Kräutergarten

Spinnmilben bekämpfen, Erfahrungsbericht 1. Woche

Viel Wasser und Geduld

Ein Gärtner hat nur Feinde, wie wahr. Nachdem sich bei mir vor rund zwei Wochen unbemerkt, aber umfangreich, eine Spinnmilbenplage eingestellt hatte: wie haben denn meine Hausmittel gegen die Spinnmilben geholfen? Haben Sie?

Erst einmal habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, in diesem Fall Wasserhebel. Das erste, was man nämlich tun sollte, um die Spinnmilben mit natürlichen Hausmitteln zu bekämpfen: abbrausen. Und zwar umgehend und mit dem harten Wasserstrahl des Brausekopfes.

Welche Hausmittel wurden angewendet?

Eine ganz schöne Arbeit, das mit dem Abbrausen. Ich habe nämlich an die 30 Kräuter-Töpfe (von klein bis sehr groß) auf meinem Balkon stehen, die ich nacheinander ins Badezimmer schleppen und abduschen musste. Die Pflanzen sahen und sehen nach dem Abduschen auf jeden Fall schon einmal besser aus. Denn die feinen Gespinste, die man zwar mit dem bloßen Auge so nicht erkennt, kleistern die Pflanze aber doch ganz schön zu.

Befallene und kranke Blätter lösen sich auf diese Weise, was Nichts macht, denn die sollen ja auch weg. Vor Allem aber werden dadurch die winzigkleinen Eier der Roten Spinne entfernt, die sich so explosionsartig verbreiten.

Diese Maßnahme sollte öfter wiederholt werden, denn es genügen nur wenige Eier, und schon vermehren sie sich wieder en masse.

Parallel dazu weiter Spinnmilben Hausmittel anwenden, um die Pflanze systemisch (keine lokale Behandlung, die ganze Pflanze wird behandelt) zu stärken, zum Beispiel durch Brennnessel-Sud, Zwiebel-Sud und so weiter. Bitte den angegebenen Artikel gut durchlesen, es gibt einige Tinkturen, die sehr gut helfen.

Und: die Pflanzen nicht austrocknen lassen, ganz wichtig, gut gießen!

Wirkung nach einer Woche Behandlung

Erst einmal schienen sich die Leiden zu verschlimmern und ich hatte die Befürchtung, dass ich alle meine schönen Kräuter entsorgen muss. Aber ich habe fleißig mit Wermut-Tinktur und Zwiebel-Sud gegossen (zwei Mal die Woche), nochmals abgebraust und siehe da: es sieht so aus, als würde es anschlagen. Der Befall scheint eingedämmt, obwohl viele Blätter gelassen wurden und die Kräuter scheinen sich langsam zu erholen.

Ich werde auch weiterhin die Pflanzen abduschen und mit Wermut– und Brennnessel-Tinktur sowie Zwiebelsud gießen, bis die Pflanzen wieder vollständig gesundet sind.

Sind übrigens keine Spinnmilben auf dem Bild, sondern andere, ebenso fleißige Spinnen…

Teile diesen Artikel...Share on FacebookTweet about this on Twitter

Auch interessant

  • Mariana Slovakova
    14. Juni 2010 at 11:06

    Guten Tag,

    ich suche Firma die Liefert oder produziert Kräuter Oils oder so verschiedene Kuchen sets mit Pflanzlichen Oil + Pfeffer ect. Konnen Sie Lieferanten oder Produktion wo ich mich wenden kann?
    Vielen Dank.
    Mariana Slovakova
    COMMERCIUM.sk

  • Dagmar
    14. Juni 2010 at 20:41

    Hallo Mariana,

    Du solltest Dich durchfragen. Fang´ doch bei Sonnentor an, ein Lieferant für ganz hervorragende Bio-Kräuter. Falls sie nicht haben, was Du möchtest, dann frag sie einfach nach weiteren Adressen.

    http://www.sonnentor.com/handel_gastronomie/kontakt

    Viele Grüße, Dagmar