Tees

Fermentation bei der Tee-Herstellung erzeugt intensives Aroma!

Jeder Teeliebhaber hat wohl schon einmal von der Fermentation gehört. Dieser Vorgang bei der Teeherstellung macht den Unterschied zwischen Schwarz- und Grüntee aus. Doch was genau passiert beim Fermentieren? Wie kann der Vorgang für Teekräuter im heimischen Garten angewendet werden?

Grüner und schwarzer Tee wird aus der gleichen Pflanze hergestellt. Grüner Tee ist unfermentiert und wird erst durch den Fermentierungsprozess zum Schwarztee. Das Fermentieren beschreibt einen kontrollieren Vorgang, der den Geschmack des Teeaufgusses intensiviert.

Fermentation: so funktioniert es

Die Fermentation ist ein Gärungsprozess. Dazu werden Zellen der Teeblätter zuerst durch mechanisches Quetschen aufgerissen. Die Enzyme der Blätter und andere pflanzeneigene Inhaltsstoffe reagieren bei Feuchtigkeit und Wärme mit Sauerstoff. Die Teeblätter werden immer dunkler, je nach Grad der Fermentierung. Wenn die Luft feucht ist und Ventilatoren eingesetzt werden, wie bei der industriellen Produktion, dauert der Gärungsvorgang nur zwei bis drei Stunden.

Der fermentierte Tee schmeckt zwar intensiver als anderer Tee, die Stärke ist aber auch vom Gärungsgrad sowie Sorte und Herkunft der Teepflanze abhängig. Ein gegärter Tee kann durchaus einen recht milden Geschmack haben. Die Auswahl an unterschiedlichen Teesorten ist groß und abhängig vom persönlichen Geschmack!

Es wird zwar vom Fermentieren des Tees gesprochen, streng genommen handelt es sich aber bei der Gärung um eine Oxidation, da keine Mikroorganismen zum Fermentieren eingesetzt werden. Nur beim Pu-Erh Tee spricht man im eigentlichen Sinne von einen fermentieren Tee, da er mit Hilfe von Mikroorganismen gereift wird. Als Grüntee brauchte er mehrere Jahre, um getrunken werden zu können, mit Hilfe der Mikroorganismen ist er jedoch in wenigen Monaten fertig.

Rezept für einen aromatischen Teeaufguss

Wenn man in den Genuss kommen möchte, einen selbst fermentierten bzw. oxidierten Tee zu trinken, kann man dies zum Beispiel mit Brombeerblättern aus dem heimischen Garten oder dem Wald ausprobieren. Am besten sucht man sich dafür warme Tage aus, da die Blätter Wärme brauchen.

Die frisch gepflückten Blätter werden einen Tag lang im Schatten getrocknet und danach in Streifen geschnitten. Sie werden mit Wasser befeuchtet und platt gedrückt. Dann werden die Blätter mit ungespritzten Zitronenstücken in ein Tuch eingerollt, in eine Plastiktüte gelegt und drei bis vier Tage an einem warmen Ort abgelegt.

Danach können die dunkel gefärbten Blätter, nach einem weiteren Tag Trockenzeit im Schatten, in Gläsern gelagert werden. Die Zubereitung erfolgt genauso wie bei einem Schwarztee.

 

 

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