Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Ayurveda Kräuter: Brahmi (Bacopa monnieri)

Der ayurvedische Jungbrunnen

Sollten Sie wie ich in die Versuchung geraten sein, „Bacopa monnieri“ öfters hintereinander zu denken, dann könnte sich auch bei Ihnen die Melodie von „Hakuna matata“ einstellen. Ich führe es auf die Silbenlänge und die Häufigkeit der Vokale zurück 🙂

Tatsächlich kann man die Wirkung des Brahmi, Eines der wichtigsten ayurvedischen Heilkräuter, ganz kurz und knapp als „Problemlöser“ deuten. Wobei wir wieder beim Swahili wären, denn Hakuna Matata bedeutet ja „es gibt keine Schwierigkeiten“.

Ayurveda und die Bedeutung von Gewürzen und Kräutern
Ayurveda, die „Wissenschaft vom langen Leben“, ordnet jeden Menschen einem „Dosha“ zu, einem gewissen Lebensprinzip. Vorhanden sind immer alle drei Doshas, das überwiegende Lebensprinzip bestimmt jedoch den Typus des Menschen. Es gibt Vata, Pitta und Kapha. Sind die Doshas im Gleichgewicht, ist der Mensch seelisch und körperlich gesund. Dies kann zum Beispiel durch bestimmte Nahrung und Heilpflanzen oder Heilanwendungen erreicht werden.

In gewisser Weise ähnelt diese Lehre stark der humoralpathologisch geprägten Lehre der Hildegard von Bingen oder der Makrobiotik der Japaner. Auch hier ist man der Ansicht, die richtige Nahrung und der Lebensstil trage entscheidend zum Gleichgewicht des Menschen oder des Ying- Yang bei.

Die Wirkung von Brahmi
Brahmi ist eines der am besten erforschten ayurvedischen Heilpflanzen und ein Highlight unter den Anti-Aging-Kräutern. Ähnlich wie Gotu Kola oder auch Ginseng verbessert es die geistige Leistungsfähigkeit, das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit. In China wird es als Yang-Tonikum zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, Impotenz und vorzeitiger Ejakulation eingesetzt. Es ist ein starkes Nerventonikum und wirkt nachgewiesenermaßen

  • Angstlösend
  • Cardiotonisch (herzanregend)
  • Diuretisch (harntreibend)
  • Gegen Rheuma, Frigidität und Vergesslichkeit
  • Stärkend auf Leistungsfähigkeit, Gedächtnis und Konzentration
  • Gegen Asthma
  • Hormonstimulierend

Inhaltsstoffe und Anwendung von Brahmi
Das Kleine Fettblatt, wie Brahmi auch genannt wird,  ist ein kriechendes, feuchtliebendes Kraut aus der Familie der Braunwurzgewächse. Es ist mehrjährig, aber nicht frosthart und sollte deswegen im Haus überwintern. Es wächst sehr gern in unmittelbarer Nähe von Gewässern und kann deswegen feucht gehalten werden. Was die Lichtverhältnisse betrifft, ist es pflegeleicht und gedeiht sonnig bis schattig. Die Vermehrung von Brahmi ist ebenfalls nicht aufwendig: Die Pflanze wurzelt in der Erde oder wenn man den Stängel ins Wasser legt. Sie enthält unter anderem Steroidsaponin (Saponine Monnierin, Hersaponin), die Bacoside A und B sowie die Alkaloide Brahmine und Herpestine.

Angewendet werden der Presssaft, alkoholischer Auszug oder Tee der Sprossteile.

Gutes Besserung, oder auch: viel Erfolg!

Quelle:
Rühlemann´s Kräuter und Duftpflanzen Katalog 2009/2010

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  • Christa
    19. August 2010 at 11:06

    Ich esse die größeren Blätter frisch von der Pflanze weg. Der bittere Geschmack stört mich nicht. Wieviel Blätter sollte ich täglich essen?
    Danke für Antwort.
    Christa

  • Dagmar
    23. August 2010 at 10:04

    Liebe Christa,
    ich habe ein wenig recherchiert:die empfohlene Dosis Brahmi: ungefähr 2-3 Blätter täglich essen: http://www.natur-forum.com/forum/viewtopic.php?f=9&t=14146
    Und als Tee-Zubereitung: 3x täglich 1 TL getrocknete Brahmi-Blätter überbrühen: http://www.ginkgomuseum.com/ginkgopflanzen/brahmi.php
    Viele Grüße, Dagmar

  • Helga
    19. Mai 2011 at 17:20

    Hallo,
    das hört sich aber gefährlich an, daß die Saponine, die in Brahmi enhalten sind nicht in die Blutbahn gelangen dürfen! Bedeutet das im Klartext, daß ich keine Wunde haben darf z.B. einen Kratzer, wenn ich mit Brahmi arbeite?
    Es gibt doch auch das Brahmi Öl, was mache ich, wenn es aus Verstehen in eine Wunde kommt?
    Danke!
    Viele Grüße
    Helga

    • admin
      1. Juni 2016 at 12:07

      Liebe Helga,
      normalerweise wird das Brahmi-Kraut getrocknet und als Tee mit heißem Wasser aufgegossen und mehrmals täglich getrunken. Bei dieser Art der Anwendung stellen die enthaltenen Saponine kein Problem dar.
      Saponine können, wenn sie direkt in die Blutbahn injiziert werden, zu einer Auflösung (Hämolyse) der roten Blutkörperchen führen. Aus diesem Grund werden entsprechende Präparate zu Injektionszwecken zuvor von den Saponinen gereinigt. Die hämolytischen Eigenschaften der Saponine sind zudem sehr verschieden – es gibt Saponine, die keine hämolytischen Eigenschaften aufweisen.

      Die Anwendung von Bacopa monnieri als Tee, Tinktur oder Tabletten sind hinsichtlich einer etwaigen Hämolyse unbedenklich.
      Da der fragliche Absatz offensichtlich für Verunsicherung sorgt, haben wir uns entschlossen, diesen zu entfernen.

  • Marketta Harkness
    8. September 2011 at 00:02

    Hallo,
    ich habe mich in den letzten Wochen ziemlich viel mit der Heilkunst Ayurveda auseinandergesetzt. Ich halte das Thema für aufschlussreich. Ich habe Interesse an einem gedanklichen sowie informellen Austausch über Ayurveda.
    Meine Informationsquellen waren bis dato hier auf der Homepage, aber ich suche noch mehr. Ich freue mich über jede Antwort

  • manuela accetturo
    14. März 2012 at 00:16

    die heilpflanze bacopa moniera ( brahmi) erhöht anscheinend die produktion des Stickstoffmonoxyd führt ein erhöhter NO nicht zu nitrostivem Stress ( nach Bodo Kuklinski) das wäre doch ein Widerspruch das irritiert mich. Hat jemand Kenntnisse über Nitrosativen Stress und Brahmi Anwendung?
    Danke
    gruss manuela

  • alina
    23. April 2012 at 22:45

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