kapuzinerkresse im wilden Garten. Am Hang, kaum besonnt – sie war wunderschön!
    Und das hier ist ein toller Artikel!