Ratgeber

Pflanzen reagieren auf Berührung: Von der Hingabe, Kräuter zu streicheln

Über Sinnesempfindungen bei Kräutern

Nun, da endlich das gute Wetter mit regelmäßigen Regenschauern bei uns Einzug gehalten hat, ist es eine sinnliche Freude , auf einem Sonnenbalkon wie dem Meinen dem prächtigen Wachsen und Gedeihen der Kräuter und Blumen und Fruchtpflanzen zuzuschauen.

Da ich unlängst einige Probleme mit Blattläusen, Vor Allem am Estragon und auch an der Petersilie hatte, habe ich mit der Bekämpfung der Blattläuse durch Abwischen bzw. Abwaschen angefangen. Das hieß aber: jeden Abend mit einem Kleenex vorsichtig Blatt für Blatt lupfen, zärtlich auseinanderziehen und noch vorsichtiger die Blattläuse abwischen. Gerade die Petersilie, die weniger stark vom Blattlaus-Befall betroffen war, ist auf einmal ein gigantisches Wachstum ausgebrochen, auch der Estragon wurzelt ganz imposant. Estragon und Petersilie wurden also oft gestreichelt 🙂

Bei meinen zwei weiteren Lieblingskräutern, dem Basilikum und dem Thymian, kann ich einfach nicht umhin, jeden Morgen und einmal zum Abend meine Hand auf den dichten Blätterteppich zu legen, einmal kurz und sanft wie bei dem Haarschopf eines Kindes zu wuscheln und dann den schönen frischen Kräuterduft zu riechen.

Ich bilde mir nun ein, dass meine „Kräuter-Wuschel-Massage“ eigentlich die Ursache für das gute Wachstum ist, denn ich unternehme ansonsten bezüglich Pflege und Düngen (ok, ich verabreiche alle zwei Wochen diesen tollen, jedoch übelriechenden Brennnessel-Dünger) nicht wirklich viel, sondern lasse sie wachsen.

Nun habe ich einmal recherchiert, ob Pflanzen denn wirklich so sensibel auf Berührungen und Streicheln reagieren können und bin bei www.planet-wissen.de fündig geworden, und zwar mit einem Bericht unter anderem über die allseits bekannte Mimose, auch „Schamhafte Sinnpflanze“ genannt.

Die Mimose klappt nämlich bei Berührung und Erschütterung ihre Fiederblättchen zusammen und das gesamte Blatt danach nach unten. So wird in Sekundenschnelle ein Blatt nach dem Nächsten „angesteckt“, wie bei einem Domino- Spiel. Manche Wissenschaftler vermuten, dass die Mimose so ihre Versdunstungsfläche verringern möchte (zum Beispiel bei windigem Wetter), mache halten es für eine Anti-Feindes-Taktik: wer möchte schon einen welken Strauch verspeisen?

Das also Pflanzen auf äußere Reize mitunter sofort und sekundenschnell und dabei reversibel (das nennt man Seismonastie), wie eben die Mimose oder die nicht minder berühmte insektenfressende Venusfliegenfalle, reagieren, ist offensichtlich. Wer mehr über Pflanzenbewegung erfahren möchte, informiert sich über den eingerichteten Link zu wikipedia, hochinteressant!

Ich werde also weiterhin Thymian, Basilikum und Co. streicheln 🙂

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