Fenchel

Autor: Nicole

Fenchel (Foeniculum vulgare) ist mein absolutes Lieblingskraut, wenn es um Tee geht. Oft stehe ich mit meiner Meinung aber alleine da, denn viele Menschen erinnert Fencheltee an ihre Kindheit. Leider sind das oft keine guten Erinnerungen. Ich frage mich woran das liegen kann. Vermutlich entstehen die Phobien durch eine Überdosis an Tee, die die lieben Kleinen verabreicht bekommen.

Die gelben Blüten sind sehr dekorativ. © vol-au-vent/FlickrIn der Tat, der Tee ist vor allem bei Müttern mit Babys sehr beliebt. Das Gewächs aus der Familie der Doldenblütler hat nämlich umfangreiche Heilwirkungen. Darunter, als herausragender Effekt, die Wirkung auf den Verdauungstrakt. So hilft Fencheltee, besonders auch in Kombination mit Anis und Kümmel, gegen Koliken bei Säuglingen. Aber auch die Erwachsenen schwören auf das Kraut, das ursprünglich aus Südeuropa kommt und als winterharte, mehrjährige Pflanze mittlerweile den ganzen Kontinent bevölkert. Neben derFenchel im Kräuterarrangement. © *Susie*/Flickr Anwendung bei Blähungen hilft Fenchel auch gegen Wechseljahrsbeschwerden und ist somit ein sehr guter Begleiter des Rotklees. Eng damit verbunden ist auch die Wirkung bei Menstruationsbeschwerden, bei denen auch die Taubnessel hilfreich sein kann. Der Unterschied zu dem Wildkraut ist jedoch, dass Foeniculum vulgare die Menstruation fördert, während die Nessel die Beschwerden lindert. Kinder dürften das Doldengewächs auch noch in einer anderen Variante kennen: als Fenchelhonig. Diese Mixtur hilft, dank der versetzten ätherischen Öle, sehr gut gegen Husten und Infektionen der oberen Atemwege.

Die Knolle. Es soll Menschen geben, die sie gern essen. ;) © C.Zwerg/FlickrVerwendung finden insgesamt alle Teile der Pflanze. Für den Einsatz als Tee werden aber nur Wurzeln und Samen eingesetzt, die im beginnenden Herbst geerntet werden. Die Knolle kann man als Gemüse essen, man muss es aber meiner Meinung nach nicht. Ich finde, Fenchelgemüse schmeckt wie Tee zum Kauen. Das ist selbst mir eine Nuance zu anislastig. Im Kräutergarten macht sich das Kraut trotzdem ganz gut. Die gelben Blüten sehen ganz hübsch aus und setzen, neben Ysop und Lavendel, schöne Farbtupfer. Die Samen, auf die einige Menschen stark allergisch reagieren, dienen sogar der Schönheit: Als Peeling sollen sie die Haut zum Strahlen bringen. Wer den selbstgezogenen Fenchel lagern möchte, kann ihn trocknen. Vor allem für die Herstellung von Tee ist diese Methode die beste. Zum Würzen kann man ihn aber auch einfrieren. Fenchel ist manchma Bestandteil der Mischung “Kräuter der Provençe”.


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Maria schreibt
am 13. Februar 2008 um 12:01 Uhr

Ich persönlich bin kein Fan von Fenchel Tee, aber durchaus verwende ich Ihn zum kochen. Ich trinke zwar sehr gerne Tee und nicht nur Kamille oder Pfefferminze, aber mit Fenchel kann ich mich nicht anfreunden und meine Mutter hatte mich nie mit Fencheltee “gequält”.

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Kristine schreibt
am 16. Mai 2008 um 12:58 Uhr

Ich persönlich liebe Fencheltee. In diesem Artikel steht ja, dass viele diesen Tee nicht mögen aufgrund von schlechten Erinnerungen daran aus der Kindheit. Dazu wollte ich sagen, dass ich auch bereits in jüngster Kindheit fast nur Fencheltee getrunken habe, und schon damals habe ich es geliebt. Heutzutage ist es noch immer mein meistgetrunkenes Getränk, was auch vielleicht mit guten Kindheitserinnerungen zu assoziieren ist.

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Robert schreibt
am 9. Februar 2010 um 19:18 Uhr

Wie kann der Körper reagieren, wenn ich den Tee im Aufgussbeutel Den ganzen Tag ziehen lasse, ca 24 Std.

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Dagmar schreibt
am 13. Februar 2010 um 21:04 Uhr

Lieber Robert,
vielleicht mit Ausspucken ob des muffigen Geschmacks :-)
Gerade Fencheltee schmeckt nach stundenlangem Abstehen wirklich fies. Und da sich wie immer gern Keime in Alles einnisten, Was nicht fließt und bewegt wird: wegschütten.

Viele Grüße!

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Dagmar schreibt
am 20. Februar 2010 um 23:04 Uhr

Um nochmal auf das “Nachziehen” von Kräutern, die im Teewasser verbleiben, zurückzukommen: das als “Mazerieren” bezeichnete Auslaugen der Kräuter beim Erkalten wird von mir bei den Kräuterprofilen erwähnt, sollte es sich bei dem jeweiligen Kraut als sinnvoll erweisen…

Viele Grüße, Dagmar

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