Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Holunder als Heilpflanze

Blätter von Mai bis Juni pflücken!

Der Holunderstrauch ist eines der vielseitigsten Gewächse in punkto Heilpflanzenkunde. „Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder segensvoll“, so eine alte Bauernregel. Damit gehört Holunder, in welcher Form auch immer, eigentlich in jede Pflanzen-Hausapotheke. Anzutreffen sind die schönen Sträucher fast überall.

Ausnahmsweise hatte sie also einmal nicht recht. Die große Hildegard von Bingen befand den Holunder untauglich als Heilmittel. Diese Meinung hatte sie übrigens auch zum Olivenöl, das man ja bekanntermaßen bereits seit langer Zeit als Delikatesse, Heilmittel und in der Naturkosmetik schätzt. Manche Befunde ändern sich eben im Verlauf von mehr als 1000 Jahren… So auch die Ansicht über die Heilfähigkeit von Frau Holle.

Der schwarze Holunder (Sambucus nigra) in der Pflanzenheilkunde

Schon die Germanen opferten der Schutzgöttin Hulda, Holda oder Holla. Da wäre sie wieder, unsere Frau Holle aus Grimms Märchen. Soweit kurz zur Rolle des Holunders in der Mythologie. Verwendung findet der Holunder in folgenden Substanzen:

Holunderblütentee
Zum Entwässern, als Schwitztee zum Fiebersenken, zur Vorbeugung gegen grippale Infekte und als Kompresse gegen Prellungen und andere stumpfe Verletzungen sowie gegen rheumatische Erkrankungen.

Auflage aus frischen Holunderblättern
Gegen Juckreiz und Schwellungen bei Insektenstichen. Apropos: sofortige Hilfe bei Insektenstichen liefert auch der Spitzwegerich.

Holunderblüten-Ohrtuch
Gegen Ohrenschmerzen hilft ein mit Holunderblüten gefülltes Taschentuch.

Holunderblütensaft
Stärkt die Abwehrkräfte und lindert Erkältungssymptome.

Holunderblütensirup
Auch Holunder-Honig genannt. Hilft gegen Husten und Heiserkeit.

Holundermus
Holundermus lindert Halsschmerzen, Erschöpfungszustände und hilft bei Abwehrschwäche.

Die Wirkstoffe des Holunders

Holunder enthält Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenwirkstoffe, zum Beispiel den violetten Farbstoff Sambucyanin. Diese wirken antibakteriell, hemmen Entzündungen und können sogar Grippeviren verscheuchen.

Dabei ist nicht zu vergessen, wie köstlich Holundersaft oder Holundermus aus den reifen Beeren schmecken. Die Rezepte folgen natürlich in Kürze. Beste Grüße!

Quelle:
Mein schönes Land, Ausgabe Mai/ Juni 2010 (im Internet: www.mein-schoener-garten.de)

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